Verbandsliga:

Willinger beim 1:1 gegen Gudensberg mit Höhen und Tiefen

Der Gudensberger Can Rommel (rechts) attackiert den Willinger Tom Friedrich.
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Zur Grätsche angesetzt: Der Gudensberger Can Rommel (rechts) attackiert den Willinger Tom Friedrich.

Beide Seiten mussten mit einem Punkt zufrieden sein, konnten es aber den Spielverlauf nach beide eigentlich nicht. Klar ist, dass der SC Willingen und die FSG Gudensberg nach dem überwiegend von der Spannung lebenden 1:1 (1:1) in der Tabelle der Fußball-Verbandsliga den Blick nur nach unten richten müssen.

„Es war ein Spiel mit Höhen und Tiefen“, meinte SCW-Trainer Rainer Schramme. Zunächst lag der Vorteil bei seiner Elf, aber die Schüsse von Jan-Henrik Vogel (5.), Sebastian Müller (17.) und Eric Kroll (20.) wurden zur Ecke geblockt. Auch deshalb durfte sich Gästecoach Andre Fröhlich freuen, „wir haben mit der ersten guten Aktion gleich das Tor gemacht“. Eine zu kurz abgewehrte Ecke nach einem starken Konter setzte Carlos Rohmann volley aus 20 Metern ins Netz (24.).

Die Willinger waren nun völlig von der Rolle. Gut, dass der erneut überragende Yannick Wilke mit zwei sensationellen Reflexen aus fünf, sechs Metern gegen Nico Döring sein Team im Spiel hielt (25.,27.). „Die muss er eigentlich machen“, haderte Fröhlich angesichts der früh verpassten Vorentscheidung. „Da hat man gesehen, wie fragil unser Gefüge noch ist“, erklärte Schramme die „vogelwilden zehn Minuten“.

Die fußballerischen Mittel der Gudensberger reichten nicht, um weiteren Schaden anzurichten, deshalb beruhigte sich die Partie wieder. Wenn dabei die arrivierten Kräfte der Platzherren zum Kombinieren fanden, dann offenbarten sich gleich einige Schwächen in der FSG-Defensive. Als dann Vogel einen Klasse-Pass in die Schnittstelle der Dreierkette absetzte, konnte Christian Dobler-Eggers die Hereingabe von Tobias Schumann nur mit der Hand abwehren. Florian Heine netzte den Strafstoß zum bis dahin schmeichelhaften 1:1 ein (42.).

Gelb-Rot für Jean Querl

Konzentriert und einsatzfreudig erwischten die Upländer auch den besseren Start in Hälfte zwei. Allerdings änderte sich in Minute 56 die Dramaturgie, als der bereits verwarnte Sean Querl in der gegnerischen Hälfte gegen Till Dünzebach zu spät kam und die Ampelkarte sah. Schramme: „Das war so was von ärgerlich“. Der Youngster war in der 27. Minute für Christian Kuhnhenne gekommen, der mit Leistenbeschwerden raus musste. Damit haben sich die Verletzungssorgen noch einmal vergrößert, denn Yasin Dogan ist mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Auftritt im Ehrenberg zurückgekehrt und Jerome Löber fehlt noch drei Wochen.

Fortan hatten die Gudensberger mehr Ballbesitz, konnten damit aber nicht wirklich etwas anfangen. „Wir haben uns schwergetan und die Fehlerquote war zu hoch“, ärgerte sich Fröhlich. Seine Spieler schafften es nicht, Keeper Wilke in Überzahl vor weitere ernsthafte Prüfungen zu stellen. Das lag auch an Wilkes Vorderleuten. „Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet und die Räume sehr eng gemacht“, waren Schramme und sein Nebenmann Dardan Kodra fortan zufrieden.

Es war nie zu erkennen, dass die Willinger ein Mann weniger waren. Im Gegenteil, „hätten wir den ein oder anderen Konter etwas präziser ausgespielt“, so Schramme, „dann hätten wir auch als Sieger vom Platz gehen können“. Heine (76., Außennetz), Kroll (79.), dem starken Valdrin Kodra, dessen Freistoß Torwart Tom Stieghorst über die Latte wischte (81.) und Schumann (85.) fehlte auch das nötige Glück. Das galt vor allem für Kroll, der in der Nachspielzeit den Ball nach Ablage von Heine an die Latte drosch (92.). Kein Wunder, dass Fröhlich meinte, „am Ende hätten wir einen Sieg nicht verdient gehabt“. (ni)

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