KSC bleibt in der Krise 

2. Liga: Hannover springt auf Platz eins - Bielefeld verlässt Abstiegsplätze

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Grund zur Freude: Martin Harnik schoss Hannover zum knappen Sieg gegen Nürnberg. 

Hannover - Hannover 96 hat für mindestens 24 Stunden die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga übernommen. Bielefeld gewinnt, Karlsruhe kommt nicht über ein Remis hinaus. 

Der Erstliga-Absteiger gewann unter dem neuen Trainer André Breitenreiter auch das zweite Spiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:0 (0:0) und zog zum Auftakt des 27. Spieltags am vorherigen Spitzentrio VfB Stuttgart, Eintracht Braunschweig und Union Berlin, das am Mittwoch im Einsatz ist, vorbei.

Im Tabellenkeller gelang Arminia Bielefeld im ebenfalls zweiten Spiel unter Trainer Jeff Saibene durch ein 2:1 (1:1) gegen Fortuna Düsseldorf der zumindest vorläufige Sprung aus der Abstiegszone. Schlusslicht Karlsruher SC kam gegen Aufsteiger Würzburger Kickers trotz rund 15-minütiger Überzahl nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und liegt nun bereits fünf Zähler hinter der Arminia.

Hannover: Harnik mit dem Tor des Tages 

Auch der FC St. Pauli konnte eine lange numerische Überlegenheit nicht zum Sieg nutzen, nach dem 0:0 gegen den SV Sandhausen liegen die Hamburger weiter auf dem Relegationsplatz.

Für Hannover erzielte der österreichische Nationalspieler Martin Harnik in der 47. Minute vor 34.000 Zuschauern das Tor des Tages. Damit hat 96 im engen Aufstiegskampf zunächst ein Zwei-Punkte-Polster auf seine Rivalen.

Den Siegtreffer in Bielefeld erzielte der etatmäßige Kapitän Fabian Klos, der erst in der zweiten Hälfte eingewechselt worden war, per Foulelfmeter in der 84. Minute. Für den Torjäger war es bereits der zwölfte Saisontreffer. Marcel Sobottka, der den Strafstoß mit einem unnötigen Foul an Julian Börner verursacht hatte, sah für diese Aktion die Gelb-Rote Karte. Bielefeld hatte vor 15.645 Zuschauern einen Start nach Maß erwischt und war in der elften Minute durch Börner in Führung gegangen. Kaan Ayhan gelang in der 40. Minute der Ausgleich für die Gäste.

KSC weiter in der Krise 

Trainer Mirko Slomka gerät beim KSC dagegen immer stärker unter Druck: Der KSC holte damit nur einen Sieg aus den vergangenen neun Spielen und hat lediglich 22 Punkte auf dem Konto. Dabei gingen die Badener wie schon bei der jüngsten 1:2-Niederlage gegen Nürnberg auch gegen Würzburg in Führung: Eine lange Flanke von Jonas Meffert (39.) fand ihren Weg ins Tor der Gäste. Rico Benatelli (51.) glich jedoch kurz nach der Pause für Würzburg aus. In der Schlussphase agierten die Kickers in Unterzahl, Benatelli sah wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (76.).

Vor 29.085 Zuschauern am Hamburger Millerntor spielte eine Rote Karte für Damian Roßbach den Gastgebern eigentlich frühzeitig in die Karten. Der SVS-Verteidiger musste nach einer Notbremse gegen Waldemar Sobota bereits nach elf Minuten zum Duschen. Aber auch mit einem Mann mehr konnte sich die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen kein Übergewicht erspielen.

sid

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