Wenn er fit ist, dreht er auf

FC Niemetals Spielführer Dennis Kleinhans ist bei seinem Heimatverein angekommen

Dennis Kleinhans (rechts) führt den Ball
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Dynamisch: Dennis Kleinhans (rechts) traf gegen Dransfeld zweimal.

Seit gut drei Jahren kickt Dennis Kleinhans nun für den FC Niemetal und ist als Spielführer ein Fixpunkt im System von Trainer Sebastian Gundelach.

Imbsen – Der 3:1-Heimsieg im Derby gegen Dransfeld am 25. Oktober war für die Fußballer des FC Niemetal der vorerst letzte Einsatz in dieser Corona-Saison. Mannschaftskapitän Dennis Kleinhans unterstrich dabei mit zwei Treffern seine Bedeutung für das Team aus der 1. Kreisklasse – wenn er fit ist. Denn besonders die abgebrochene Saison 2019/20 war für ihn nicht nur aufgrund des Beginns der Pandemie förmlich zum Vergessen: Kleinhans hatte sich viel vorgenommen, denn im Sommer 2019 war es für ihn mal so gar nicht gelaufen: Schon während der Vorbereitung hatte er sich eine Verletzung zugezogen und konnte erst mit achtwöchiger Verspätung in die Serie starten. Nach nur drei Einwechslungen und dem ersten Einsatz über 90 Minuten streikte der Körper erneut: Muskelfaserriss im Oberschenkel. Danach pausierte er bis zum Winter. Und als es weitergehen sollte, bremste Corona alle Ambitionen aus.

Bis er sich auf dem Platz in seinem Geburtsort Imbsen zeigen konnte, dauerte es: Nach der A-Jugend spielte er zunächst sechs Jahre lang bei Nachbar TSV Jühnde. „Damals hatte ich zu der Mannschaft des FC Niemetal einfach keinen Bezug und in Jühnde hatten wir eine gute Truppe beisammen, mit der es Spaß gemacht hat“, sagt Kleinhans. Als die Perspektive in Jühnde zu schwinden schien, reagierte Kleinhans dann doch auf die Anfrage von Sebastian Gundelach und es ging für ihn in Imbsen weiter.

Den Wechsel hat er nicht bereut, denn mittlerweile herrscht auch beim FCN ein starker Teamgeist. „Da gibt es Freitagabende im Sporthaus, nach denen man erst im Hellen nach Hause kommt“, beschreibt der Kapitän den Zusammenhalt. Zeilweise ging es nach dem Freitagabendtraining mit 15 Leuten nach Göttingen in die eine oder andere Lokalität. Die gemeinsame Freizeitgestaltung ist es auch, die der Mannschaft derzeit im Lockdown extrem fehlt. „Das ist schon nervig für uns. Gerade in den unteren Ligen ist es eine große Motivation, Zeit mit den Kumpels zu verbringen. Das ist bei mir eigentlich der Hauptgrund, warum ich Fußball spiele“, sagt Kleinhans.

Das mag man kaum glauben, wenn man ihn mit seiner dynamischen Spielweise – am liebsten im zentralen Mittelfeld – auf dem Platz sieht. Kleinhans ist ehrgeizig: „Wenn ich auflaufe, will ich auch gewinnen. Natürlich kann man verlieren, aber zumindest muss man alles gegeben haben.“

Vor zwei Jahren löste er Philipp Schlöder als Spielführer ab, der aufgrund von Rückenproblemen aufgehört hat. Kleinhans initiiert gemeinsame Aktionen des Teams. „Die Jungs sprechen mich auch an, wenn sie Probleme haben. Ich vermittle auch mal zwischen Spielern und Trainer.“

Kleinhans dürfte zu den wenigen Akteuren beim FCN gehören, die der aktuellen Wettkampfpause auch Positives abgewinnen können. So blieb viel Zeit, damit es mit seinem Fernstudium im Bereich Gesundheitsmanagement und Marketing vorangehen konnte. Anfang Dezember gab er seine Masterarbeit ab. Darin schrieb er über ein Marketing-Thema, das Sponsoring im E-Sport. „Das würde mich auch beruflich interessieren. Ich habe Kontakt zu Vereinen gehabt und möchte da reinschnuppern. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, um in diesem Bereich zu arbeiten.“

Und wie sehen die sportlichen Erwartungen aus? Besteht Hoffnung für Fußballspiele im Frühjahr? „Natürlich würde ich mich freuen, aber ich sehe es als schwierig an“, meint Dennis Kleinhans. „Uns bleibt leider nur, weiter geduldig zu bleiben und abzuwarten.“ Manuel Brandenstein

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