Eindrücke vom Re-Start der Fußballer

Vom Glück der Rückkehr auf den Platz

Korbachs Trainer Denny Petersen im Kreise von Spielerinnen, die eine Kräftigungsübung machen
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Kräftigungsübungen zum Reinkommen: Korbachs Trainer Denny Petersen lässt es erst mal locker angehen, hier erklärt er Madleen Wenzel die richtige Haltung.

Endlich wieder Leben auf dem Sportplatz! Bestimmt ein Dutzend Mannschaften aus dem Fußballkreis Waldeck hat die neuen Freiheiten der Corona-Stufe 2 seit Donnerstag zu einem ersten Wiedersehen genutzt.

Korbach - Zwar gilt nach wie vor der aus dem Vorjahr bekannte Katalog von Hygiene- und Abstandsregeln, doch Kicken und Training in Teamstärke erlauben ein Stück Normalität. „Die Freude, dass es wieder losgehen kann, ist riesig, weil wir uns lange nicht gesehen haben. Dazu kommt der Spielspaß, die Bewegung, die jedem guttut und auch das Hinterher, wenn wir endlich wieder mal ein Bierchen zusammen trinken können“, meinte Alexander Oltzov vom TiuS Bad Arolsen.

„Ein schönes Gefühl!“, sagte Patrick Michel vom VfR Volkmarsen bei. „Wir alle haben uns lange nicht sehen können, wenn überhaupt dann über den Bildschirm beim Online-Training.“ Beim Kreisoberligisten hatte Trainer Matthias Wiegand gleich für Donnerstag zum Auftakt eingeladen, 25 Spieler kamen. Das zeige, „dass die Lust auf Fußball bei den Jungs nicht weniger geworden ist“, sagte Michel. Er hoffe, dass das so bleibt, und betonte: „Wir haben alle Bock, dass es bald wieder richtig los geht.“

Bis zu den ersten Punktspielen werden noch mehr als anderthalb Monaten verstreichen Die Frauen haben noch etwas länger Zeit. Denny Petersen, Trainer der Fußballerinnen des TSV Korbach, holte die Seinen trotzdem erstmals am Freitagabend wieder zusammen. Ein lockerer Aufgalopp.

„Man hatte ja schon die ganze Zeit die Erwartung, dass es wieder losgeht. Jetzt kann man gar nicht beschreiben, was das für eine Freunde ist, wieder auf den Platz zu dürfen“, sagte der Trainer des Verbandsligisten. Auch „die Mädels“ seien glücklich, dass es wieder losgehe. „Es hat was gefehlt.“ Zunächst stehe die Rückkehr auf den Platz und der Spaß im Fokus. Tiefer einsteigen will Petersen, wenn er die Termine weiß.

Wie den Wiedereinstieg steuern?

Die Übungsleiter stehen vor einer Aufgabe, die sie so nicht kennen: Wiedereinstieg nach langem Stillstand. „Die Vorbereitung werden wir folglich anders strukturieren als in der Vergangenheit“, sagte Andre Gutmann, einer der beiden Trainer des TuSpo Mengeringhausen. Der Gruppenligist leitete den Re-Start am Freitag ein, und Gutmann bekannte: „Es war ein schönes Gefühl nach so langer Zeit gemeinsam mit der Mannschaft wieder auf dem Platz zu stehen.“

Geht noch: Justin Wäscher vom TuS Arolsen ist beweglich geblieben, sein Kollege Alexander Dotz schaut zu.

Zentral für ihn und seinen Kollegen Oliver Hintschich sei zu Beginn der Vorbereitung, die Spieler „unter Berücksichtigung von fußballspezifischen Bewegungsabläufen“ locker wieder am das Spiel heranzuführen und die Belastung nur allmählich zu erhöhen. Auf Ballgefühl und -beherrschung sowie die spielerische Akzente wollen, sie neben dem Athletiktraining, vor allem den Fokus richten.

Die Trainer legen viel Wert auf ausreichende Ruhephasen und trainingsfreie Tage. Gutmann: „Der Körper muss sich langsam an die Belastung vor Corona gewöhnen, um Verletzungen vorzubeugen.“ (mn)

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