Leipzig das erste Mal Herbstmeister 

Der 17. Spieltag in Zahlen: RB historisch, Zirkzee zackig, Bayer brutal 

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Erfolgstrainer: Leipzigs Julian Nagelsmann. 

Jetzt ist Winterpause. Doch die Fußball-Bundesliga hat sich nicht ohne Rekorde und Besonderheiten in die fast vierwöchige Abstinenz verabschiedet. Der Spieltag zusammengefasst in Zahlen:

2 Mal in Folge traf Bayern Münchens Nachwuchshoffnung Joshua Zirkzee (18) nun mit dem ersten Ballkontakt. Beim 3:1-Erfolg in Freiburg am Mittwoch brauchte er 104 Sekunden, um die Führung in der Nachspielzeit zu erzielen. Gegen Wolfsburg wurde er in der 83. Minute eingewechselt, machte in der 86. das 1:0. Und wie gegen Freiburg legte Serge Gnabry kurze Zeit später den nächsten Treffer nach. Die Belohnung gab es vor allem für Trainer Hansi Flick, der nun offiziell mindestens bis zum Sommer 2020 Chefcoach sein wird.

3 Mal in Folge blieb Hertha BSC ohne Gegentor. Das bedeutet: Vereinsrekord eingestellt. Die Gegner waren dabei keine Laufkundschaft: Freiburg (1:0), Leverkusen (1:0) und nun Gladbach (0:0). Die Defensive hat Neu-Trainer Jürgen Klinsmann schon einmal stabilisiert. Nach vorn muss aber mehr kommen.

5 Platzverweise kassierte Bayer Leverkusen in der Hinrunde – den letzten gab es für Wendell beim 1:0-Sieg am Samstag in Mainz. Das ist Ligarekord. In der 71. Minute sah der Brasilianer die zweite Gelbe Karte. Weil Lucas Alario in der Nachspielzeit das 1:0 erzielte, gingen die drei Punkte dennoch an Bayer.

10 Jahre lange hieß der Herbstmeister zuletzt stets Bayern München oder Borussia Dortmund. Im Winter 2009 sicherte sich Bayer Leverkusen zuletzt diesen inoffiziellen Titel. Meister wurden am Ende aber doch die Bayern. In diesem Jahr steht RB Leipzig nach 17 Spieltag ganz oben. Und den Sachsen ist es durchaus zuzutrauen, auch nach 34 Spieltagen die Tabelle anzuführen. Der letzte Meister, der nicht aus München oder Dortmund kam, war 2009 der VfL Wolfsburg. Die Saison endete damals am 23. Mai. Vier Tage, nachdem RB gegründet wurde.

14 Tore hat RB Leipzig in der Hinrunde in der Schlussviertelstunde erzielt. Das ist der beste Wert aller Bundesligisten und auch ein Grund dafür, dass RB Herbstmeister wurde. Beim 3:1-Erfolg gegen Augsburg glich Konrad Laimer das 0:1 aus (68.), das Florian Niederlechner bereits in der achten Minute erzielt hatte. In der Schlussviertelstunde sorgten Patrik Schick (80.) und Yussuf Poulsen (89.) für den Sieg. Damit hat Leipzig auch zum achten Mal in Folge mindestens drei Tore geschossen – das ist ein Bundesliga-Rekord.

27 Punkte holte die TSG Hoffenheim in der Hinrunde – die letzten drei beim 2:1-Sieg am Freitag gegen Dortmund. Den Rückstand durch Mario Götze (17.) drehten Sargis Adamyan (79.) und Andrej Kramaric (87.). Insgesamt hatte die TSG nur drei Chancen. Damit ist Trainer Alfred Schreuder aber auf dem Papier schon erfolgreicher als Vorgänger Julian Nagelsmann. Der hatte mit Hoffenheim zur Winterpause 2018 25 Punkte, 2017 26 Punkte eingefahren.

35 Zähler hat Gladbach zur Winterpause geholt. Das ist der zweitbeste Wert der Klubgeschichte. Nur 1969 (39) und 1976 (39) hatten die Fohlen mehr.

83 Tore hat Stürmer Nils Petersen jetzt für den SC Freiburg erzielt. Beim 2:2 gegen Schalke sorgte er per Foulelfmeter für den Ausgleich (54.), nachdem Suat Serdar die Knappen in Führung gebrachte hatte (27.). Den zweiten Strafstoß trat Petersen an Vincenzo Grifo ab, der das 2:1 für das Team aus dem Breisgau machte – sonst wäre Petersen jetzt vielleicht schon alleiniger Rekordtorschütze des Sport-Clubs. Mit 83 Toren zog er erst einmal gleich. Und zwar mit Jogi Löw, der bislang die meisten Treffer für die Freiburger auf dem Konto hatte. Das 2:2 besorgte am Ende Schalkes Ahmed Kutucu (80.).

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