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Waldecker Pokal: Korbach will erstmals den Pott, Arolsen nach zehn Jahren wieder

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Von: Dirk Schäfer

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Da flog der Deckel weg: Die SG Höring-/Meineringhausen beim Pokaljubel 2021. Wer jubelt diesmal?
Da flog der Deckel weg: Die SG Höring-/Meineringhausen beim Pokaljubel 2021. Wer jubelt diesmal? © malafo

Höchster Feiertag für Waldecks Fußballer: In Basdorf steigen am Pfingstsamstag die Endspiele um den Waldecker Pokal der Saison 2021/22. Abschluss ist das Finale der Männer um 17 Uhr.

Wird das das erfolgreichste Jahr der Fußballer des TSV Korbach? Oder feiern diesmal die anderen? Zwei Fragen, die den Kampf um den „Pott“ umreißen, der auf dem Basdorfer Sportplatz zweimal vergeben wird. Die Männer des TSV, im Verbund mit dem FC, ringen um die Krönung einer schon jetzt erfolgreichen Saison. Nach Platz eins und Aufstieg der beiden Seniorenteams in Kreisoberliga und B-Liga wäre ein Sieg im Endspiel gegen den TuS Bad Arolsen quasi das „Triple“.

Der Gegner, ebenfalls in der KOL zu Hause, hat die Rolle des Spielverderbers in spe. Um Platz drei spielen zur Eröffnung des Finaltages, den der FSV Basdorf zum 100-jährigen Jubiläum ausrichtet, die SG Eppe/Nieder-Schleidern und die SG Wesetal. Auch bei der Vergabe des Pokals der Frauen redet der TSV Korbach mit. Er trifft auf den SV Anraff (beide Verbandsliga Nord

Das Finale: Liegt der Druck nur bei Korbach?

TSV/FC Korbach – TuS Bad Arolsen. Zweiter der Vorrunde gegen Zehnter der Vorrunde in der KOL, oder: Sieger der Aufstiegsrunde gegen Fünfter der Abstiegsrunde – so sieht das Finale ganz nüchtern aus. Auch könnte man sagen: Souveräner Gruppenliga-Aufsteiger im Höhenflug gegen knapp gescheiterten „Verlierer der Saison“. So bezeichnete vor einiger Zeit TuS-Vorsitzender Carsten Strippel mal die Arolser, die die Spielzeit sehr stark begannen, dann hauchdünn die Aufstiegsrunde verpassten und mit einem wenig motivierenden Frühjahr Vorlieb nehmen müssen. Da wäre der Pokalsieg ein versöhnlicher Abschluss.

Torsten Mähl indes hofft, dass seine Elf die System wieder voll hochfahren kann, nachdem es auch personell wieder besser aussieht. Bis auf einen verletzten Stammspieler sei der Kader gut bestückt, meint der Trainer der Bad Arolser, der ein passendes Abschiedsspiel bekommt nach seiner langjährigen Arbeit als Jugend- und Seniorencoach. „Für uns ist die Finalteilnahme ein großer Erfolg. Wir haben einige Mannschaften hinter uns gelassen“, so Mähl, dessen Team unter anderem Adorf/Vasbeck in der ersten Runde in der Verlängerung ausgeschaltet hatte.

Wie begossene Pudel standen die Korbacher Spieler nach der 1:3-Niederlage gegen „Hö/Mei“ im Finale 2021 im Regen von Anraff. Das soll nicht wieder passieren.
Wie begossene Pudel standen die Korbacher Spieler nach der 1:3-Niederlage gegen „Hö/Mei“ im Finale 2021 im Regen von Anraff. Das soll nicht wieder passieren. © malafo

Korbach ist für den TuS-Trainer absoluter Favorit. „Sie haben einen grandiosen Lauf und wollen jetzt den maximalen Erfolg.“ Also gehe seine Elf mit „Demut und Bedacht“ in das Spiel – „aber nicht mit der Maßgabe, nur Zweiter werden zu wollen. In jedem Wettkampf gibt es immer Möglichkeiten, die müssen wir konsequent nutzen. Vielleicht ist das Spielglück auf der Seite des Außenseiters.“

Während die Arolser ohne Druck die KOL-Saison ausklingen lassen konnten, war der TSV/FC Korbach trotz zahlreicher überzeugender Auftritte bis zum vorletzten Spiel gefordert, ehe der Aufstieg fest stand. „Die Meisterschaft hatte natürlich Priorität und wurde gebührend gefeiert. Das Pokalfinale soll das Sahnehäubchen der Saison werden“, sagt Trainer Uwe Tenbusch.

Freude übers Finale war der Torjubel der Arolser Kevin Pascal (links) und Lee Roy Peeters im Halbfinale gegen Eppe. Der SG um Christian Göbel (hinten rechts) bleibt nur das kleine Finale.
Freude übers Finale war der Torjubel der Arolser Kevin Pascal (links) und Lee Roy Peeters im Halbfinale gegen Eppe. Der SG um Christian Göbel (hinten rechts) bleibt nur das kleine Finale. © malafo

Er kann gegenüber dem 1:3 im Vorjahr gegen „Hö/Mei“ auf den nahezu identischen Kader bauen, aber auf eine Truppe, die seitdem stetig reifer geworden ist und wohl mehr Gefahr verursachen dürfte als beim Finale 2021. „Die Mannschaft hat durch den Aufstieg keinerlei Erfolgsdruck und kann die schöne Kulisse genießen“, meint Tenbusch – ob das die Spieler auch so sehen?

Nicht sehen können das Endspiel die ganz Jungen im TSV-Kader, da sich die A-Jugend auf einer Mannschaftsfahrt befindet. „Wir haben dennoch eine schlagkräftige Truppe“, so Tenbusch.

Das Spiel um Platz drei

SG Eppe/Nieder-Schleidern – SG Wesetal. Zwei Teams, die sich in der KOL achtbar schlugen, haben es ins „Vorprogramm“ der Pottvergabe geschafft. Eine Belohnung – beim Pokalzweiten von 2018 für den starken Endspurt in der Abstiegsrunde, die trotz Personalproblemen mit dem Ligaerhalt endete; bei den Wesetalern für den unerwarteten Einzug in die Aufstiegsrunde.

Das Trainerduo will sich mit einem Sieg verabschieden – Christian Schwalm pausiert, Daniel Döring fängt im Sommer als Coach bei Gruppenligist SG Brunslar/Wolfershausen an.  (schä)

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