Vereinsvertretersitzung des Fußballkreises Waldeck in Eppe

Neue Anstoßzeiten in den Kreisligen 

Vereinsvertretersitzung des Fußballkreises Waldeck in Eppe
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Ein Geschenk auf das jeder gern verzichten würde: Die Teilnehmer der Vereinsvertretersitzung des Fußballkreises Waldeck in Eppe erhielten ein rote Paket vom Hessischen Fußballverband in dem Hygiene-Artikel sind, damit der Spielbetrieb ohne coronaische Aufregung ablaufen kann. Foto: rsm

Jeder hat in diesen Corona-Zeiten sein Päckchen zu tragen - auch die Amateurkicker im Fußballkreis Waldeck.

Und so bekam jeder Teilnehmer der Vereinsvertretersitzung, die gestern in der Aartalhalle in Eppe mit ausreichend Abstand stattfand, gleich zu Beginn ein rotes, schuhkartongroßes Paket in die Hand gedrückt: das Hygieneset des Hessischen Fußballverbandes.

Darin sind fast alle Zutaten für ein funktionierendes Hygienekonzept enthalten, das ein Verein erstellen muss, damit ein Spiel auf seinem Platz stattfinden kann. „Wir müssen lernen, mit dem Virus umzugehen“ forderte Kreisfußballwart Gottfried Henkelmann die Delegierten der Kreisoberliga und der Kreisligen A, B und C auf, diese Maßnahmen erst zu nehmen. Er wies daraufhin, dass er von jedem Verein die schriftliche Bestätigung per Mail (Gottfried.henkelmann@hfv-online.evpost.de) benötige, dass ein Hygienekonzept vorliege.

Wer dieser Aufforderung nicht nach komme, dürfe auf seinem Sportplatz kein Spiel austragen, warnte der Kreisfußballwart und wies daraufhin, dass der Fortbildungskurs „Erstellen eines Hygienekonzepts“ weiterhin mittwochs angeboten werde.

Corona dreht in der neuen Saison auch an der Uhr. Da zwischen zwei Spielen 30 Minuten Zeit sein muss, um Hygieneregeln umzusetzen, beginnen die Spiele der ersten Mannschaft 15 Minuten später und die der Reserveteams eine Viertelstunde früher als bisher. Die Frage, ob noch genug Schiedsrichter vorhanden seien, beantwortet Henkelmann klipp und klar: „Jedes Spiel wird einen Schiedsrichter haben.“

Schiedsrichter kontrolliert nicht Hygiene 

An dieser Stelle meldete sich der Kreisschiedsrichterobmann Matthias Henkelmann zu Wort um einen Punkt klarzustellen: „Der Schiedsrichter kontrolliert keine Hygienemaßnahmen.“

Er erzählte von einem Anruf eines Referees, der gestern ein Spiel pfeifen sollte, dem dafür aber keine Kabine zur Verfügung gestellt werden sollte. Diese sei weder desinfiziert noch gereinigt, daher solle der Unparteiische schon in seiner Schiedsrichterkleidung am Spielort erscheinen, wurde dem Referee von Vereinsseite aus mitgeteilt.

„So geht es auf keinen Fall, das ist eine Zumutung für den Schiedsrichter“, betonte Matthias Henkelmann. Corona bereitet auch in der Wasserversorgung Schwierigkeiten. Soll der Gastgeber weiterhin den Gästen die Kiste Wasser und die Kiste Bier stellen oder bringen sie künftig ihre eigenen Getränke mit? Darüber stimmte die Versammlung ab mit dem Ergebnis, dass beim Bier alles so bleibt wie bisher und die Gäste künftig ihr eigenes Wasser mitbringen sollen.

Dann kam endlich der Sport zu Wort. Die Meisterehrungen fänden noch statt. Dann zeichnete er die fairsten Mannschaften der vier Ligen aus und überreichten ihnen einen Ball. Das Reserveteam der SG Bad Wildungen/Friedrichstein sah in der Kreisoberliga die wenigsten gelben und roten Karten. 

In der A-Liga war die SG Vöhl/Basdorf/Werbetal das fairste Team, in der B-Liga die SG Adorf/Vasbeck II und in der C-Liga der TSV Strothe II. Nachdem sich Anika Höhn als neue Vereinsservice-Assistentin des Hessischen Fußballverbands für die Kreise Waldeck und Schwalm/Eder vorgestellt hatte, schaute Henkelmann in Zukunft der kommenden Saison. Während die Kreisliga C mit 18 Vereinen eine einfache Runde spielen darf, müssen die anderen Klassen mit Hin- und Rückrunde gespielt werden. „Unsere schöne Richtzahl 15 ist weg“, sagte der Kreisfußballwart und meinte dabei die Anzahl der Teams pro Liga. 

Wer kein Flutlicht hat, verliert Heimrecht 

Und wieder ist Coranona schuld.Da es keine Absteiger gab, werden die Ligen nun voller. Die Kreisoberliga hat nun 17 Teams, zwei mehr als in der vergangenen Saison. „Damit wir wieder auf die 15 kommen wird es in der neuen Spielzeit Absteiger geben“, sagte Henkelmann. Je nachdem wie viele Waldecker Teams aus der Gruppenliga absteigen, bewege sich die Absteigerzahl zwischen eins und vier. In den Kreisliga A und B werden maximal zwei Mannschaftenin den sauren Abstiegsapfel beißen müssen. Und in der C-Liga werde es drei Aufsteiger geben. 

Corona kann auch positive Seiten haben, etwa wenn ein Rotsünder kurz vor dem Saisonabbruch eine relativ lange Sperre erhalten hat. „Er bekommt zwei Spiel Rabatt“, sagte Henkelmann. Dunkle Tage im Fußball wird es in der kommenden Spielzeit auch nicht mehr geben. Denn es muss bei Abendspielen unbedingt ein Flutlicht her. Wer keins hat, der muss sein Heimrecht abgeben. Hat der Gegner auch keine Leuchten soll das Spiel auf Plätzen in der Nachbarorten ausgetragen werden, die ein Flutlicht haben. 

Henkelmann entschuldigte sich bei den Vereinen für diese Regelung, „aber es muss sein, weil wir im Terminkalender keinen Platz mehr haben“. Der Kreisfußballwart beendete die Sitzung mit einem Appell an alle Vereine, die Hygieneregeln einzuhalten. „Ich hoffe, dass uns Corona diesmal nicht wieder einholt. (rsm)

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