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SC Willingen verliert zum Rückrundenstart

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Von: Manfred Niemeier

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Matthias Bott (Willingen) und Gästespieler Tim Gonnermann (links) im Sprung, Jonah Schilling gehet mit hoch, und SCW-Keeper Yannik Wilke beobachtet die Sache.
Kopf an Kopf: Matthias Bott (Willingen) und Gästespieler Tim Gonnermann (links) im Sprung, Jonah Schilling gehet mit hoch, und SCW-Keeper Yannik Wilke beobachtet die Sache. © bb

Die Einstellung hat gestimmt, der Einsatz auch, das Ergebnis nicht. Mit 0:1 (0:1) verlor der SC Willingen den Start in die Rückrunde der Verbandsliga Nord gegen den SV Weidenhausen.

Willingen - Die Adler nisteten sich mit dem „Dreier“ zumindest für 24 Stunden an der Tabellenspitze ein, während der SCW wenigstens einen Platz einbüßen wird. Die TSG Sandershausen zog mit ihrem 2:0-Sieg über den Lichtenauer FV vorbei.

„Es war ein hartes Stück Arbeit“, meinte Gästetrainer Roland Leonhardt, „auch wenn wir ein Chancenplus hatten.“ Da wollte Dardan Kodra nicht widersprechen. „Wir haben Weidenhausen alles abverlangt, aber der Sieg ist mit Blick auf die Qualität der Torchancen nicht unverdient“, sagte der Willinger Coach.

Den besseren Start in die Partie hatten die Upländer erwischt. SV-Keeper Johannes Klotzsch muste bereits nach fünf Minuten per Fußabwehr gegen Sebastian Müller klären. Initiator der nächsten guten Chance war Matthias Bott, der als einziger Sechser aufgeboten, fast an jeder Spieleröffnung beteiligt war. Sein langer Ball erreichte Florian Heine, der aber frei im Strafraum einen Nebenmann suchte, statt selbst abzuschließen (16.).

Die Entstehung war typisch für die Herangehensweise beider Teams auf dem kleinen, schnellen Kunstrasen. Geduldig spielten sie sich in den Viererketten den Ball zu, bis sich die Gelegenheit für einen langen Diagonalpass ergab.

Sören Gonnermann trifft mit dem ersten Torschuss

Nicht verwunderlich, dass der SVW so auch sein Tor leitete. Innenverteidiger Thomas Hammer fand punktgenau Jan Gerbig auf der linken Außenbahn, seinen Pass in den Strafraum ließ Kilian Krug abtropfen und Sören Gonnermann konnte sich zehn Meter frei vor Torwart Yannick Wilke die Ecke aussuchen (22.).

„Mit dem ersten Torschuss gehen sie in Führung“, ärgerte sich Kodra. „Das hat uns natürlich in die Karten gespielt“, freute sich Gegenüber Leonhardt.

Kaum 100 Sekunden später hätte der SCW fast geantwortet, aber nach mehreren Versuchen im heillosen Durcheinander im Weidenhäuser Strafraum landete der letzte Abschluss von Bott genau in den Armen von Klotzsch. Auf der Gegenseite verteidigten die Gastgeber in der 34. Minute schlecht, als ein Freistoß von Hammer aus dem Mittelkreis am Fünfmetereck Sören Gonnermann fand, aber der setzte den Ball nur an den Innenpfosten.

Kurz danach scheiterte der Goalgetter noch an Wilke (36.). Die Willinger kamen durch Jan-Henrik Vogel, der vom Strafraumeck zu hastig abschloss (37.), sowie Bott (42., Freistoß) und Florian Heine (45., geblockt) zu nennenswerten Torannäherungen.

Gäste dem 2:0 näher als Willingen dem Ausgleich

Die Adler kamen viel wacher aus der Pause, die Upländer hatten sichtlich Mühe das schnelle Passspiel zu unterbinden oder brachten durch Fehlpässe den Gegner in gute Positionen. Sören Gönnermann (52.), Philipp Immig, dessen Drehschuss Wilke über die Latte lenkte (53.) und Hammer per Kopfball nach einer Ecke, den der Keeper am langen Pfosten unten aus dem Eck wischte (55.), waren ganz dicht am 0:2.

Bei den Gastgebern machte sich das Fehlen einer Handvoll verletzter Stammkräfte in der ein oder anderen Szene durchaus bemerkbar. Die, die auf dem Platz standen, versuchten alles. Richtig gefährlich wurden sie aber nur durch Heine, doch der Winkel war zu spitz (63.), und Fynn Butterweck, dessen Schuss Klotzsch zur Ecke lenkte (88.).

Dazwischen lagen die Doppelchance von Sören Gonnermann (77.) und der Drehschuss von Moritz Krug, den Wilke glänzend parierte (85.). „Es hat nicht viel gefehlt, dann hätten wir etwas mitgenommen“, trauerte Kodra schließlich auch der letzten Szene in der dritten und letzten Nachspielminute nach: Jan-Niklas Albers schnippte den Ball auf Heine, aber der traf frei am Elfmeterpunkt den Ball nicht richtig und schoss Klotzsch genau in die Arme.

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