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SC Willingen: Mehr Personal fürs erste Heimspiel gegen Johannesberg

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Von: Gerhard Menkel

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Brennt auf sein erstes Punktspiel in der neuen Saison: Sean Querl (rechts), der zum Willinger Auftakt in Bronnzell privat verhindert war.
Brennt auf sein erstes Punktspiel in der neuen Saison: Sean Querl (rechts), der zum Willinger Auftakt in Bronnzell privat verhindert war. © Artur Worobiow

Der SC Willingen nahm in den vergangenen Wochen, so schien es, mehr Personal- und Gesundheitsthemen durch als Fragen von Spiel und Taktik. Richtig war der Eindruck nicht.

Jedenfalls haben Trainer Dardan Kodra und sein Team beim Fußball-Verbandsligisten sehr wohl die Idee verfolgt, die Mannschaft zum Beispiel weniger berechenbar zu machen. Vielleicht wird man am Sonntag (14 Uhr) gegen die SG Johannesberg im ersten Heimspiel der Saison davon schon etwas zu sehen bekommen.

„Wir wollen diese Saison flexibler sein und mehr Überraschungsmomente für den Gegner generieren, damit der sich nicht so leicht auf uns einstellen kann“, so umreißt Kodra die im Werden begriffene taktische Neuausrichtung. Sie folgt seiner Beobachtung, dass man in der Vorsaison am einmal aufgestellten Matchplan mitunter zu starr festgehalten habe, das eigene Spiel durchschaubar geworden sei. Gegen Bronnzell habe das mit der neuen Idee „schon ganz gut geklappt“.

SC Willingen: Trainer Kodra kehrt zur Viererkette zurück

Damit ist nicht die Dreierkette gemeint, die beim Auftakt-2:2 abriegelte. Sie war dem Personalstand geschuldet. Im Startspiel stand ein Reservespieler in der Anfangself (Ernst-Constantin Kesper), einer saß auf der Bank (Felix Gierse), ebenso zwei angeschlagene Akteure der „Ersten“ (Eric Kroll, Nick Bärenfänger). „Wenn man das alles berücksichtigt, haben wir da schon ein ordentliches Spiel gemacht“, findet Kodra. Am Sonntag wird er wohl wieder zum Viererverbund zurückkehren, weil er mehr Personal hat.

Jan-Niklas Albers und Sean Querl sind wieder dabei, Fynn Butterweck hat nach seinen Leistenproblemen wieder trainiert, Eric Kroll macht Fortschritte, und womöglich steht Justin Kesper ebenfalls im Kader. „Die Situation ist auf jeden Fall einen Ticken besser als am ersten Spieltag“, sagt Kodra.

Das könnte entscheidend sein. Der Trainer erwartet gegen Johannesberg „ein ganz anderes Spiel“ als in Bronnzell. Auf den SCW komme eine gefestigtere Mannschaft zu, „mit einem Trainer, der da eine gewisse Spielidee reingebracht hat“. Die Personalien dazu genommen, glaubt Kodra, dass die SGJ stärker einzuschätzen sei als in der alten Saison.

Ein Willinger 6:0 wie im letzten Oktober ist gewiss nicht zu erwarten. Nach der Packung erklärte SG-Trainer Zeljko Karamatic an Ort und Stelle seinen Rücktritt, ließ sich dann zum Weitermachen überreden, um fünf Wochen später wirklich hinzuwerfen. Unter seinem Nachfolger Anton Balz hat sich die Mannschaft stabilisiert. (Gerhard Menkel)

SG Johannesberg: Neuzugang Wolf mit gutem Einstand

Der kommende Willinger Gegner hat im Uplandstadion eine kleine Serie zu verteidigen. Nach dem 4:2-Sieg am ersten Spieltag über Neuling SG Kleinalmerode ist die SG Johannesberg seit zehn Partien saison-übergreifend ungeschlagen. Ob die zwei Gegentore schon ein Rückschlag für Trainer Anton Balz’ erklärtes Bemühen ist, die Zahl der kassierten Treffer im Vergleich zur Vorsaison (73) deutlich zu reduzieren? Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Balz hat in der Vorbereitung jedenfalls darauf Wert gelegt, das „Spiel gegen den Ball weiter zu verfeinern“, wie er sagte. Ein gutes Athletik- und Krafttraining erhob er außerdem als maßgeblich für eine erfolgreiche neue Runde. Einen sehr guten Einstand gab am vergangenen Sonntag Neuzugang Jan-Henrik Wolf von der FT Fulda, nicht nur wegen seiner zwei Treffer. Kapitän Niklas Odenwald traut ihm zu, dass er in die Rolle des zur SG Bad Soden abgewanderten Spielmachers Niklas Zeller schlüpft. (mn)

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