1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional

Bloß nicht blenden lassen: Willingen erwartet am Mittwoch den Überraschungs-Letzten Lichtenau

Erstellt:

Von: Gerhard Menkel

Kommentare

Zweikampf zweier zentraler Spieler: Jan Henrik Vogel vom SC Willingen (rechts) hat gegen Lichtenaus Spielertrainer Alexandru Cucu beim 2:2 im Vorjahr den Ball am Fuß. Hinten rechts Matthias Bott.
Zweikampf zweier zentraler Spieler: Jan Henrik Vogel vom SC Willingen (rechts) hat gegen Lichtenaus Spielertrainer Alexandru Cucu beim 2:2 im Vorjahr den Ball am Fuß. Hinten rechts Matthias Bott. © Artur Worobiow

Der Tabellenletzte im Uplandstadion – da gehen bei Dardan Kodra die Warnleuchten an. Denn das Schlusslicht, das an diesem Mittwoch (19 Uhr) beim SC Willingen antritt, ist der Lichtenauer FV.

Und der, da ist sich der SCW-Trainer ganz sicher, hat im Tabellenkeller der Fußball-Verbandsliga Nord eigentlich nichts zu suchen.„Mich überrascht, dass sie so weit unten stehen“, sagt Kodra. Er hält die Null, die nach drei Partien bei den Gästen aus Hessisch Lichtenau steht (Torverhältnis 1:8), folglich nur für eine Momentaufnahme. „Wir dürfen uns von der Tabellensituation nicht blenden lassen“, sagt er klipp und klar.

Die Ansprüche des LFV gehen in die entgegengesetzte Richtung, und der Kader des Gegners gibt einen Platz im Obergeschoss der Tabelle auch her. Zwar habe der Verein beispielsweise in Jan Kaufmann einen exzellenten Mittelfeldspieler verloren, in Leon Koch und Malte Urban (vom SSV Sand) andrerseits auch gute Verbandsliga-Spieler geholt, sagt Kodra. Dazu kam mit Arcadie Rusu ein weiterer Moldawier (der sechste) zum LFV.

SC Willingen: Trainer Kodra will aggressive Zweikämfe

Vielleicht lag es an der Sperre von Alexandru Cucu, gemeinsam mit Eduard Grosu Spielertrainer der Lichtenauer. Kodra hält den 34-Jährigen, der mit seinem Heimatklub Zimbru Chisinau 2012 einen Kurzeinsatz in der Qualifikation zur Europa League vorweist, für einen der besten zentralen Mittelfeldspieler der Liga. Cucu kehrt in den Kader zurück.

Kodra setzt darauf, dass seine Mannschaft an die zweite Hälfte des 1:2 in Dörnberg anknüpft. Nach taktischer Umstellung dominierte sie den FSV 45 Minuten lang, kam aber gegen den sehr stark verteidigenden Gegner nur einmal durch. „Wir müssen aggressiv in die Zweikämpfe gehen und von der ersten Sekunde an da sein“, gibt der SCW-Trainer seinen Spielern mit auf Weg. „Dazu müssen wir die Konter, die wir bekommen werden, konsequent zu Ende spielen.“

Wilinger haben in der Liga gegen Lichtenau bisher noch nicht verloren

Was der Übungsleiter unbedingt verhindern will: dass die Lichtenauer, wie er sagt, ins Laufen kommen. „Dann können sie einen an die Wand spielen.“ Das ist ihnen gegen die Upländer bisher einmal, beim 5:2 im Hessenpokal 2020, gelungen. Von den drei Ligaspielen gewann der SCW zwei, eins endete remis. „Wir hatten aber immer große Schwierigkeiten, den Gegner zu bespielen“, erinnert sich Kodra an hochintensive Duelle.

Zum Personalstand gibt es solche und solche Nachrichten. Aus beruflichen Gründen fehlt Tim Albrecht, bisher in der Abwehr eine Bank. Dafür steht Fynn Butterweck wieder im Aufgebot. Ein Fragezeichen setzt Kodra hinter den Einsatz von „Sechser“ Christian Kuhnhenne, den eine Schienbeinreizung plagt.

Drei Spiele, null Punkte: Beim Lichtenauer FV sind sie gerade irritiert, „Wir befinden uns derzeit in einer Situation, die ich so nicht kenne. Jedenfalls kann ich mich nicht an drei Niederlagen in Folge in der jüngeren Vergangenheit erinnern“, sagt Erkan Kilci, der Sportlicher Leiter. Er sieht seine Mannschaft in den nächsten Begegnungen schon ein bisschen unter Zugzwang. (Gerhard Menkel)

Auch interessant

Kommentare