1:7 – Hessenligist FSC Lohfelden in Frankfurt desolat – A. Bravo Sanchez muss gehen

„Zeigen keinen Charakter“

Das sieht nicht gut aus für den FSC: Lohfeldens Trainer Carsten Lakies. Archivfoto:  Fischer

Frankfurt. Die neue Saison hat gerade begonnen, da schrillen beim Fußball-Hessenligisten FSC Lohfelden schon die Alarmglocken. Beim Regionalliga-Absteiger FSV Frankfurt U 23 geriet die Mannschaft von Trainer Carsten Lakies mit 1:7 (0:2) unter die Räder und rutschte auf den letzten Platz ab. „Ich habe selten solch ein Debakel erlebt“, konstatierte Lakies, während einige Spieler niedergeschlagen auf dem Rasen kauerten.

„Keinen Charakter“ habe sein Team gezeigt und „sich abschlachten lassen“, führte er aus. „Anscheinend fehlt uns die Qualität. Manche meinen, dass sie sie hätten“, kritisierte der 42-Jährige. Und reagierte prompt: Antonio Bravo Sanchez erhielt die Freigabe für einen sofortigen Vereinswechsel. Willi Becker, der stellvertretende Abteilungsleiter erklärte, der Vertrag mit dem Mittelfeldspieler solle aufgelöst werden.

In Frankfurt waren fast allen Gegentoren individuelle Fehler vorausgegangen. Innenverteidiger Mounir Boukhoutta leistete sich im Aufbau einen Fehlpass. Der FSV schaltete schnell um, und am Ende der Kombination stand Lukas Ehlert, der FSC-Torwart André Schreiber keine Chance ließ (17.). Sechs Minuten später war es wieder Ehlert, der nach einem Konter frei aus 17 Metern ins Dreieck zum 2:0 traf.

In der Folge kam Lohfelden etwas besser ins Spiel. Nach einem Freistoß stand Vyacheslav Petrukhin frei, doch sein Kopfball sauste über die Latte (27.). Einen satten Schuss von Demetrio D’Agostino lenkte Torwart Pellowski drüber (41.)

Nach der Pause fiel dann binnen zwei Minuten die Entscheidung, und Schreiber machte eine unglückliche Figur: Zunächst ließ er sich mit einem 16-Meter-Schuss ins kurze Eck von Florijon Belegu überraschen (55.), dann lenkte der Torwart Ahmed Azouaghs haltbaren Distanzschuss neben dem Pfosten ins Netz (57.).

Nach einer Standardsituation verkürzte René Huneck per Kopf (68.), doch das Gegentor stachelte die Frankfurter mehr an als den FSC. Nefiz traf mit platziertem Schuss ins lange Eck (69.), Kaffenberger vollendete einen Konter zum 6:1 (70.). Der eingewechselte Benamar sorgte nach einer schönen Kombination für den Schlusspunkt (87.).

„Es hat mir Freude bereitet, wie die Jungs miteinander spielen“, sagte Nicolas Michaty, der Trainer des Tabellenführers FSV. Lakies’ FSC indes hat nun alle anderen Teams vor sich. Archivfoto:  Fischer/nh

Von Stefan Fritschi und Gerald Schaumburg

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