Torreiches Nordderby

Hannover wartet weiter auf zweiten Sieg in Bremen

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Das kleine Nordderby zwischen Bremen und Hannover war ein torreiches.

Bremen - Davie Selke riss die Arme hoch. Mit seinem späten Treffer in der 88. Minute rettete Werders Joker einen Punkt für die Bremer und verhinderte, dass Hannover 96 im 27. Duell der beiden Bundesligisten im Weser-Stadion der zweite Sieg gelang.

Der 19-Jährige sorgte mit seinem Tor am Samstag für den Schlusspunkt einer turbulenten Partie mit vielen Abwehrfehlern.

"Ich freue mich sehr, dass wir noch einen Punkt geholt haben", kommentierte Selke, "mit der Leistung hätten wir drei Punkte verdient gehabt." Außer ihm trafen für die Gastgeber Zlatko Junuzovic (36.) und Melvyn Lorenzen (55.) vor 40 932 Zuschauern. Durch das Remis bleibt Werder unter dem neuen Trainer Viktor Skripnik daheim ungeschlagen, steckt aber weiter tief im Abstiegskampf.

Das 96-Team, für das Lars Stindl (12.), Joselu (62.) und Hiroshi Kiyotake (64.) trafen, verspielte den greifbar nahen Sieg und wartet seit vier Spieltagen auf drei Punkte. "Wenn man in der 88. Minute das Gegentor bekommt, dann ist man enttäuscht", kommentierte 96-Trainer Tayfun Korkut: "Wir hätten das Spiel gewinnen können. Wir haben es verpasst, mehr Tore zu machen."

Werder spielte mit einer "bemerkenswerten Aufstellung", wie es selbst der Bremer Stadionsprecher nannte - und Skripnik wurde nach einer Korrektur noch vor der Halbzeitpause für seinen Mut zumindest mit einem Punkt belohnt. "Diese jungen Leute sind unsere Zukunft", sagte der Trainer.

Ehe Skripnik sich korrigierte und für Sternberg den Argentinier Santiago Garcia brachte, hatte Stindl allerdings schon die Führung erzielt. Danach kämpfte Werder sich ins Spiel. Die Probleme in der Abwehr waren nicht zu übersehen, doch mit Wucht und Leidenschaft setzten die Bremer den spielerisch besseren Gast unter Druck. Skripniks Team drückte und spielte mutig nach vorne und wurde durch Junuzovics schönen Freistoß-Treffer belohnt.

Auch Hannovers Abwehr wackelte. Nur mit Mühe konnte die 96-Defensive zunächst Schlimmeres verhindern, bevor Lorenzen mit einer tollen Aktion zuschlug: Nach einem Pass von Bartels tanzte der 20-Jährige den Ex-Bremer Christian Schulz aus und traf ins lange Eck.

Dass Hannover die Partie innerhalb von 120 Sekunden zunächst noch drehen konnte, lag an der schwachen Werder-Defensive und einem Patzer von Nachwuchstorwart Strebinger. Zunächst düpierte Joselu die Abwehr und traf zum Ausgleich. Anschließend ließ sich Strebinger, der für den kranken Raphael Wolf zwischen den Pfosten stand, bei Kiyotakes Freistoß von dem im Abseits stehenden Joselu ablenken und den Ball ins Tor rutschen.

Den Schlusspunkt setzte wieder einer der jungen Bremer: Der eingewechselte Selke, erst 19 Jahre alt, traf zum umjubelten Ausgleich für die aufopferungsvoll kämpfenden Werderaner. "Er stand da, wo man stehen muss", lobte der Trainer.

dpa

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 46,3 - 53,7

Torschüsse: 19 - 12

gew. Zweikämpfe in %: 45,7 - 54,3

Fouls: 19 - 25

Ecken: 10 - 10

Quelle: optasports.com

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