Fußball-Regionalliga: Der SV Wilhelmshaven stellt sich auf Rechtsstreit mit Weltverband ein

Viertligist streitet weiter mit FIFA

Kämpft für den SVW: Sequester Harald Naraschewski, der vor mehr als zehn Jahren die Insolvenz von Göttingen 05 begleitete. Foto: dpa

WILHELMSHAVEN. Der niedersächsische Fußball-Regionalligist SV Wilhelmshaven stellt sich auf einen langen Rechtsstreit mit dem Weltverband FIFA ein. „Was hier passiert, ist schreiendes Unrecht, und wir werden uns dem nicht beugen“, sagte SVW-Justiziar und Aufsichtsratsmitglied Harald Naraschewski. Die FIFA hatte den Viertligisten wegen Transferstreitigkeiten am Ende der laufenden Saison zum Zwangsabstieg verurteilt.

Hintergrund des langjährigen Streits ist die Weigerung des SV Wilhelmshaven, für den ehemaligen Spieler Sergio Sagarzazu Entschädigungszahlungen an dessen frühere Vereine Atletico River Plate und Atletico Excursionistas zu leisten. Die beiden argentinischen Klubs fordern zusammen rund 150 000 Euro für den Spieler, der 2007 nach Wilhelmshaven gewechselt war und dort zehnmal zum Einsatz kam. Der SVW ist nach wie vor davon überzeugt, dass diese Forderung weder mit deutschem noch mit europäischem Recht vereinbar ist.

Die Entscheidung der FIFA wurde dem Verein vor rund drei Wochen zugestellt. „Gegen die FIFA zu opponieren ist wie David gegen Goliath“, sagte der SVW-Vorsitzende Hans Herrnberger. Der Klub wolle dennoch „ein Exempel statuieren“. Am Montag gab der aktuelle Tabellenzwölfte der Regionalliga Nord bekannt, dass er den Rechtsstreit mit der FIFA vorerst nicht vor einem ordentlichen Gericht austragen wolle. „Wir müssen erst die Sportgerichtsbarkeit ausschöpfen“, erläuterte Naraschewski. Der Verein habe eine Beschwerde gegen das Urteil an den Norddeutschen Fußball-Verband gesandt. „Wenn die Beschwerde abgelehnt wird, gehen wir sofort zu einem ordentlichen Gericht“, kündigte Naraschewski an. (dpa/rwx)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.