Leipzig lässt Federn 

5:0 gegen Schalke: Die Bayern sind wieder da

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Nehmt euch in Acht: Das scheint Münchens Thomas Müller hier sagen zu wollen. 

Endlich mal ein anderer Meister in der Fußball-Bundesliga? Endlich mal nicht die Bayern?

Die Münchner haben einmal mehr bewiesen, wie kurzweilig das Geschäft doch ist. Nach dem 5:0-Sieg gegen die formstarken Schalker sind sie wieder da – und sofort der heißeste Titel-Tipp. Auch weil Primus Leipzig nach langer Zeit wieder Federn ließ. Die Borussen siegten dagegen im Doppelpack und machten die Spitze so zu einer engen Angelegenheit. Das Wochenende der Top-Mannschaften:

Die Bayern

So schnell kann es gehen: Eben noch waren die Bayern zu schmal besetzt, nicht souverän, angreifbar, verletzlich. Dann kommt der Start in die Rückrunde. Dann kommen zwei Siege, neun Tore, kein Gegentreffer. Der beste Start – ja, es stimmt wirklich – in eine Rückrunde des amtierenden Meisters jemals.

Und dabei waren sich doch vor dem Gastspiel der Schalker in München alle Experten einig: Das könnte ein Stolperstein für das Team von Trainer Hansi Flick werden. Diese formstarken Schalker, die vergangene Woche Mönchengladbach dominiert hatten. Am Ende wurde es eine Machtdemonstration, nach der auch S04-Coach David Wagner eingestand, dass der Sieg der Münchner selbst in der Höhe verdient sei.

Lewandowski, Müller, Goretzka, Thiago und Gnabry hießen die Torschützen. Und schon ist diese Gier wieder da. Das Wissen, dass diese Bayern absolut bereit für den achten Titel in Folge sind. Thomas Müller will nun sogar die EM nicht mehr ganz ausschließen. Und irgendwie erinnert das alles an die Zeit vor einem Jahr.

Die Bullen

Die Bullen aus Leipzig haben das erste Ligaspiel seit drei Monaten verloren. Das 0:2 in Frankfurt war für RB erst die dritte Niederlage in dieser Saison. Den Treffern von Almamy Touré und Filip Kostic hatte das Team von Julian Nagelsmann diesmal nichts entgegenzusetzen.

Der kritisierte hinterher die Einstellung seiner Spieler im Training. Nach dem Motto: So ganz ernst haben die das nicht genommen. Beim Training wird ab sofort ein Neuer dabei sein. Denn die Leipziger verpflichteten das spanische Supertalent Dani Olmo (21) für 20 Millionen Euro von Dinamo Zagreb.

Die Borussen I

Noch mehr Tore als die Bayern in den ersten beiden Partien der Rückrunde erzielte Borussia Dortmund. Zehn sind es. Erfolgreicher waren zum Auftakt nach der Winterpause nur die Gladbacher von 1966/67 (11). Diese Torfabrik hat einen Namen: Erling Haaland. Der Neuzugang allein ist für fünf der zehn BVB-Tore verantwortlich.

Beim 5:1-Erfolg gegen Köln am Freitag waren es zwei – erneut nach Einwechslung. Nun sollen die Dortmunder auch noch Juves Emre Can verpflichten wollen. Es wäre wohl ein Puzzleteil, um in der Meisterfrage entscheidend mitzureden.

Die Borussen II

Auch die Borussia aus Mönchengladbach hat nach der Auftaktniederlage gegen Schalke wieder in die Spur gefunden. Das Team von Trainer Marco Rose lag gegen Mainz zwar zurück, zwei Treffer von Alassane Pléa sowie ein Traumtor aus rund 40 Metern von Florian Neuhaus drehten das Spiel.

Rose erlaubte seinen Profis anschließend, ins Mönchengladbacher Nachtleben abzutauchen. Noch einmal durchschnaufen, bevor am kommenden Samstag das Spitzenspiel in Leipzig ansteht. Da heißt es dann bestenfalls nicht abtauchen, sondern einfach weiterfeiern.

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