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Für Klassenerhalt und Publikum: SC Willingen will gegen Eichenzell die Heimbilanz aufbessern

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Von: Dirk Schäfer

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Morgen soll es wieder soweit sein: Erst dreimal bejubelte der SC Willingen vor heimischem Publikum einen Sieg; so wie hier ein Tor gegen Lichtenau; über das sich (v. links) Sebastian Müller, Florian Heine, Jan Albers, Jonathan Vach und Sean Querl freuen.
Morgen soll es wieder soweit sein: Erst dreimal bejubelte der SC Willingen vor heimischem Publikum einen Sieg; so wie hier ein Tor gegen Lichtenau, über das sich (v. links) Sebastian Müller, Florian Heine, Jan Albers, Jonathan Vach und Sean Querl freuen. © Artur Worobiow

Bevor es in den knackigen Endspurt geht wollen die Upländer ihre Heimbilanz und die Chancen im Kampf um den Ligaerhalt verbessern.

Vielleicht war es ein etwas komisches Gefühl für Dardan Kodra: 19 Menschen scharten sich um ihn beim Training. „Das war Rekordbeteiligung“, freut sich der Trainer des SC Willingen über einen volleren Kader in der entscheidenden Phase der Verbandsliga-Nord-Saison. Den kann er gebrauchen: Zwischen 8. Mai und 8. Juni hat der SCW noch acht Pflichtspiele. Zuvor aber ist an diesem Samstag (15.0 Uhr) im Uplandstadion der FC Britannia Eichenzell zu Gast.

Die Trainingseinheiten gestalteten sich in der Vorbereitung auf das erste Naturrasen-Heimspiel des Jahres anders in vielen Wochen zuvor. Taktische Dinge ließen sich im großen Kollektiv besser erarbeiten, erklärt Dardan Kodra, der mit seiner Elf nach dem jüngsten Remis bei der SG Johannesberg vor allem die beiden späten Gegentore (86., 90.) angesprochen, die aus einem 2:0 noch ein 2:2 werden ließen. „Ich wünsche mir mal, dass wir über 90 Minuten unsere Leistung durchziehen“, sagt der Coach wenig überraschend.

Was sich Willingens Trainer Kodra wünscht

Schnellstmöglich die Punkte holen, um nicht mehr rechnen zu müssen – nicht nur in der Zielsetzung für die letzten Verbandsligaspiele haben der SC Willingen und der FC Eichenzell etwas gemeinsam. Auch in Bezug auf die Chancen, die ihr morgiges Aufeinandertreffen bietet. Gewinnt Ehrenberg das Kellerduell gegen Johannesberg nicht, könnte sich der Sieger des Duells ein Polster von sieben oder acht, im besten Fall zehn Punkten auf die Abstiegszone zugelegt haben.

Was sich der SC-Coch deshalb auch noch wünscht: weniger unnötige Standards. „Wir haben viel zu viele Freistöße verursacht am Ende“, so Kodra, der vor allem an den Freistoß denkt, der dem 2:2 voraus ging. „Der Gegenspieler steht bewegt sich mit dem Rücken zu unserem Tor weg und übt keine Gefahr aus. Da muss man dann nicht so plump zu Werke gehen, dass der fällt.“

Erneut habe sein Team, moniert Kodra, zwei Gesichter gezeigt. Und das trifft auch auf die Leistungen in den Heimspielen zu. In einigen gab es trotz guten Auftritts keine Punkte, aber häufig war der Willinger Trainer mit den Darbietungen auch nicht zufrieden. Das 0:1 gegen Türkgücü Kassel, den übernächsten Gegner, fällt ihm ein, erlitten in der Nachspielzeit nach einem Standard.

SC Willingen will Zuschauer besseren Fußball bieten

„Wir sind unseren Zuschauern etwas schuldig geblieben in dieser Saison. Langsam müssen wir davon etwas zurückzahlen“, hofft Kodra auf einen ansehnlichen Heimauftritt seines Teams, das erst drei Heimspiele gewonnen hat – und zwar nur gegen Vereine, die mit „berg“ enden: Ehrenberg, Johannesberg, Gudensberg. Ein gutes Omen für Eichenzell?

Jedenfalls schätzt Dardan Kodra die morgigen Gäste, die einen Punkt vor den Upländern stehen, hoch ein. „Für mich unerwartet stehen sie so weit unten in der Tabelle. Gemessen am Personal können sie mehr“, so der SCW-Coach, dem der Aufwärtstrend der Sprudelkicker nicht verborgen geblieben ist, nachdem diese in der ersten Saisonhälfte auch coronabedingt einige personelle Engpässe zu überstehen hatten.

Die personellen Engpässe bei den Willingern sind ebenfalls nicht mehr so vehement, auch wenn schon klar ist, dass die Offensivstützen Jonathan Vach und Sebastian Butz in dieser Saison nicht mehr zum Comeback kommen. Von den zuletzt zurückgekehrten Akteuren fehlen diesmal Sören Vogel (krank) und Sean Querl (Studium). (Dirk Schäfer)

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