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Wabern zieht sich beim 0:2 in Bad Soden gut aus der Affäre

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Von: Ralf Ohm

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Zweimal machtlos: TSV-Schlussmann Islam Elgaz, der ansonsten gar nicht so viel zu tun hatte.
Zweimal machtlos: TSV-Schlussmann Islam Elgaz, der ansonsten gar nicht so viel zu tun hatte. © Richard Kasiewicz

Es hätte schlimmer werden können. Schlimmer als die 0:2 (0:2)-Niederlage, mit der der TSV Wabern halbwegs leben konnte. Schließlich hatte mit der SG Bad Soden einer der Aufstiegsfavoriten das noch sieglose Schlusslicht der Fußball-Verbandsliga zu Gast, das zudem arg ersatzgeschwächt war.

Bad Soden – „Wir haben uns ordentlich verkauft“, stellte Patrick Herpe, Spielertrainer des Aufsteigers, angesichts von fünf Ausfällen und einer engagierten Leistung seiner Mannen durchaus zufrieden fest. Denn: Trotz permanenter Dominanz der Gastgeber hatte Islam Elgaz, wieder für Kim Sippel im Tor, gar nicht soviel zu tun. „Wir haben ganz viel wegverteidigt“, konnte Herpe mit Fug und Recht behaupten. Zweikampffreudig und zweikampfstark machten seine Leute die Räume eng, gewannen diesmal auch viele zweite Bälle, hatten allerdings Probleme beim offensiven Umschalten, „weil die Wege nach vorn einfach sehr lang waren“.

Umso ärgerlicher die zwei, aus Herpes Sicht, „vermeidbaren“ Gegentreffer. Dem ersten, Fiorentinis 14m-Schuss, ging ein Fehlpass im Mittelfeld voraus (11.). Und beim 0:2 (35.) ließen sich die bis dahin so kompakten Gäste aus der Zentrale locken, was Lukas Ehlert (35.) zu seinem vierten Saisontor nutzte. „Wir haben Ball und Gegner gut laufen lassen“, lobte Bad Sodens Trainer Anton Römmich seine Schützlinge, die bis zur Pause durch Ilir Memeti und Marcel Trägler noch hätte erhöhen können.

Das war‘s dann aber auch schon mit der offensiven Herrlichkeit des Favoriten, auf dessen Konto nach dem Wechsel ein einziger Torschuss ging, als Niklas Zeller einen Elfmeter an den Pfosten setzte (63.). Zuvor hatte Jannis Dittmar Daniele Fiorentini im Strafraum gefoult.

Mehr ließ die Elf vom Reiherwald jedoch nicht zu. Taktisch diszipliniert bot sie dem Tabellendritten Paroli, der sich schließlich mit diesem Arbeitssieg zufrieden gab. Der auch dem Neuling Mut machen sollte. Hatte er doch in Bad Soden Moral bewiesen, die gegen die kommenden Gegner auf Augenhöhe (u.a. Ehrenberg und Sand) spielentscheidend sein kann. Und dann sind wohl auch Florian Amert, Fabian Korell, Lennart Klinge und Marius Rohde wieder dabei.

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