Hallenfußball: JFV Northeim glänzt in der Göttinger Lokhalle beim 1:1 gegen Alkmaar

96 und Wölfe souverän

Von wegen Stars von morgen: Maximilian Arnold (re., gegen Spartas Linor Delnay) debütierte in der vergangenen Saison unter Trainer Felix Magath für den VfL Wolfsburg in der Bundesliga. 3 Fotos: Jelinek

Göttingen. David gegen Goliath – das ewig junge Duell zwischen dem Außenseiter und dem Favoriten beherrscht jedes Jahr aufs Neue die ersten drei Turniertage beim internationalen A-Juniorenturnier in Göttingen.

Auch gestern warteten die Fußball-Fans in der fast ausverkauften Lokhalle auf Sensationen. Allerdings vergeblich: Denn die Favoriten von Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg gaben sich keine Blöße und meisterten ihre ersten Aufgaben bei der 24. Auflage des bedeutendsten deutschen Nachwuchsturniers mit Bravour.

Gleich im ersten Duell des Abends standen die Roten aus der niedersächsischen Landeshauptstadt auf dem Prüfstand. Der Tabellenelfte der Bundesliga-Staffel Nord/Nordost ging die Partie gegen den Kreisliga-Vierten aber konzentriert an. Bereits in der 2. Minute stellte 96-Kapitän Almir Kasumovic die Weichen auf Sieg. Fabian Pietler, erneut Kasumovic und Gazi Siala trafen zum 4:0-Endstand, mit dem auch das Team aus Nesselröden, das kaum Widerstand leistete, gut leben konnte.

Busching trifft für Wölfe

Wesentlich mehr Spannung versprachen sich die Besucher von der Auftaktpartie des VfL Wolfsburg, dem Halbfinalisten der vergangenen Saison und Deutschen Meister von 2011. „Das Turnier in Göttingen ist echt toll, nur gegen Sparta Göttingen wollen wir da nie mehr spielen“, hatte ein Wolfsburger Coach vor einigen Jahren nach einer Pleite gegen den Klub vom Greitweg als Wunsch geäußert.

Gestern blieb dem aktuellen Tabellenführer der Nord/Nordost-Staffel die Blamage erspart. Die Wölfe machten mit ihrem Lokhallen-Angstgegner beim 7:0-Erfolg kurzen Prozess und lieferten gleichzeitig auch die ersten Höhepunkte des Turniers. Maximilian Arnold, der bereits in der vergangenen Saison bei den Profis unter dem damaligen Trainer Felix Magath debütierte, traf gleich doppelt. Moritz Sprenger erzielte das erste Kopfballtor des Turniers und auch Joschua Busching, einst beim SCW Göttingen am Ball, konnte sich ebenso wie Marvin Kleihs, Federico Palacios und Kerem Bülbül in die Torschützenliste eintragen.

Einen Start nach Maß im ersten Turnierspiel erwischte der JFV Rhume-Oder. Im Bezirksliga-Duell gegen die JSG Rotenberg ging der JFV nach nur 37 Sekunden durch einen Treffer von Richard Strüber mit 1:0 in Führung. Am Ende gab’s trotz eines weiteren Tores durch Sven Riechel eine 2:3-Pleite. Auch deshalb, weil Steven Ohle acht Sekunden vor der Schlusssirene freistehend vergab.

Ganz nah dran an der Sensation war aber der Landesligist JFV Northeim. Das Team von Trainer Michael Fraenkel erwischte den holländischen Cup-Neuling AZ Alkmaar auf dem falschen Fuß. Die Niederländer gingen zwar in Führung, Northeims Oliver Kerl traf aber zum umjubelten 1:1-Endstand. Immerhin zwei Treffer gelangen dem Kreisligisten SG Werratal gegen den VfL Wolfsburg. Der Bundesligist gewann dennoch deutlich mit 7:2.

Von Ralf Walle

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