Kämpfen auch in dieser Spielzeit gegen den Abstieg

SC Willingen: „Schaffen Klassenerhalt“

Muss mit seinem Team die Auswärtsschwäche ablegen: Willingens Trainer Ulrich Schwalenstöcker. Foto: zmp

Willingen. Dass der SC Willingen auch in dieser Saison gegen den Abstieg aus der Fußball-Verbandsliga Nord kämpft, war vor der Saison klar. Überwintert haben die Upländer mit 21 Punkten aus 19 Spielen auf dem Relegationsrang und das in einer Liga, die sich in diesem Jahr sehr ausgeglichen präsentiert.

Die Zielsetzung der Upländer ist klar: Der Klassenerhalt stand und steht ganz oben auf der Wunschliste. „Das Saisonziel haben wir nicht höher gehangen, da wir in der letzten Saison den Klassenerhalt gerade noch auf den letzten Metern erreicht haben“, sagt Trainer Ulrich Schwalenstöcker. Deswegen ist man bei den Upländern mit dem Saisonverlauf zufrieden, auch wenn der SCW im unteren Tabellendrittel liegt. In allen Spielen, bis auf die Partie in Lehnerz, hielt der SCW mit und erzielte knappe Ergebnisse. „Mal hatten wir das glücklichere Ende für uns, mal der Gegner“, blickt Schwalenstöcker zurück.

Alt und Neu

Vor allem spielerisch hat sich der SC Willingen im Vergleich zur Vorsaison gesteigert. Zum einen liegt das an einer insgesamt ausgeglicheneren Liga, zum anderen haben sich die Spieler weiter entwickelt. „Natürlich haben wir davon profitiert, dass wir mit dem kleineren Kader intensiver trainieren konnten“, so Schwalenstöcker. Die meisten Spieler, bis auf die Schichtarbeiter Johannes Hoffmann, Aman Tesfu und Student Steffen Butterweck, waren regelmäßig im Training. Die Neuzugänge Moritz Bäcker, Patrick Plonka und Yannik Wilke waren schnell integriert, das SCW-Trainerteam erwartet, dass sie sich in der Restrunde weiter steigern werden. Außerdem hatte Willingen bislang kaum Verletzungen. Ein Problem: Hin und wieder wurde die Defensivarbeit vernachlässigt, gerade gegen Ende der Hinserie wurden Defizite offensichtlich. Daran soll in der Vorbereitung auf die Restrunde gearbeitet werden. „Dabei wird uns sicherlich der rotgesperrte Philipp Ullbrich in den ersten Spielen schmerzlich fehlen“, sagt Schwalenstöcker.

Licht und Schatten

„Unser Spiel gegen Bad Hersfeld (3:3) war spielerisch schwach, aber von der Torfolge und dem verschossenen Elfmeter in letzter Minute an Spannung nicht zu überbieten“, blickt Schwalenstöcker auf das wohl dramatischste Spiel zurück. In den Partien gegen Sand (1:1), Gilsa/Jesberg/W. (6:1), Lehnerz (0:3) und gegen Schwalmstadt (0:0) hat das Team starke Leistungen gezeigt. Gegen Eichenzell hat der SCW dagegen in der Schlussphase noch einen klaren Vorsprung verspielt. Negativ in Erinnerung blieb auch der Auftritt in Grebenstein. „Der war gegen einen verunsicherten Gegner bescheiden. Lediglich durch einen Elfer in der Schlussminute haben wir ein glückliches Pünktchen mitgenommen“, so der Coach.

Die Prognose

„In der Rückserie müssen wir unsere Auswärtsschwäche mit nur vier Punkten und keinem Sieg schleunigst abstellen, da wir mehr Auswärts- als Heimspiele haben. Natürlich hoffe ich, dass wir von Verletzungen und Sperren verschont bleiben. Unter diesen Voraussetzungen schaffen wir den Klassenerhalt“, gibt sich Schwalenstöcker optimistisch. Es bleibt dennoch abzuwarten, ob sich Willingen von größeren Rückschlägen erholen kann, zumal bei einem langen Winter mit den verbundenen Nachholspielen auch die Belastung für den kleinen Kader wieder sehr groß werden kann. Das Trainerduo Ulrich Schwalenstöcker und Bernd Keindl hat das Team allerdings erkennbar weiter entwickelt und will das Team im Tabellenmittelfeld etablieren. (zbj)

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