Heute, 20.45 Uhr/ARD

Alles Bundesliga – oder was? Viele Fußballer der Schweiz sind in Deutschland aktiv

Yann Sommer
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Ein Gladbacher: Yann Sommer.

Die Schweiz hinkt hinterher – und hat nach drei Spielen in der Nations League erst einen Punkt geholt. Den erspielten sich die Fußballer von Trainer Vladimir Petkovic Anfang September beim 1:1 gegen Deutschland.

Kassel – Heute steht das Rückspiel in Köln an (20.45 Uhr/ARD). Ein Großteil der Spieler aus unserem Nachbarland ist in Deutschland aktiv oder hat früher in der Bundesliga gespielt. Ein Überblick:

In der Bundesliga: Blickt man auf die Partie der Schweizer gegen Spanien vom Samstag, muss man nicht lange nach bekannten Namen suchen. Im Tor stand Yann Sommer (31), der seit 2014 auch der Rückhalt von Borussia Mönchengladbach ist. In Nico Elvedi (24) hatte er einen Verteidiger vor sich, der ein Jahr später zu den Fohlen wechselte. Für Linksverteidiger Loris Benito kam in der 81. Minute Steven Zuber (29), seit 2014 in der Bundesliga dabei für Hoffenheim, Stuttgart und jetzt Frankfurt.

Im Mittelfeld begann mit Djibril Sow (23) ein weiterer Frankfurter, der im Sommer 2019 zu den Hessen stieß. Für ihn wurde in der 60. Minute Ruben Vargas (22) eingewechselt, ebenfalls seit einem Jahr in Deutschland aktiv – für den FC Augsburg. Für Remo Freuler kam in der 86. Minute mit Edimilson Fernandes (24) ein aktueller Mainzer (seit Sommer 2019) in die Partie.

Der siebte noch in der Bundesliga aktive Profi, der für die Schweiz gegen Spanien zum Einsatz kam, war im Angriff Admir Mehmedi (29). Der spielt schon seit 2013 in Deutschland, erst für Freiburg, dann für Leverkusen nun für Wolfsburg.

Früher in der Bundesliga: Doch damit nicht genug. Aus der Spanien-Startelf gibt es ohnehin nur drei Spieler, die noch nie in der Bundesliga ihr Geld verdient haben: die bereits erwähnten Benito und Freuler sowie Silvan Widmer. Ricardo Rodriguez (28) stand von 2011 bis 2017 beim VfL Wolfsburg unter Vertrag, ist nun für den FC Turin aktiv. Fabian Schär (28) verteidigte mal zwei Jahre für Hoffenheim, macht das mittlerweile für Newcastle United in England. Granit Xhaka (28), Kapitän der Nati – Spitzname des Schweizer Teams – wechselte nach vier Jahren bei Borussia Mönchengladbach 2016 für 45 Millionen Euro zu Arsenal London. Und Haris Seferovic (28) war von 2014 bis 2017 drei Jahre in Diensten von Eintracht Frankfurt unterwegs.

Mit den eingewechselten Xherdan Shaqiri (29) und Mario Gavranovic (30) kamen zwei weitere Ex-Bundesliga-Kicker gegen die Spanier zum Einsatz. Gavranovic spielte ein Jahr für Schalke 04 (2010 bis 2011) und eins für Mainz 05 (2011 bis 2012). Shaquiri zog es nach zwei Jahren beim FC Bayern (2012 bis 2014) erst zu Inter Mailand, dann zu Stoke City und mittlerweile ist er beim deutschen Trainer Jürgen Klopp in Liverpool angekommen. Mit Yvon Mvogo (26) saß noch ein Torhüter auf der Bank, der dieses Gefühl auch schon aus drei Jahren in Leipzig kennt, jetzt für Eindhoven spielt.

Bekannt aus der Bundesliga: Schweizer, die in der Bundesliga Spuren hinterlassen haben, sind nicht neu. So war Ciriaco Sforza (50), heute Trainer des FC Basel, lange Zeit für den 1. FC Kaiserslautern und den FC Bayern aktiv. Stéphane Chapuisat (51) traf erst für Bayer Uerdingen und bleib anschließend acht Jahre bei Borussia Dortmund. Für Dortmund spielten auch Philipp Degen (37) und Alexander Frei (41). Frei trainiert in seiner Heimat mittlerweile den zweitklassigen FC Wil.

Raphael Wicky (43) war eher im Norden zuhause, spielte erst für Bremen, dann lange für den Hamburger SV. Meister mit dem VfB Stuttgart wurden unter anderen Marco Streller (39) und Ludovic Magnin (41).

Sie alle werden heute beim Nations-League-Spiel zwischen Deutschland und der Schweiz nicht dabei sein. Denn Zuschauer sind dieses Mal nicht zugelassen. (Maximilian Bülau)

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