Fußball-Oberliga: RSV 05 schlägt VfL Osnabrück II nach acht sieglosen Spielen mit 4:2

Vier Tore trotz Fan-Protest

+
Starker Auftritt mit starkem Antritt: Göttingens Mazlum Dogan (li.) hängt Osnabrücks Aaron Goldmann und Kapitän Benjamin Möllers (verdeckt) ab. Später traf der offensive Göttinger Mittelofeldmann zum 2:1 gegen den VfL II.

Göttingen. Ja, doch – der RSV Göttingen 05 kann noch gewinnen! Nach acht sieglosen Spielen gab es gestern einen ebenso hochverdienten wie erfrischenden 4:2 (1:0)-Erfolg gegen die zweite Mannschaft des VfL Osnabrück.

„Dass wir gegen die gewinnen, hat keiner erwartet“, war nicht nur Özkan Beyazit als „Mann des Tages“ glücklich über diese späte Rückmeldung der Südniedersachsen nach einer langen Durststrecke.

„Ötze“ Beyazit ragte mit seinem 15. Saisontreffer zur 1:0-Führung und drei Vorlagen zu den weiteren Toren heraus. Wie der Torjäger wurde auch der starke Mazlum Dogan von den nur 275 Zuschauern im Jahnstadion mit viel Beifall bei seiner Auswechslung bedacht. Mit seiner Ankündigung, die 05er zu verlassen (siehe Artikel links), dämpfte Beyazit aber die allgemeine Freude.

05 kontert VfL eiskalt aus

Es war der erste Sieg seit dem 7. April (3:0 gegen Langenhagen) ohne lautstarke Unterstützung. Die rund 50 schwarz-gelb-grünen „Hardcore-Fans“ protestierten mit Schweigen und einem Transparent („Ist es das, was ihr wollt?“), nachdem es im vergangenen Heimspiel eine Schlägerei auf ihrem neuen Standort am Rande der überdachten Tribüne gegeben hatte.

Zu bejubeln hätten sie vor allem Beyazit und Mazlum Dogan gehabt. Dogan hatte nach 20 Minuten die erste 05-Chance, Beyazit nach 37 Minuten die zweite – die gleich zum 1:0 führte: Nach einer Bruns-Ecke leitete Krzysztof Podolczak den Ball weiter, „Ötze“ traf aus fünf Metern.

Osnabrück war auch nach dem Wechsel die spielbestimmende Mannschaft, doch die Göttinger konterten den Gegner auf ihrem eigenen Platz aus. Nach zwei VfL-Möglichkeiten durch Mehmet Kodes und Ricardo Balzis war Niewelers 1:1 nur Ausdruck der Drang- und Druckphase der Gäste. Doch nur 120 Sekunden später fiel VfL-Keeper Zumbeel nach einem Dogan-Schuss aus kurzer Distanz mit dem Ball ins eigene Tor – der erste „Assist“ von Beyazit. Nummer zwei gab’s bei seinem Super-Angriff mit tollem Pass auf Dogan, dessen Vorlage Patric Förtsch nur einzudrücken brauchte. Und die dritte Vorlage nutzte Thorben Rudolph per Abstauber zum 4:1. „Wir haben Osnabrücks Drangphase überstanden, hatten gar keine Zeit einzubrechen“, war Trainer Brinkwerth am Ende happy. „Wenn man nicht tiefer fallen kann, dann klappt’s halt.“ (gsd)

Von Helmut Anschütz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.