Hickhack nach Zwangsabstieg

1860 wehrt sich gegen Ismaik-Vorwürfe - neuer Präsident da

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Da schien noch alles in Butter: Ismaik (links) - hier mit dem zwischenzeitlich zurückgetretenen Löwen-Präsidenten Peter Cassalette.

München - Das Chaos beim TSV 1860 München geht in die nächste Runde: Die Löwen melden sich via Pressemitteilung - und schießen gegen Investor Hasan Ismaik.

Der TSV 1860 München hat sich nach dem Absturz in den Amateurfußball gegen die Vorwürfe von Investor Hasan Ismaik gewehrt. „Wir nehmen befremdet zur Kenntnis, dass unser Mitgesellschafter öffentlich den Verein zum Sündenbock erklärt“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins vom Samstag. Zudem wurde der bisherige Verwaltungsratsvorsitzende Robert Reisinger übergangsweise zum neuen Vereins-Präsidenten bestellt. Er will nun gemeinsam mit dem Präsidium und dem Verwaltungsrat den Neustart im Amateurbereich vorantreiben.

Der jordanische Geldgeber Ismaik hatte dem Club zuvor die notwendige Millionenzahlung für den Erhalt der Drittliga-Lizenz verweigert und als Grund angegeben, dass seine Forderungen vom Stammverein nicht umgesetzt worden seien. „Es soll der Eindruck erweckt werden, die Führung des Vereins sei in den letzten Monaten untätig und nicht in der Lage gewesen, Probleme zu erkennen und anzugehen. Das Gegenteil ist richtig“, hieß es nun in der Stellungnahme des Vereins dazu.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) habe gegenüber dem Verein zu den von Ismaik geforderten Satzungs- und Zuständigkeits-Änderungen „ablehnend Stellung genommen“, erklärte der Verein. „Es kann von uns nicht erwartet werden, dass wir diese gesetzlichen Regelungen ignorieren.“ Auch deshalb hätten die Forderungen nicht erfüllt werden können.

dpa

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