Drei Halbfinalisten gesucht - ein Spiel abgesagt

Kreispokal: Hö/Mei empfängt Willingen – Klassiker in Korbach

Klassiker: Oft schon lieferten sich Altenlotheim und Korbach packende Duelle – wie hier im Herbst 2019 am Oberbach, als Nils Backhaus (rechts) und Dominik Klassen in der Luft um den Ball rangen.
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Klassiker: Oft schon lieferten sich Altenlotheim und Korbach packende Duelle – wie hier im Herbst 2019 am Oberbach, als Nils Backhaus (rechts) und Dominik Klassen in der Luft um den Ball rangen.

Ein letztes Mal mittwochs: Mit dem Viertelfinale im Kreispokal geht das kurze, knackige Pokaljahr 2021 für die Fußball-Männer an diesem Mittwoch (Anstoß jeweils 19 Uhr) zu Ende, wobei von vier Begegnungen nur drei übrig bleiben.

Im Mittelpunkt im Kampf ums Halbfinale steht zum einen das Duell erfahrener Pokalmannschaften, wenn die SG Höringhausen/Meineringhausen auf den favorisierten Verbandsligisten SC Willingen trifft.

Ein Match mit Krimi-Potenzial findet auf der Hauer statt, wo der TSV Korbach den ligahöheren TSV Altenlotheim fordert. Der Pokalklassiker David gegen Goliath steigt in Goddelsheim: die SG Fürstenberg/Immighausen empfängt die SG Bad Wildungen/Friedrichstein.

Kreispokal: Volkmarsen kampflos weiter

Nach drei Freilosen in der Runde zuvor steht im Kreispokal auch diesmal ein Halbfinalist bereits vorab fest: Der VfR Volkmarsen gewinnt kampflos gegen die SG Eppe/Nieder-Schleidern, die das Spiel abgesagt hat. „Wir haben zu wenige Spieler für die ganzen Aufgaben diese Woche“, begründet Trainer Björn Emde, dessen Team auch am Freitag und Sonntag in der Liga gefordert ist.

Zu viele Spieler seien angeschlagen, um den Kader jeweils gut durchzumischen. „Wir haben dann überlegt, die zweite Mannschaft nach Volkmarsen zu schicken. Das wollten sich die Spieler aber nicht antun, was ich verstehe“, so Emde. Für die Volkmarser, die wie auch die SG Eppe in Runde zwei ein Freilos hatten, dass sie mit erst einem Sieg im Halbfinale stehen.

Fürstenberg/Immighausen – Bad Wildungen/Friedrichstein. Einige Verletzte und in der Liga wichtigere Aufgaben vor der Brust: Dennoch freuen sich die Lichtenfelser, die zum Auftakt die FSG Buchenberg rauswarfen und danach Freilos hatten, auf das Pokalmatch, das sie mangels Flutlichts in Goddelsheim austragen müssen. „Wir wollen das machen, wie man das in der Regel als unterklassige Mannschaft so macht: Kompakt verteidigen und vorne Nadelstiche setzen“, sagt Till Buckert, Offensivmann und Vorsitzender des SV Fürstenberg.

Und beim Gegner aus der Kurstadt redet man um die Favoritenrolle nicht herum. Die Wildunger werden mit einer gemischten Truppe aus beiden Kadern anriesen. „aber nicht zu wenige aus der Ersten mitbringen“, wie Carsten Laun anmerkt. „Denn wir nehmen das Spiel ernst und wollen nicht, dass es eine Überraschung gibt“, so der Sportvorstand und Trainer der SG-Zweiten. Das Ziel, erneut ein schönes Finale zu spielen wie im August beim Wettbewerb der alten Saison, wolle man nicht aus den Augen verlieren.

TSV/FC Korbach – Altenlotheim. Lässt man das Pokalfinale der alten Saison weg, hat Korbach erst eine Niederlage in der laufenden Saison kassiert, zudem im Pokal viel positive Erfahrung gesammelt. Allerdings nicht im laufenden Kreispokal-Wettbewerb, in dem beide Gegner nicht angetreten waren.

Krasser Außenseiter sind die Hansestädter gegen den Gruppenligisten daher sicher nicht, zumal sie Heimrecht haben. Gut möglich, dass die Altenlotheimer, die vor einem Jahr im Halbfinale 6:2 in Korbach gewannen, mehr als 90 Minuten kämpfen müssen, um einem erneuten Finale näherzukommen.

Trainer Robin Wissemann, dessen Team in der zweiten Pokalrunde die SG Goddelsheim/Münden nach Verlängerung ausschaltete (5:2), muss personell zudem die richtige Balance finden, denn bereits am Samstag werden die Kräfte beim wichtigen Liga-Heimspiel gegen Körle wieder gebraucht.

Höringhausen/Meineringhausen – Willingen (in Höringhausen). Nach dem Sieg im Topspiel in Bad Arolsen (2:0) nach, so Martin Wagner, „sehr guter erster Halbzeit“, ist der Waldecker Pokalsieger gut gerüstet für das Highlight. „Da können sich die Jungs belohnen“, sagt der Hö/Mei-Coach, der weiß, warum sich seine Elf auf das Match freut: „Du kannst fighten, dich präsentieren und auf eine andere Art spielen gegen einen fußballerisch guten Gegner.“

Als echtes Pflichtspiel betrachtet auch Dardan Kodra den Pokalauftritt. Willingens Trainer kündigt an, mit der ersten Mannschaft anzutreten – „weil wir den Pokal definitiv gewinnen wollen“. Den Schwung aus den letzten beiden Verbandsligaspielen wolle man mitnehmen, so Kodra. (Dirk Schäfer)

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