Verbandsliga: Mengsberg nach achter Niederlage „in einem emotionalen Tief“

Zwei Ecken, zwei Tore

Aufsteiger Mengsberg fehlte die Durchschlagskraft: Hier wird Mittelfeldspieler Sibahn Yousef (rechts) von Weidenhausens Lukas Zindel gestoppt. Foto: Marcello Di Cicco

Mengsberg. Zwei Unachtsamkeiten nach Eckbäl-len sorgten dafür, dass der TSV Mengsberg in der Fußball-Ver-bandsliga Nord beim 0:3 (0:3) gegen den SV Weidenhausen schon in der ersten Hälfte die Chance auf Zählbares verspiel-te. „Wir hatten uns auf ein sehr unbequemes Spiel eingestellt“, verriet Weidenhausens Coach Marco Wehr, um sogleich festzustellen: „Das wurde es aber nicht, weil wir gleich präsent waren.“

Bereits vor dem Kabinengang zogen die Gäste der Heimelf den Zahn. „Zwei von drei Gegentoren gehen auf unsere Kappe“, meinte Mengsbergs „Sechser“ Alexander Wesner, „wir müssen lernen, schneller zu denken.“

Nachdem der vom bärenstar-ken Sören Gonnermann bediente Soohoon Kim die Führung für den SV besorgt hatte (10.), reagierte Gonnermann nach einer Ecke blitzschnell am langen Pfosten und erhöhte auf 2:0 (18.), ehe Jan Gerbig kurz vor dem Pausentee - erneut nach einem Eckball - an der Strafraumkante frei zum Abschluss kam. Sein Flachschuss ins lange Eck saß - im Gegensatz zu seinem von Christian Hesse an Gonner-mann verschuldeten Strafstoß, den Gerbig TSV-Torwart Tobias Bechtel flach in die Arme schoss (35.).

„Dass der Gegner aus zwei Ecken zwei Tore macht, ist eine Katastrophe“, monierte Mengsbergs Trainer Mario Selzer. Und attestierte dem Gegner, „körperlich gut aufge-stellt“ zu sein. Diese Überle-genheit machten sich die Gäste im ersten Abschnitt in den Zweikämpfen zunutze. Der SV hatte klare Feldvorteile gegen die Engelhainer, die t nach Kräften dagegenhielten und ebenfalls zu guten Torchancen kamen. Während Dennis Dorfschäfer am langen Pfosten vorbeizog (3.), streifte Andrzej Fydrychs Distanz-schuss nur die Latte (28.).

Alexander Wesner mahnt

Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein Spiel mit wenigen Einschussmöglichkeiten, dafür mit einigen Nicklichkeiten. Weidenhausen tat nicht mehr als nötig, den Platzherren fehlten die Mittel. „Wir waren bemüht und willig, aber immer zu spät“, räumte Selzer ein.

Dass sich der Aufsteiger mit einer Ausbeute von nur drei von 27 Punkten „in einem emotionalen Tief“ befindet, wollte Wesner nicht von der Hand weisen. „Wir haben vom Verein zwar keinen Druck. Wenn aber nicht jeder will, wird es genauso weitergehen“, mahnte der 31-Jährige. Die Konsequenz: „Jeder Spieler muss jetzt erstmal an sich arbeiten.“ • Mengsberg: Bechtel - Krähling, Hesse, Pauli, M. Fischer - Dingel, Wesner - Dorfschäfer, Fydrych (68. Meholli), Yousef (68. Berneburg) - Gies (55. Rettig). Weidenhausen: Klotzsch - Zindel, Hammer, Toro Moreno, Ewald (76. Pfliegner) - Kim, Ogbonnaya, Göbel (66. Renke), Beng (82. Görs) - Gerbig, Sören Gonner-mann. SR: Heist (Kassel). Z: 120. Tore: 0:1 Kim (10.), 0:2 Sören Gonnermann (18.), 0:3 Gerbig (44.).

Von Marcello Di Cicco

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