28. Spieltag

VfB nach Randale-Derby wieder Spitzenreiter - Union patzt

+
Der VfB Stuttgart siegte im Derby.

Stuttgart - Der VfB hat die Tabellenspitze zurückerobert. Allerdings kam es beim Südwest-Derby zu heftigen Ausschreitungen. Union Berlin patzte und die Löwen sind wieder mitten im Abstiegskampf.

Der VfB Stuttgart hat in einem heißen und von Fanrandale überschatteten Derby gegen den Karlsruher SC die Tabellenführung in der 2. Liga zurückerobert. Die Schwaben überflügelten dank Doppeltorschütze Takuma Asano nach einem 2:0 (1:0) gegen den badischen Nachbarn mit jetzt 54 Punkten Hannover 96, das bei den Würzburger Kickers Federn gelassen hatte (0:0).

Hannover (53 Zähler) ist aber immerhin noch Zweiter, weil ein enttäuschendes Union Berlin (51) beim 2:2 (1:0) bei Fortuna Düsseldorf ein 2:0 verspielte. Eintracht Braunschweig (51) kann im Topspiel gegen Dynamo Dresden am Montag am niedersächsischen Rivalen vorbeiziehen.

In Stuttgart sicherte sich Arsenal-Leihgabe Asano mit seinen Derby-Treffern zwei und drei (27. und 61.) nach jenem Tor beim 3:1 im Hinspiel endgültig einen Platz im Herzen der VfB-Fans. Für den neuen KSC-Coach Marc-Patrick Meister gestaltet sich seine Rettungsmission nach dem misslungenen Debüt fast aussichtlos: Acht Punkte fehlen dem Tabellenletzten jetzt auf den Relegationsplatz.

KSC-Fans feuerten Leuchtraketen ab

Das Sportliche rückte jedoch phasenweise in den Hintergrund, das Derby stand kurz vor dem Abbruch. Als kurz vor Beginn der zweiten Hälfte zum zweiten Mal Leuchtraketen aus dem Gästeblock flogen, bat Schiedsrichter Christian Dingert die Mannschaften wieder in die Kabine. Mit einer Verzögerung von zwölf Minuten ging es weiter. "Es gibt anscheinend immer noch ein paar Wahnsinnige, das gehört sich nicht", sagte KSC-Manager Oliver Kreuzer bei Sky.

“Fans“ des KSC zündeten Pyro.

Hannover ließ am Freitag bei den 2017 sieglosen Würzburgern erstmals unter Trainer André Breitenreiter Punkte liegen, Manager Horst Heldt sprach nach dürftiger Leistung von einem "schmutzigen Unentschieden". Ähnlich war das Remis der Berliner einzustufen. Tore von Philipp Hosiner (15.) und Kenny Redondo (55.) reichten nicht, weil Damir Kreilach ein Eigentor unterlief (80.) und auch noch Düsseldorfs Özkan Yildirim traf (90.).

Im Tabellenkeller spitz sich die Lage zu

Während im Kampf um den Aufstieg Hochspannung herrscht, spitzt sich auch im Tabellenkeller die Lage immer mehr zu. Einzig Schlusslicht KSC muss wohl schon für Liga 3 planen. Gleich vier der letzten sechs Klubs gewannen ihre Spiele.

Erzgebirge Aue (32 Punkte) verteidigte mit dem 3:0 (1:0) gegen 1860 München (32) Rang 15, mehr dazu finden Sie bei tz.de. Dimitrij Nazarov (42. und 73., jeweils Foulelfmeter) sowie Cebio Soukou (49.) trafen, Löwe Sebastian Boenisch sah wegen einer Notbremse Rot (41.).

Der FC St. Pauli (29) mit Doppeltorschütze Aziz Bouhaddouz (51. und 70.) setzte sich mit 2:0 (0:0) erstmals seit 16 Jahren beim 1. FC Nürnberg durch, blieb aber Vorletzter hinter Arminia Bielefeld (30). Andreas Voglsammer traf zwei Mal für den DSC (17., Foulelfmeter und 55.), der mit dem 3:1 (1:0) beim SV Sandhausen den ersten Auswärtssieg holte.

Zudem gelang dem 1. FC Kaiserslautern (32) beim 2:0 (2:0) gegen Greuther Fürth dank Treffern von Jacques Zoua (20.) und Christoph Moritz (39.) der erste Sieg nach sechs Spielen. Der VfL Bochum (34) sicherte sich beim 1. FC Heidenheim (0:0) einen wertvollen Punkt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.