Saisonvorschau

VfL Kassel setzt weiter auf die Jugend

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Zuversichtlich: der VfL Kassel mit (hinten von links) Quisem Ben Salem (Trainer 2. Mannschaft), Andreas Nogeitzig (Torwart-Trainer), Florian Peter (spielender Co-Trainer), Afeworki Andezion (Trainer) und den Neuzugängen (vorn von links) Samuel Melake, Julian Döll, Max Stellbogen, Hasan Yildiz und Manuel Wiktor. 

Der VfL Kassel bleibt sich treu. Auch in der kommenden Saison setzt der Fußball-Gruppenligist auf junge Talente. 

Längst haben sich die Kirchditmolder in der Region einen Namen gemacht – und zwar für ihre erfolgreiche Jugendarbeit. Und das ohne ganz großen Geldbeutel.

Die Phrase mit dem verflixten zweiten Jahr scheint überholt und immer mehr einem Mythos gleichzukommen. Trotzdem stellt sich die Frage, wie sich der VfL in seiner zweiten Saison in der Gruppenliga schlagen wird. Ein kurzer Rückblick: Die Euphorie des Aufstiegs war in der vergangenen Spielzeit recht schnell verflogen. Nach mäßigem Start stand das Team von Trainer Afeworki Andezion fünf Spieltage lang auf dem letzten Platz.

„Wir haben damals viel miteinander gesprochen und entschieden, dass wir das zusammen durchziehen“, erinnert sich Andezion. Mit einer Systemumstellung gegen Kleinalmerode kam der Wendepunkt. Von da an machte der VfL mit einer eher zurückhaltenden Spielweise Boden gut und plötzlich stimmten die Ergebnisse.

„Mit dem Abstieg wollen wir in dieser Saison nichts zu tun haben“, erklärt der Übungsleiter, der aber anmerkt, dass die Gruppenliga in dieser Saison nominell stärker besetzt sei. Mit acht neuen Spielern, von denen allein sechs aus der eigenen Jugend kommen, gibt es zumindest genügend frischen Wind in den Reihen.

Was die Mannschaft auszeichne, sei die Kameradschaft. „Wir sind wie eine Familie“, sagt Andezion. Und wie ausgeprägt deren Zusammenhalt ist, könnte am kommenden Wochenende eine entscheidende Rolle spielen. Es geht am ersten Spieltag auswärts gegen Verbandsliga-Absteiger Tuspo Grebenstein. Eine schwierige Aufgabe, die die Kirchditmolder aber selbstbewusst angehen wollen. Ob sie dort forsch oder doch eher zurückhaltender zu Werke gehen, ließ Andezion indes offen. Der große Druck lastet zumindest nicht auf dem VfL.

Von Raphael Wieloch

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