1. FC Schwalmstadt bleibt an der Tabellenspitze

Bild mit Symbolcharakter: Mit Kapitän Steven Preuß (Mitte) und Jan Henrik Wolf steigen gleich zwei formstarke Schwalmstädter höher als der sichtlich gezeichnete Robert Garwardt. Foto: Hahn

Ziegenhain. Das gab’s lange nicht mehr im Ziegenhainer Herbert-Battenfeld-Stadion: Stehend dargebrachte Ovationen für alle Fußballer des 1. FC Schwalmstadt, Sonderapplaus für den ausgewechselten Serkan Erdem und sogar Rufe nach einer Zugabe.

Klar, der in der Höhe sensationelle 4:0 (2:0)-Sieg gegen den SSV Sand in der Verbandsliga macht Lust auf mehr.

„Wir sind frisch drauf, jeder will spielen und Spaß haben. Als Team funktionieren wir einfach überragend“, freute sich Jan Henrik Wolf nach dem Traumstart mit 10:0 Toren und neun Punkten. Keine Spur mehr von Unsicherheit aus der Abstiegssaison. Im Gegenteil. Die Schwälmer Fohlen begeisterten gegen Sand wieder spielerisch wie häufig von 2012 bis 2014 in der Ära Christoph Keim.

Eine weitere Erkenntnis: „Das Glück, das uns letztes Jahr gefehlt hat, haben wir jetzt“, weiß Wolf. Etwa, als Viktor Moskaltschuk nach einem Lapsus in der FCS-Abwehr kläglich vergab und Jannis Lerch auf der Linie klärte (26.). Zudem profitierten die Gastgeber ungewollt davon, dass Torjäger Oliev (Halswirbelverletzung) beim SSV ausgefallen war, ehe Christian Guthof und Robert Garwardt aneinander rasselten (18.). Während der Verteidiger sich mehr schlecht als recht durchbiss, musste Guthof ins Krankenhaus. Eine Platzwunde wurde genäht, zudem zog er sich eine Jochbeinprellung zu.

Viel Pech bei Sand

„Nach dem Crash haben wir kopflos gespielt“, wusste SSV-Coach Peter Wefringhaus um einen gebrauchten Tag. Und hatte mit Verteidiger Wicke und dem eingewechselten Steffen Bernhardt zwei weitere Ausfälle zu beklagen.

Eiskalt war hingegen auf der Gegenseite Angreifer Wolf gewesen, der Torwart Johannes Schmeer geschickt verlud (14.). Genauso selbstverständlich nutzte Serkan Erdem seine erste Gelegenheit zum schönsten Tor des Abends. Wolf hatte den Ball elegant nach zu kurzem Abstoß von Schmeer erobert, Ricardo Seck bedient, der zu Wolf passte, ehe das Leder bei Steven Preuß landete. Der Kapitän bewies Auge, lupfte auf Erdem, dem per Hinterkopf das 2:0 gelang (29.).

Spätestens ab da war’s Einbahnstraßenfußball. Höhepunkt dabei das 3:0 durch Kevin Kutzner per Drop-Kick, der anschließend von seinen Mitspielern geherzt wurde, weil er zuletzt beste Möglichkeiten ausgelassen hatte (55.). „Endlich hat sich Kutzi belohnt. Im Training knallt er die Dinger alle rein“, frohlockte Wolf, dessen 4:0 per Strafstoß (Foul Bräutigam an Erdem) reine Formsache war (67.). Schade, dass das Team am Wochenende spielfrei hat. 

FCS: Nikocevic - Liebermann, Lerch, F. Seck, Lutz - Preuß, Meier - Kutzner, Wolf, R. Seck (75. März) - Erdem (70. Lindenthal). SSV: Schmeer - Wicke (27. Kaczenski), Garwardt, Bräutigam, Sommer - Luckei - Wagner, Kellermann, Guthof (23. St. Bernhardt/74. B. Schäfer), V. Moskaltschuk - Klitsch. SR: Martenstein (Marburg) - Z: 400.

Tore: 1:0 Wolf (14.), 2:0 Erdem (29.), 3:0 Kutzner (55.), 4:0 Wolf (67., FE).

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