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Lieber wollen statt müssen: Willingen stemmt sich gegen Gudensberg und brenzlige Wochen

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Mit Haken und Ösen: Enes Salkovic (Mitte) wird hier beim 4:1-Erfolg des CSC 03 von den Willingern Jan Henrik Vogel (links) und Matthias Bott attackiert. Die SCW-Routiniers wollen gegen Gudensberg nicht nur in Zweikämpfen besser dran sein.
Mit Haken und Ösen: Enes Salkovic (Mitte) wird hier beim 4:1-Erfolg des CSC 03 von den Willingern Jan Henrik Vogel (links) und Matthias Bott attackiert. Die SCW-Routiniers wollen gegen Gudensberg nicht nur in Zweikämpfen besser dran sein. © Pia Malmus

In Lichtenau überrascht, aber drei von vier Spielen im neuen Jahr verloren: Der SC Willingen 2022 ist noch ausbaufähig – fußballerisch und vor allem zahlenmäßig.

Willingen – Der arg dezimierte Kader steht im April in der Verbandsliga Nord vor vier Auswärtsaufgaben. Da ist klar, dass der Druck vor dem einzigen Heimspiel enorm ist, vor allem, wenn der Gegner Vorletzter ist. Am morgigen Samstag (16 Uhr, Uplandstadion) ist die FSG Gudensberg zu Gast, für die der SCW kein Aufbaugegner sein will.

Dardan Kodra scheut sich aber davor, die Daumenschrauben anzuziehen. „Das Wort müssen nehme ich nicht so gerne in den Mund“, gibt der Willinger Trainer zu. Gleichwohl weiß er, dass nach dem Kann-Spiel am Mittwoch beim CSC 03 nun ein Muss-Spiel dran ist.

1:4 beim Tabellenführer in Kassel – damit kann Kodra leben‘, zumal die personellen Umstände wenig beneidenswert waren: A-Junior Justin Kesper erstmals in der Startelf, Yasin Dogan als Kaltstarter direkt nach langer Verletzung ebenfalls; Mittelfeldlenker Matthias Bott in der Innenverteidigung. „So gesehen haben wir das Spiel recht lange offen gehalten, zumal wir auf das 2:3 gedrängt hatten“, meint Kodra, der auch vor dem wichtigen Kellerduell noch weit von seiner Stammelf entfernt ist.

In der Offensive fehlen in Jonathan Vach und Sebastian Butz schon länger zwei Akteure, mit denen der SCW torgefährlicher wäre. Die Abwehr – zweimal vier Gegentore zuletzt – ist anfälliger geworden im Zuge der ständigen Personalrochaden. Im schlechtesten Fall fehlt morgen eine ganze Elf, denn mit den vier an Corona erkrankten Spielern plant Kodra noch nicht. Immerhin: Tom Friedrich wollte im Abschlusstraining versuchen, wieder einzusteigen, ebenso der zuletzt noch nicht fitte Jan Albers. Und vom am Mittwoch verletzt ausgewechselten Florian Heine hat Kodra Entwarnung bekommen.

FSG Gudensberg: Trainer Fröhlich verlängert

„Fürs Jammern bekommen wir nichts“, sagt der Willinger Coach; zumal er Erwartungen an das wichtige Heimspiel hat. „Engpässe hin oder her. Unser Anspruch kann es nur sein, zu gewinnen“, blickt der Trainer nach vorn. Das mit dem „müssen“ könne seine Mannschaft selbst umgehen, wenn sie die richtige Einstellung mitbringe. „Dann ist ein gewinnen wollen.“

Einen Kraftakt wie im Hinspiel (4:3 nach 1:3-Rückstand) dürften die angeschlagenen Wilinger wohl nicht erneut hinkriegen. Zumal Kodra die Gudensberger, die im Hinspiel mit ihren Flügelspiel dem SCW arge Probleme bereiteten, nicht am Tabellenplatz misst. „Des Trainers Handschrift ist klar erkennbar. Durch ihn ist die FSG taktisch cleverer und macht viel aus ihren Möglichkeiten, vor allem über das Kollektiv“, lobt der Upländer Coach seinen Kollegen Andre Fröhlich.

Der hat gerade seinen Vertrag verlängert und erhofft sich damit ein Signal im Abstiegskampf, den der Aufsteiger von 2020 trotz erst 14 Punkten – Willingen hat 20 – noch längst nicht aufgegeben hat. (schä)

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