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Verbandsliga: Willingen unterliegt Vellmar unglücklich

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Tim Albrecht vom SC Willingen (rechts), der hier Vellmars Enes Glogic vom Ball abzuhalten sucht.
Überzeugender Innenverteidiger: Tim Albrecht vom SC Willingen (rechts), der hier Vellmars Enes Glogic vom Ball abzuhalten sucht. © Artur Worobiow

Ein intensives Verbandsliga-Spiel mit Spannung und Schiedsrichterschelte, dazu ein langersehntes Comeback – aber ein Happy End gab es für die Fußballer des SC Willingen nicht..

Willingen - Mit 1:2 (0:1) gegen den OSC Vellmar kassierten die Upländer die vierte Heimniederlage. Die erhoffte Erfolgsserie konnten sie nicht starten.

Der Torschuss von Florian Heine in der 4 Spielminute, den OSC-Keeper Tobias Orth so eben um den Pfosten lenkte, war nicht der erhoffte Auftakt für eine packende Partie. Weil beide Mannschaften erst einmal ihr Augenmerk auf die Verteidigung legten, spielte sich das Geschehen fast nur noch zwischen den Strafräumen ab.

Die beiden Willinger Viererketten zeigten nach einer Viertelstunde jedoch erste Risse, daraus entstanden gefährliche Freistöße. Zu groß waren die Abstände dann schließlich beim 0:1 in der 22. Minute, als Enver Maslak zentral auf Eyüp-Emre Akman durchsteckte und der aus zwölf Metern einnetzte.

OSC-Coach Müller: Willingen hat uns gefällig bespielt

Die Willinger waren nicht geschockt, sondern suchten sofort nach fußballerischen Lösungen. Die Vellmarer verdichteten aber geschickt die Räume, sodass das Aufbauspiel trotz großen Aufwands eher zäh war. Der erste richtig gut ausgespielte Angriff bis in den Strafraum ließ eine gute halbe Stunde auf sich warten. Gefährlich wurde der SCW aber nur beim 20-Meter-Schrägschuss von Fynn Butterweck, den Orth über die Latte lenkte (45.+2).

„Die Willinger haben uns gefällig bespielt“, meinte Gästetrainer Jörg Müller, „aber sie hatten nur den einen Abschluss.“ Sein Team kam vorher auch nur zur Kopfballchance von Maslak, die Torwart Florian Bouma entschärfte (45.).

Mit Wiederbeginn nahmen die Upländer das Heft in die Hand. „Wir sind schlecht aus der Pause gekommen“, sagte Müller, „oder der Gegner gut.“ Während der ersten Viertelstunde lief sein Team oft hinterher, weil „wir uns richtig reingearbeitet haben“, wie SCW-Coach Dardan Kodra sagte.

Der Erfolg blieb den Upländern in dieser Druckphase versagt, weil Heines Drehschuss von der 16-Meter-Kante aus nur an die Unterkante der Latte klatschte (51.). Auf der Gegenseite wurde Bouma hart beim Volleyschuss von Florian Evers gefordert (61.).

Der erneute Rückstand fällt fast noch in den Jubel über den Ausgleich

Als der Willinger Ansturm schon abflaute, da fiel der Ausgleich doch: Butterweck setzte einen Freistoß aus 25 Metern unhaltbar mit rechts ins linke Dreieck (77.). Fast noch in den Jubel hinein der nächste Rückschlag. Sebastian Butz, der nach fast zehn Monaten Zwangspause die Offensive beleben sollte und zur Einwechslung bereitstand, hatte sich noch nicht wieder auf die Ersatzbank gesetzt, da erzielte Nico Möller per Kopf nach kraftvollem Solo von Akman über die linke Seite und Flanke von Enes Glogic per Kopf das 2:1 für den OSC.

Hatten sich die Platzherren zu viel gefreut? „Vielleicht“, meinte Müller, „aber schöner können wir nicht reagieren.“ Die Willinger konnten das 1:2 schwer fassen, haderten dann aber mehr mit Schiedsrichter Pascal Otte als mit sich. In der 79. Minute wurde Butterweck, mit dem Ball am Fuß, von Glogic mit einem Tritt aufs Schienbein gefoult. „Eine klare Gelbe Karte“, ärgerte sich Kodra, es wäre die zweite gegen den Vellmarer gewesen.

Kodra: Alle haben das Handspiel gesehen

In der dritten Nachspielminute zog sich Unparteiische aus Arolsen richtig den Zorn der Platzherren zu, als er ein klares Handspiel nicht ahndete. „Er meinte, der Arm wäre angelegt gewesen“, so der SCW-Coach, „aber alle habe gesehen, dass der Arm zum Ball ging.“ Die Szene lief weiter und der direkt nach dem Rückstand doch eingewechselte Butz setzte den Ball frei aus 14 Metern drüber.

„Der ist mir drüber gerutscht“, ärgerte sich der 22-Jährige. Ein Treffer nach langer Leidenszeit wegen eines Bandscheibenvorfalls wäre für ihn ein Comeback nach Maß gewesen. Kodra freute sich aber auch so, dass er offensiv nun wieder eine Option mehr hat, und war nicht nur enttäuscht. „Auf vieles, was wir heute gesehen haben, können wir aufbauen.“

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