Samstag, 18.30 Uhr/Sky

5 Thesen zum Topspiel der Bayern gegen Dortmund: Schwache Abwehr, viele Tore

+
Im Zweikampf: Die Dortmunder Łukasz Piszczek (links) und Manuel Akanji (rechts) sowie Bayerns Robert Lewandowski. 

FC Bayern München gegen Borussia Dortmund: Es ist das Topspiel des 11. Spieltags der Fußball-Bundesliga. Eigentlich ist es der Inbegriff des Topspiels in Deutschland.

Der FC Bayern München empfängt heute Borussia Dortmund (18.30 Uhr /Sky). Doch das Duell Süd gegen West steht dieses Mal unter anderen Vorzeichen. Der Rekordmeister ist angeschlagen, die Schwarz-Gelben kommen mit frischem Mut.#

Fünf Thesen zum Spiel der Bayern gegen Dortmund:

1. Lewandowski baut seine Serie aus: Robert Lewandowski trifft und trifft und trifft. In der Liga erzielte der Pole in jeder der ersten zehn Partien mindestens ein Tor – 14 insgesamt. Damit verbesserte er bereits am 9. Spieltag die Bestmarke von Pierre-Emerick Aubameyang (siehe unsere Grafik) – einem Ex-Dortmunder. Und nun ist der BVB zu Gast. Dem könnte angesichts der Torlust des 31-Jährigen Angst und Bange werden. Die Quote des Stürmers gegen seinen Ex-Klub: 14 Tore in zehn Ligaspielen, allein zehn davon in den letzten fünf Partien. Es sieht also alles so aus, als könnte Lewandowski seine Serie noch ausbauen.

2. Die Bayern-Abwehr ist ein Schwachpunkt: Niklas Süle verletzt, Lucas Hernández verletzt, Jérome Boateng gesperrt. Die Bayern haben in der Defensive Personalsorgen – das ist es aber nicht allein. Nach dem 1:5 in Frankfurt haben die Münchner nach zehn Spielen bereits 16 Gegentore kassiert – so viele wie sonst keines der ersten zehn Teams in der Tabelle. So viele wie Düsseldorf.

In der Champions League verteidigten Javi Martinez und David Alaba innen. Martinez, der unter Kovac kaum berücksichtigt wurde, wird notgedrungen zum wichtigen Baustein. Aber: In der Defensive sind die Münchner anfällig.

3. Flick könnte länger als zwei Spiele auf der Bank sitzen: Hansi Flick wurde zunächst einmal für zwei Spiele zum Cheftrainer befördert. Weil aber bislang alle Kandidaten abgesagt haben – Erik ten Hag, Thomas Tuchel, Ralf Rangnick – und die Bayern selbst eine Anstellung von Arsène Wenger ausschlossen, wird ein längerfristiges Engagement des 54-Jährigen immer wahrscheinlicher. Sollte ein Erfolg gegen Dortmund gelingen, hat Flick auf jeden Fall die besten Argumente auf seiner Seite.

4. Hummels wird bei seiner Rückkehr viel zu tun haben: Von München nach Dortmund, zurück nach München und wieder zurück nach Dortmund: So sieht der Transferweg von Mats Hummels seit 2008 aus. Erneut kehrt er beim Duell der Bayern gegen den BVB an die alte Wirkungsstätte zurück. Einen Innenverteidiger wie Hummels hätten die Münchner derzeit wohl gern noch zur Auswahl.

Der 30-Jährige hat der Abwehr der Dortmunder wieder mehr Stabilität verliehen. Seine Erfahrung tut sichtlich gut. In der Allianz Arena wird Hummels diese heute auch benötigen. Wir hatten die Sache mit Lewandowski ja erwähnt. Beide haben übrigens schon zusammen beim BVB, zusammen bei den Bayern gespielt. Und auch schon gegeneinander.

5. Hakimi geht auch in München auf Torejagd: Wer hat in dieser Spielzeit nach Paco Alcácer und zusammen mit Marco Reus die meisten Pflichtspieltore für den BVB erzielt? Richtig, Achraf Hakimi. Eigentlich ist der 21-Jährige Rechtsverteidiger. Weil sein Spiel nach vorn häufig besser ist als das nach hinten, stellte Trainer Lucien Favre ihn zuletzt häufig auf der offensiven Außenbahn auf. Mit Erfolg. In der Champions League rettete Hakimi die Dortmunder mit zwei Treffern beim 3:2-Sieg gegen Inter. Und weil Reus und Jadon Sancho angeschlagen sind, könnte Hakimi auch heute für Torgefahr sorgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.