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A-Jugend: Heimische Gruppenligisten wollen schnell ein Team werden

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Als Meisterschaftsanwärter sieht sich die A-Jugend des TSV Korbach (hier Eldon Cenaj im Spiel gegen Barockstadt) diesmal nicht.
Als Meisterschaftsanwärter sieht sich die A-Jugend des TSV Korbach (hier Eldon Cenaj im Spiel gegen Barockstadt) diesmal nicht. © Artur Worobiow

Ende Juni trafen sie sich im Pokalfinale, in dem der TSV Korbach eine Klasse besser war als die JSG Edertal/Friedrichstein. Anfang September startet das heimische Duo in die Gruppenliga und liegt dichter beieinander – was die Ziele betrifft.

Keine Spur von Euphorie herrscht beim Aufsteiger JSG Edertal/ Friedrichstein. Stattdessen: Scheinbare Lustlosigkeit und Krisensitzung. Ob es daran lag, dass sie in der nur sechs Teams zählenden Kreisliga ein Jahr nicht gefordert wurden? Jedenfalls hat Trainer Janis Schuldt einen „gewissen Schlendrian, bestehend aus einem Mangel an Trainingsbeteiligung bzw. -eifer festgestellt und noch vor dem ersten Gruppenliga-Spiel Alarm geschlagen, nachdem einige Male das Training und auch Testspiele abgesagt werden mussten.

Schuldt rief seine Jungs mitsamt der Jugendvorstände der beteiligten Vereine zusammen und machte seine Sicht klar „Wenn wir eine Rolle in der Gruppenliga spielen wollen, ist regelmäßiges und engagiertes Training die absolute Basis“, so der Coach der JSG.

Endlich eine Liga, die uns fordert, heißt das Motto für die JSG Edertal/Friedrichstein, hier mit Mirkan Bozkurt (links).
Endlich eine Liga, die uns fordert, heißt das Motto für die JSG Edertal/Friedrichstein, hier mit Mirkan Bozkurt (links). © Artur Worobiow

Die Mannschaft gelobte Besserung in Sachen Einsatzbereitschaft und Leidenschaft. Gleichwohl ist allen klar, dass es angesichts der Umstände dauern wird, bis die Mannschaft den Fußball spielen kann, den ihr Trainer sehen möchte. „Leider haben wir viel Zeit verloren, doch ich bin froh, dass die Jungs endlich geschlossen mitziehen“, so Schuldt. Deshalb ist dem Trainer neben dem Ziel Klassenerhalt wichtig, „dass jeder Einzelne und die Mannschaft als Ganzes, besser werden.“

Die Hinrunde sehen die Kicker der JSG und ihr Coach als Lernphase an, in der dennoch so viele Punkte wie möglich gesammelt werden sollen. „An der Rückrunde lassen wir uns messen. Dann wird sich zeigen, ob wir als Mannschaft zusammengefunden haben – auf und neben dem Platz“, sagt Schuldt, der vorerst keinen Kapitän benennen will: „Die Binde bekommt der Spieler, der im vergangenen Spiel das meiste aus seinen Möglichkeiten gemacht hat.“

TSV Korbach versucht, gute Rolle zu spielen

Nach einer tollen Saison wurde der TSV Korbach nach dem verlorenen Entscheidungsspiel gegen Vellmar Tabellenzweiter. Damals war Danny Petersen an der Seite von Volker Schnatz Co-Trainer. Jetzt ist er allein verantwortlich. Wenn er mal nicht kann, hilft Alexander Walger aus.

Aus der „alten“ A-Jugend sind sechs Spieler übrig geblieben, dazu könnten Eric Fuchs und Agon Gashi noch mitwirken, sie mischen jedoch schon erfolgreich bei den Senioren mit. Der größte Teil des 20 Mann starken Kaders kommt also aus der alten B-Jugend, die in der Verbandsliga spielte. „Ich starte quasi mit einem nahezu neuen Team“, sagt Petersen.

Die Trainingsarbeit lief zwar ordentlich, aber aufgrund der späten Ferienzeit kam kein Testspiel zustande, sodass das erste Saisonspiel gegen ABBM, eine JSG rund um Beiseförth und Malsfeld quasi ein Kaltstart ist. „Ich weiß aber schon, wie wir da auflaufen werden, bin überzeugt, dass wir gut starten können“, so Petersen, der erwartet, dass die Älteren die Nachrücker führen. „Aufgrund der Qualität gehe ich davon aus, dass wir oben mitspielen können.

Petersen will zunächst nichts am Spielsystem ändern, aber nach und nach sollen seine eigenen Ideen umgesetzt werden. Ein weiteres Ziel ist, die Mannschaft vom Kopf her und in Sachen Einstellung auf den Seniorenbereich vorzubereiten.  dv

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