Was war denn da los? SVH Kassel sagt Spiel ab – obwohl alles schon vorbereitet war

Wenn plötzlich alle krank sind

Schönen Nachmittag gemacht: Thomas Hühner (FSV).

Kassel. Die Bratwürste lagen bereit, für Glühwein war gesorgt. Und auch darüber hinaus lief bei Fußball-Kreisoberligist FSV Kassel vor dem Heimspiel gegen die SVH Kassel alles gemäß der üblichen Routine. Sogar drei Gästespieler waren schon eingetroffen, als der gewohnte Ablauf jäh gestoppt wurde. Peter Hahn, Abteilungsleiter der Harleshäuser, teilte rund eineinhalb Stunden vor der geplanten Anstoßzeit telefonisch mit, dass der Aufsteiger aufgrund von Personalmangel nicht antreten könne.

Aber wieso und warum so kurzfristig? „Wir hatten einen plötzlichen Krankheitsausbruch. Am Vormittag haben so viele Spieler abgesagt, dass wir nur noch zu zehnt gewesen wären“, erläuterte Spielertrainer Alexander Remus. Adäquater Ersatz habe nicht mehr gefunden werden können: „Weil das Spiel der zweiten Mannschaft schon am Freitag abgesetzt wurde, hatten deren Jungs andere Pläne und waren nicht zu erreichen.“

Der in Kenntnis gesetzte Kreisfußballwart Günter Schneider reagierte umgehend und wertete die Partie mit 3:0 für die Forstfelder.

Remus selbst bedauert den Ausfall. „Wir hätten gern gespielt und den Elan aus den beiden letzten gewonnenen Begegnungen mitgenommen“, sah sich der Trainer ausgebremst. Zumal nun die wichtige Partie gegen Wilhelmshöhe ansteht. Zudem verspürte Remus Unbehagen: „Ich finde die Absage schon ein bisschen peinlich. Es geht ja nicht um die Kreisliga B, der Anspruch ist ein anderer.“

Sein Bedauern äußerte auch Thomas Hühner. „Wir sind Fußballer und hätten natürlich lieber gespielt“, sagte der FSV-Trainer. Ihm dienten zumindest die drei Zähler, mit denen seine Mannschaft dem Spitzenduo NK Hajduk und SV Kaufungen auf den Fersen blieb, als Trostpflaster.

So fuhren die Harleshäuser Ralf Ludloff, Jannik Huber und Felix Klaus unverrichteter Dinge zurück, während die FSVer einen entspannten Nachmittag genossen. Der Glühwein wurde zwar nicht angesetzt, die Bratwürste aber ließen sie sich schmecken. Und schauten sich das Spitzenduell der Kontrahenten auf den Waldauer Wiesen an.

Von Wolfgang Bauscher

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.