N´Dicka sieht nach 20 Minuten Rot

Bitterer Abend für die Eintracht: Zehn Frankfurter verlieren in Lissabon

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Enttäuschung pur: Die Frankfurter Makoto Hasebe (von links), Sebastian Rode und Torwart Kevin Trapp müssen das Tor zum 1:4 verdauen.

Eintracht Frankfurt ist der letzte deutsche Klub im internationalen Wettbewerb. Nach der ersten Niederlage in dieser Europa-League-Saison steht das Weiterkommen aber auf der Kippe. Der Bundesligist unterlag im Viertelfinal-Hinspiel bei Benfica Lissabon 2:4 (1:2).

Eintracht Frankfurt ist der letzte deutsche Klub im internationalen Wettbewerb. Nach der ersten Niederlage in dieser Europa-League-Saison steht das Weiterkommen aber auf der Kippe. Der Bundesligist unterlag im Viertelfinal-Hinspiel bei Benfica Lissabon 2:4 (1:2).

Unser Schnellcheck:

Wie war das Spiel im Estadio da Luz?

Leidenschaftlich, abwechslungsreich und aus Frankfurter Sicht – verdammt bitter. Beide Teams boten erfrischenden Offensiv-Fußball. Nur blöd für die Eintracht, dass sie früh in Unterzahl geriet. Und das kam so: Ein Zuckerpass von Lissabons Juwel Joao Felix, Frankfurts Evan N’Dicka läuft Gedson Fernandes in die Hacken – Schiedsrichter Anthony Taylor entscheidet auf Elfmeter und zeigt Eintrachts Verteidiger die Rote Karte. Den Strafstoß verwandelt Joao Felix zur 1:0-Führung (21. Minute).

Igelte sich die Eintracht danach ein?

Es dauerte ein Weilchen, bis sich die Mannschaft von Adi Hütter gefangen hatte. Nach einer starken Frankfurter Anfangsphase übernahm nun Benfica das Kommando, ohne aber Eintracht-Schlussmann Kevin Trapp ernsthaft zu prüfen. Der Bundesligist hingegen schwamm sich wieder frei – und schaffte den Ausgleich: Ante Rebic legt wunderbar quer, und wer erzielt das 1:1 (40.)? Genau: Luka Jovic, die Leihgabe von Benfica. Sorry, das muss jetzt sein: So ist Fußball! Doch die Freude dauerte nicht lang. Nur drei Minuten später sorgte erneut Joao Felix für das 2:1 (43.). Trapp sah da nicht sooo gut aus.

Schaffte Frankfurt in Unterzahl noch die Wende?

Kurz und gut: Nein. Kurz nach der Pause gab’s die nächste kalte Dusche. Erst köpfte Ruben Dias nach einer Ecke das 3:1 für Benfica (50.), die Frankfurter Deckung genoss da offenbar den wunderbaren Frühlingsabend in Portugals Hauptstadt. Und kurz danach kassierten die Gäste sogar das 1:4 (54.) – Joao Felix schlug zum dritten Mal zu.

Wurde es noch bitterer? Zunächst sah es so aus. Der eingewechselte Ex-Frankfurter Haris Seferovic hatte das 5:1 auf dem Fuß, aber Trapp war zu Stelle (69.). Zehn Frankfurter kämpften wacker, das war aller Ehren wert. Und siehe da: Goncalo Paciencia erzielte per Kopf nach einer Ecke das 2:4 (72.). Danach legten die Gäste noch eine Schippe drauf. Aber es blieb bei diesem Ergebnis.

Apropos: Geht das Ergebnis in Ordnung?

Schwer zu sagen. Die Portugiesen haben aus ihren Chancen fast das Optimale herausgeholt. Die Eintracht wehrte sich in Unterzahl tapfer. Unterm Strich fällt das Ergebnis etwas zu hoch aus. Aber: Im Rückspiel würde dem Bundesligisten ein 2:0 fürs Weiterkommen reichen.

Wer war der Mann des Abends in Lissabon?

Wir hätten jetzt gern einen Frankfurter Spieler genannt, aber... Was Joao Felix mit seinen 19 Jährchen auf den Rasen zaubert, ist ein Träumchen. Nicht umsonst gibt es die Gerüchte über eine festgeschriebene Ablösesumme von 120 Millionen Euro.

Gab es einen Aufreger?

Allerdings. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schoss Filip Kostic den 2:2-Ausgleich. Frankfurter Jubel. Doch erst eine gefühlte Ewigkeit später hob der Assistent die Fahne – Abseits, kein Tor.

Wie war die TV-Übertragung?

RTL ist ja mit Jürgen Klinsmann ein Glücksgriff gelungen. Schade nur, dass nicht er neben Laura Wontorra stand, sondern Roman Weidenfeller. Sagen wir mal so: Die Eloquenz eines Klinsmanns hat er nicht. Generell mutet es seltsam an, wenn Ex-Fußballer wie Weidenfeller Eintrachts Sportchef Fredi Bobic interviewen. Das Fragestellen sollten sie den Journalisten überlassen.

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