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Korbach souverän, Anraff mit etwas Glück: Finale im Pokal der Frauen steht

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Hoch das Bein: Die Anrafferin Kora Haupt (links) im Zweikampf gegen die Flechtdorferin Katharina Brida.
Hoch das Bein: Die Anrafferin Kora Haupt (links) im Zweikampf gegen die Flechtdorferin Katharina Brida. © Artur Worobiow

Der SV Anraff und der TSV Korbach bestreiten am 4. Juni in Basdorf das Finale im Waldecker Pokal der Fußballfrauen. Anraff gewann mit 2:1 (0:0) in Flechtdorf, Korbach mit 6:0 (2:0) beim SV Ittertal.

TSV Flechtdorf – SV Anraff 1:3 (0:0). Der in der ersten Hälfte überlegene Gruppenligist aus Flechtdorf hatte vor der Pause drei Riesenchancen vergeben. Zunächst schoss Henriette Fieseler nach einer Hereingabe von Alena Stender den Ball völlig frei aus wenigen Metern über das Tor, was schwerer als ein Treffer war (19.). Dann verfehlte Johanna Stender in der gleichen Minute nach einem Torwartfehler von Aushilfskeeperin Saskia Wathling das SVA-Gehäuse. Nach einem völlig missglückten Rückpass von Sarah Martin parierte Wathling dann den Schuss von Katharina Brida (34.).

Erst danach kam der Verbandsligist aus Anraff zu Chancen, doch sowohl Milena Michel (40.) als auch Marie Wiesemann (45.) scheiterten an TSV-Keeperin Denise Drössler. Die hatte dann aber keine Chance, als Michel frei vor ihr auftauchte, sie umdribbelte und zum 1:0 einschob (57.). Fast im Gegenzug traf Fieseler erst die Latte, ehe Celine Paul im Nachschuss aus 20 Metern gegen Wathling erfolgreich war (59.).

Die parierte dann gegen Brida (70.) und Fieseler (74.) beim nun folgenden Schlagabtausch gut. Bei dem zeigte Schiedsrichter Andreas Beyer nach einem Laufduell zwischen Alena Stender und Wiesemann auf den Elfmeterpunkt, was TSV-Trainer Michael Kahl zu Recht erzürnte, während Wiesemann zum 2:1 traf (78.). „Wir sind verpfiffen worden. Das war kein Foul“, sagte der Flechtdorfer Coach. Mit einem sehenswerten Solo über den ganzen Platz machte dann Doreen Kobylka gegen die aufopferungsvoll kämpfenden und aufgerückten Gastgeberinnen den glücklichen SV-Erfolg perfekt (90+2).

„Das war ein 100-Meter-Lauf“, sagte Anraffs Trainer Stefan Bischof, der den Sieg „wegen der Chancen“ verdient fand, „auch wenn Flechtdorf toll dagegengehalten hat“. Das fand auch Kahl. „Dafür zolle ich meinem Team großen Respekt“, sagte er und ärgerte sich über die vergebenen Chancen seiner Elf vor 100 Zuschauern vor allem vor der Pause. (jh)

Nur Augen für den Ball haben Ittertals Sophie Schäfer (rechts) und Carina Jesinghausen, die für Korbach ebenso wie Ronja Buse und Jessica Albers zweimal ins Tor traf.
Nur Augen für den Ball haben Ittertals Sophie Schäfer (rechts) und Carina Jesinghausen, die für Korbach ebenso wie Ronja Buse und Jessica Albers zweimal ins Tor traf. © bb

SV Ittertal – TSV Korbach 0:6 (0:2). Standesgemäß endete das zweite Halbfinale gestern Abend in Dorfitter, wobei sich alle Beteiligten weitgehend einig darin waren, dass A-Ligist Ittertal sich in der fairen Begegnung insgesamt gut aus der Affäre gezogen hat gegen die klar favorisierten Gästespielerinnen. „Ein Ehrentor wäre verdient gewesen“, meinte der SVI-Vorsitzende Axel Bock, und auch Trainer Klaus Hamel war „sehr zufrieden mit dem Auftreten des Teams“.

Erwartungsgemäß spielten die Korbacherinnen überlegen und feierten verdientermaßen den Finaleinzug, zu dem Carina Jesinghausen, Ronja Buse und Jessia Albers jeweils zwei Tore beisteuerten. Jesinghausen nutzte in der 19. Minute eine unglückliche Szene der gegnerischen Defensive zum 0:1, kurz danach schon legte Buse nach (22.).

Die Ittertalerinnen fingen sich aber wieder und hielten dann lange Zeit gut dagegen, das 0:2 hielt bis kurz nach der Pause. Ein erneuter Doppelschlag des TSV durch Buse (54.) und Albers (57.) bedeutete die vorzeitige Entscheidung, zumal man in der Folgezeit den Unterschied von drei Spielklassen auch konditionell sah.

Jesinghausen (75.) und Albers (81.) erhöhten mit ihren Treffern noch auf 6:0 für Korbach und stellten damit auch TSV-Trainer Lutz Forth zufrieden, dessen Team zu keiner Zeit ums Finale bangen musste.  (schä)

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