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Verbandsliga: Willingen will Vellmar die Spielfreude rauben

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Die Willinger Christian Kuhnhenne (hinten) und Jan Henrik Vogel (Nummer 10) halten gemeinsam den Vellmarer Egli Miloshaj auf.
Schwerarbeit: Die Willinger Christian Kuhnhenne (hinten) und Jan Henrik Vogel (Nummer 10) halten gemeinsam den Vellmarer Egli Miloshaj auf. Eine Szene aus der vergangenen Saison, das Spiel endete 2:2. © Artur Worobiow

Das 4:1 des SC Willingen in Ehrenberg war ein Sieg gegen die Ergebniskrise. Es hat die Stimmung gehoben, in der Tabelle der Verbandsliga aber kaum Spuren hinterlassen. Deshalb steht der SCW auch gegen Vellmar in der Pflicht.

Willingen - Es sei „noch gar nichts erreicht“, sagt Trainer Dardan Kodra. Das klingt brutal, ist aber die Wahrheit. Im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den OSC wird sich deshalb zeigen, ob der jüngste „Dreier“ nicht nur wichtig war, sondern auch „richtungsweisend“ gewesen ist, wie Kodra sagt. Einfach: Ob die Upländer das dritte Mal hintereinander punkten können.

Vellmar, also. Eine Liga-Größe, der gerade etwas die Größe fehlt. Platz neun und 14 Punkte nach zehn Spielen sind eine mäßige Zwischenbilanz für eine Mannschaft, die auf einen der ersten drei Ränge strebt. Er sei vom Saisonstart des OSC überrascht gewesen, sagt Kodra. Zumal die Mannschaft „eigentlich an Qualität gewonnen hat“. Durch Abwehrspieler Onur Büyükata zum Beispiel oder Torjäger Enver Maslak (beide von Türkgücü Kassel), der immerhin bisher acht Treffer erzielt hat.

Kodra: Jungs gehen mit der richtigen Einstellung zu Werke

„Eine Mannschaft, die sehr gerne den Ball hat“, sagt Kodra über die Gäste. Manchmal übertreibe sie den Ballbesitz und verliere das Ziel aus den Augen. „Wenn du sie machen lässt, spielen sie dich aus.“ Deshalb will der Trainer, dass sein Team dem Gegner konsequent die Spielfreude raubt.

Beim letztem Treffen am 20. Mai gelang das dem SCW mit einem 3:2-Sieg in Vellmar prima. Allerdings stand da nichts weiter auf dem Spiel. Das ist am Sonntag anders. „Wir sind auf einem Abstiegsplatz, das muss jedem bewusst sein“, sagt Kodra. Ist es auch. „Die Spiele gegen Bad Soden (2:2) und in Ehrenberg haben gezeigt, dass die Jungs mit der richtigen Einstellung zu Werke gehen.“

Fynn Butterweck wieder im Kader

Aber Mentalität, Einsatz und Kampfkraft reichen in dieser Liga mit der vielleicht höchsten Leistungsdichte der vergangenen Jahre allein nicht aus. Man müsse auch die fußballerischen Mittel haben, betont Kodra: „Das ist, und das ist nicht despektierlich gemeint, was anderes als Kreisliga A.“ Wenn Kodra mit solchen Sätzen die Spieler zu höchster Leistung anspornen kann: gut so, Er glaubt ja an ihre Fähigkeit, 100 Prozent einzusetzen. „Deshalb rechnen wir uns gegen stärkere Gegner immer was aus.“

Da Fynn Butterweck, anders als zuletzt, vermutlich wieder im Kader steht, hat das Willinger Trainerteam eine Option mehr als vor einer Woche. Aus der Reserve sollen diesmal Jan Theiß und Stephan Bonacker aushelfen. (Gerhard Menkel)

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