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0:3 - Wabern weiter sieglos

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Von: Ralf Ohm

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Rettung in höchster Not: Waberns Martin Mühlberger (Mitte) spitzelt Toni Dombai (FSV) den Ball vom Fuß. Johannes Kördel (r.) braucht nicht einzugreifen.
Rettung in höchster Not: Waberns Martin Mühlberger (Mitte) spitzelt Toni Dombai (FSV) den Ball vom Fuß. Johannes Kördel (r.) braucht nicht einzugreifen. © Pressebilder Hahn

Diesmal gab‘s keine Punkte für den Verbandsliga-Aufsteiger. Und Lob erst recht nicht. Nach dem ernüchternden 0:3 (0:2) gegen den FSV Dörnberg muss der TSV Wabern weiter auf seinen ersten Sieg in Hessens zweithöchster Spielklasse warten.

Wabern - „Die bessere Mannschaft hat diesmal gewonnen“, zeigte sich TSV-Trainer Mario Völker als fairer Verlierer. Mit einem Anflug von Ironie, nachdem sich seine Jungs bis dato einige Male als „besser“ präsentiert hatten, ohne dafür belohnt zu werden.

Diesmal nicht. Diesmal enttäuschte der Neuling. Diesmal waren Sippel, Korell, Herpe und Co. in den ersten 20 Minuten „geistig und körperlich überhaupt nicht präsent“ (Völker), diesmal ließen sie sich von einem robusten und taktisch hervorragend eingestellten Gegner frühzeitig den Schneid abkaufen. „Wir haben kompakt und hoch verteidigt und Wabern überhaupt keinen Raum zum Kombinieren gelassen“, lobte FSV-Coach Tobias Hake seine Schützlinge.

Die Folge: Waberns Angriffsmotor kam überhaupt nicht auf Touren, dagegen sorgten die vom zweikampfstarken Gast provozierten Umschaltmomente für dauernde Gefahr vor TSV-Schlussmann Kim Sippel, der für den verhinderten Islam Elgaz einsprang. Schon nach drei Minuten, als er mit einem Reflex Kempers Direktabnahme aus kurzer Distanz entschärfte. Machtlos, obwohl am Ball, war der Ex-Baunataler bei Daubers kunstvoll in den Winkel gezirkelten 25 m-Freistoß (19.).

Waberns sonstige Herrlichkeit blitzte nur bei einer Doppelchance für Martin Mühlberger und Niklas Müller (ein sehenswerter 25 m-Kracher) auf. Beide Male war Dörnbergs Schlussmann Nico Bergner (26.) reaktionsschnell zur Stelle, der ansonsten wenig Arbeit hatte. Die ihm seine Vorderleute abnahmen und dabei auch wunderschön zu kontern wussten. Etwa als sich Florian Müller am rechten Flügel durchsetzte und seine Hereingabe Toni Dombai mit seinem dritten Saisontreffer veredelte (39.). Gefolgt von der Vorentscheidung, als Luca Wendel für sein zweites Foul die Gelb-Rote Karte sah (44.).

Ging da noch was für die arg gerupften Gastgeber? Wenig. Immerhin deutete Fabian Korell mit einem Volleyschuss knapp über das Tor seine Torgefährlichkeit an (52.). Ansonsten verwaltete Dörnberg in Überzahl clever und cool den komfortablen Vorsprung. Immer auch auf Waberns Fehler lauernd. Ein weiterer verlorener zweiter Ball nach einem eigentlich erfolgreichen Klärungsversuch erlaubte Tobias Gunkel einen Flügellauf mit Flanke auf Pascal Kemper, der sich nicht lange bitten ließ (65.).

Immerhin: Das Comeback von Florian Amert, nach 70 Minuten eingewechselt, endete 0:0. Ein schwacher Trost für den erfahrenen Defensivmann, der schon kurz nach dem Schlusspfiff den Blick entschlossen nach vorn richtete.

Herpes Wiedersehen mit Liebermann

„Solche Spiele wie gegen Dörnberg gibt‘s. Das müssen wir ganz schnell abhaken“, appellierte er vor dem nächsten schweren Heimspiel, am kommenden Sonntag um 15 Uhr gegen SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II. Der Rückkehrer ist laut Völker genauso eine Option wie Enes Sezer und Dennis Neumann. Jacob Splietorp wird den verhinderten Niklas Müller ersetzen, Islam Elgaz steht wieder bereit. „Wir müssen mit unseren Kräften haushalten“, sagt der TSV-Trainer nach der zweiten englischen Woche in Folge.

Beim Gast fällt nur der spielende Co.-Trainer Liebermann (Muskelfaserriss im Oberschenkel) aus, so dass Chefcoach Niklas Herget eine reine U 23 aufs Feld schicken wird. Mit Verstärkung aus der ersten Mannschaft: Jonas Jakob (Verteidiger), Yunus Kocak (Mittelfeld) und Arnis Mulaj (Angriff).

„Die Jungs sind gut drauf“, erklärt Peter Liebermann, auch wenn es zuletzt beim 0:0 gegen den SSV Sand einen kleinen Dämpfer gab. Der 30-jährige feiert im Stadion am Reiherwald ein Wiedersehen mit Patrick Herpe (29). Zu einem intensiven Austausch wird es aber wohl erst nach dem Duell kommen. In dem für seinen langjährigen Mannschaftskameraden (u.a. beim 1. FC Schwalmstadt) wesentlich mehr auf dem Spiel steht.

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