2. Fußball-Kreisklasse

Youngster führen Hemeln zum 4:0-Sieg gegen Jühnde

Spieler des Tages beim TSV Hemeln: Doppeltorschütze Paul Hermerschmidt (weißes Trikot) umringt von vier Spielern des TSV Jühnde (Nr. 17 Spielertrainer Steffen Schob).
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Spieler des Tages beim TSV Hemeln: Doppeltorschütze Paul Hermerschmidt (weißes Trikot) umringt von vier Spielern des TSV Jühnde (Nr. 17 Spielertrainer Steffen Schob).

„So läuft es eben, wenn man unten drin steht“, sagt ein frustrierter wie erschöpfter Steffen Schob nach anstrengenden 90 Minuten. Der Spielertrainer hat gerade mit seinem TSV Jühnde bei Jahn Hemeln mit 0:4 (0:1) verloren.

Hemeln – Damit bleiben die Jühnder auf dem letzten Platz der 2. Fußball-Kreisklasse C, während die Hemelner auf Rang drei klettern.

Beginnen wir am Ende: Sinnbildlich für den Spiel- und Saisonverlauf der Kontrahenten ist eine Szene in der 88. Minute. Ein langer, hoher Ball segelt in die Jühnder Hälfte. Keeper Etienne Lux muss hinauseilen, um die Situation zu klären. Sein Schuss prallt halb am eigenen Spieler, halb am Hemelner Tom Beuermann ab und kullert in den Jühnder Kasten. Es ist das 4:0 – eine Mischung aus Glücks- und Eigentor, das die zahlreichen Zuschauer am Hemelner Lohberg frenetisch bejubeln.

Dabei hatten die Gäste die Partie lange offen gehalten. Nach der frühen Jahn-Führung durch Tim Beuermann (5.) steckte das Tabellenschlusslicht nicht etwa den Kopf in den Sand, sondern verlangte den Hausherren alles ab. „Kompliment an die Jühnder. Sie haben toll gekämpft und sogar Chancen gehabt“, sagte Hemelns Coach Marino Leonardo. Doch während ein Freistoß der Gäste beim Stand von 0:1 nur an der Latte landete, schloss Youngster Paul Hermerschmidt kurz darauf einen Gegenstoß zum 2:0 für den TSV Jahn ab (75.).

Nur wenig später dann auch schon die Vorentscheidung. Erneut war der agile Hermerschmidt wacher als die Jühnder Abwehr und spritzte in eine Hereingabe von der linken Seite hinein – 3:0 (80.). Nicht nur deshalb verteilte Hemelns Trainer Leonardo ein Sonderlob an Angreifer Hermerschmidt sowie an Mittelfeldspieler Leon Baake: „Unsere beiden Jungen haben super gespielt.“

Das konnten eigentlich auch einige Jühnder von sich behaupten. Eigentlich – denn am Ende nahmen sie außer der Komplimente des Gegners nichts mit. „Ein schöner Tag in einem schönen Stadion – aber leider ohne Punkte“, sagte dann auch Steffen Schob. Er sei schon „ein bisschen bedient“ ob der am Ende so klaren Niederlage. „Zeitweise sah das ja ganz gut aus, ab der 70. Minute haben wir aber auch rapide nachgelassen“, lautete die Analyse.

Marino Leonardo war vor allem mit der zweiten Halbzeit seines Teams zufrieden, der Sieg sei aber „nicht so einfach“ gewesen. Doch am Ende lief es so, wie es (fast) immer läuft, wenn ein Spitzenteam auf ein Kellerkind trifft.

Jahn Hemeln: Reichhardt – Savran, Brossok, Munk, Hermerschmidt, Baake, Loos, Tim Beuermann, Ludewig, Olesch, W. Wenzel. – Eingewechselt: Wolf, Tom Beuermann, Kühne, Schiller.

TSV Jühnde: Lux – Gadzikowski, Grote, Lohrengel, Beister, Held, Fritz, Weitemeyer, Wienecke, Schob, Koch. – Eingewechselt: Bleyer, Holweg.

Tore: 1:0 Tim Beuermann (5.), 2:0, 3:0 Hermerschmidt (75., 80.), 4:0 Tom Beuermann (88.).

(Von Andreas Arens)

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