Melsunger FV 08: Trainerduo Beetz/Rudolph peilt Systemwechsel und einstelligen Tabellenplatz an

Melsunger FV 08: Trainerduo peilt Systemwechsel und einstelligen Tabellenplatz an

Neuzugänge, die das MFV-Trainerduo Timo Rudolph (oben links) und Sascha Beetz (oben rechts) zuversichtlich stimmen: (vorne v.l.) Sergej Boka, Marvin Haas ,Tobias Frommann, Maximilian Lohne, Alex Schmidt und (liegend) Sebastian Nödel. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Nein, es ist nicht das erste Mal. Schon unter Trainer Peter Wefringhaus versuchte sich der Melsunger FV 08 an einem Systemwechsel, den nun dessen Nachfolger erneut in Angriff nehmen.

„Wir wollen Fußball spielen“, sagt Sascha Beetz, Spielertrainer des heimischen Verbandsligisten.

Die Betonung liegt auf „spielen“, was ein gepflegtes Kombinationsspiel auch in Bedrängnis statt langer, hoher Bälle impliziert. Kein Selbstzweck, sondern ein (darüberhinaus) attraktives Mittel, um Ball und Gegner zu kontrollieren bzw. das Spiel zu bestimmen.

Die personellen Voraussetzungen für ein solch‘ ambitioniertes Vorhaben sind gut, ja so gut wie lange nicht mehr. „Unsere Wechselbilanz ist positiv“, freut sich Beetz‘ Trainerkollege Timo Rudolph über vier Neuzugänge plus vier Perspektivspieler, von denen Carlos Michel bereits in der letzten Saison dank starker Leistungen mehrfach den Sprung in die Stammelf geschafft hat. Nun ist die Konkurrenz allerdings größer geworden, muss sich das 18-Jährige Talent mit drei weiteren Offensivkollegen (Nick Krug, Mario Kilian und Neuzugang Tobias Frommann) um zwei Plätze im Sturm bewerben. Oder auf eine andere Position (außen) ausweichen.

Positive Wechselbilanz

Wie überhaupt laut Rudolph, der selbst nur noch im Notfall auf dem Feld aushelfen will und im November an der Hüfte operiert wird, die Mannschaft viel schwerer auszurechnen sein wird. Auch die weiteren Neuzugänge Maximilian Lohne (von FV FeLoNi) und Alex Schmidt (FC Körle) sind (in der Defensive) flexibel einsetzbar, nur Sergej Boka ist ein reiner Innenverteidiger. Der allerdings auch dringend gebraucht wird, denn außer dem Ex-Holzhäuser steht für das Defensivzentrum lediglich Philipp Ruppert zur Verfügung.

Ansonsten ist aber fast jede Position doppelt besetzt. Also müssen sich die Spieler im Training „ganz schön sputen“ (Beetz), um sich für die Anfangsformation zu empfehlen. Ein (neuer) Druck, der auch zu mehr Konstanz führen soll. Davon war die bisweilen recht wankelmütige Mannschaft in der letzten Saison doch ziemlich weit entfernt, was ihr letztlich den einstelligen Tabellenplatz kostete.

Genau der steht nun auf der Wunschliste der Bartenwetzer, wobei Timo Rudolph allerdings zu bedenken gibt, „dass die Klasse diesmal ziemlich ausgeglichen sein wird.“ Das birgt Chancen, aber auch Risiken. Also ist das erste Saisonziel 40 Punkte, um erstmal mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben. Und danach am Drücker bleiben. Mit flachen Bällen versteht sich.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.