4:3 bei der FSG Gudensberg

Willingen dreht 1:3-Rückstand noch zum Sieg

Porträt Nick Bärenfänger
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Erstes Saisontor: Nick Bärenfänger erzielt den Anschluss zum 2:3 für Willingen.

Der SC Willingen kann Abstiegskampf. Eine Woche nach dem 6:0 über johannesberg ließ der Verbandsligist ein ebenso wichtiges 4:3 bei der FSG Gudensberg folgen. Im Spiel war eine Extraportion Drama.

Gudensberg - Dardan Kodra sind wieder mindestens so viele Steine vom Herzen wie Treffer in dieser Begegnung gefallen. Noch kurz nach der Halbzeit musste der Willinger Trainer im zweiten Kick gegen einen Abstiegskandidaten innerhalb von acht Tagen einen Rückschlag in Betracht ziehen. In der 48. Minute hatte Lukas Illian per Strafstoß auf 3:1 gestellt. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich da nicht nervös geworden bin“, sagte er.

Doch seine Mannschaft, den Gastgebern spielerisch hoch überlegen, besaß die Mittel und das Abschlussvermögen, die Begegnung zu drehen. „Die Jungs haben den Abstiegskampf angenommen“ , lobte Kodra die Einstellung der Spieler. Und: „Wir hatten über weite Strecken die bessere Spielanlage. Die Mannschaft hat sich mit Geduld den Gegner zurechtgelegt.“

FSG ganz auf Konter und Defensive aus

Diese Geduld war erforderlich, weil Gudensberg konsequent auf Defensive gepolt, aber immer in der Lage war, über den schnellen Can Rommel und Spitze Tom Siebert Hochgeschwindigkeitskonter zu fahren. Dabei erreichte die FSG vor der Pause eine Erfolgsquote von einhundert Prozent.

Die erste gute Aktion ging zwar vom SCW aus, Jonathan Vach brachte einen Freistoß aufs Tor, den Keeper Maurice Sauer parierte (5.). Doch dann schon die Führung für den Rangvorletzten. Nach einem Ballverlust von Jan-Niklas Albers an der Mittellinie machte sich Philipp Göttig über rechts auf den Weg, passte zu Tom Siebert, der sofort Richtung Tor ging und aus acht Meter knallhart abschloss.

Unstrittiger Elfmeter führt zum 3:1

Das 1:0 aus der 9. Spielminute hielt zwar nur fünf Minuten, weil Fynn Butterweck mit einem herrlichen Pass Vach fand, der aus der Drehung aus 16 Metern zum 1:1 traf. Doch nach einer blitzschnellen Kombination mit drei Kontakten und Göttigs Hereingabe lenkte Siebert den Ball mit der Fußspitze aus fünf, sechs Metern ins untere Toreck (20.). 2;1.

Willingen hatte weiter viel mehr Ballbesitz als der Gegner, spielte sich aber auch nur noch eine Chance gegen die dichte Deckung der Gastgeber heraus: Florian Heine zog nach Vachs Zuspiel aus spitzem Winkel ab, Sauer lenkte den Ball zur Ecke (27.).

Drei Minuten nach Wiederbeginn startete Gudensberg wieder einen dieser flotten Vorstöße, Keeper Yannick Wilke war einen Tick zu spät und brachte seinen Gegenspieler zu Fall; der Elfmeter war unstrittig.

Bärenfänger erzielt sein erstes Saisontor

Den dritten Gegentreffer steckten die Willinger gut weg, er zeigte keine große Wirkung. Schon fünf Minuten danach gelang Nick Bärenfänger der Ausgleich. Im Gewühl vor dem FSG-Tor drehte er sich und traf aus acht, neun Metern zum Anschluss. Dann: der Auftritt Jan-Henrik Vogel. Er jagte einen Freistoß aus 18 Metern zum Ausgleich ins Tor; ihm half dabei, dass die Gudensberger Mauer den Ball leicht abfälschte (65.).

Die FSG war vollends im Verteidigungsmodus, sie erspielte sich keine weitere Tormöglichkeit. Der SCW wollte mehr als diesen einen Punkt, mit dem Kodra wegen des Spielverlaufs nicht mal unzufrieden gewesen wäre. Es klappte, weil die „Goddelsheimer Achse“ abermals trug. In der 88. Minute ging Butterweck über links dynamisch nach vorn, spielte den Ball in die Box, wo Vach aus acht Metern mit einem Drehschuss auf 4:3 für sein Team stellte.

Die lange Nachspielzeit kostete die Gäste neben Nerven auch einen Spieler: Christian Kuhnhenne quittierte für wiederholtes Foulspiel die Gelb-Rote Karte und fehlt nächsten Mittwoch im Kreispokal in Höringhausen. Mit dem den dritten Saisonsieg verließ Willingen die Abstiegsplätze zumindest bis zu den Sonntagsspielen.

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