Die deutsche Nationalelf verliert in Paris gegen Frankreich mit 0:2

Anschläge in Paris: Das Länderspiel wird Nebensache

Zweikampf: Laurent Koscielny (links) gegen Mario Gomez.

Kassel. Was noch sagen zu diesem Spiel unter diesen Umständen? Ein kleiner Schnellcheck zum 0:2 der deutschen Fußball-Nationalmannschaftin Frankreich.

Wie war das Spiel im Pariser Stade de France?

Es wurde erst nach einer halben Stunde unterhaltsam. Erst dann nahm die Partie Tempo auf, es ergaben sich Räume und Chancen. Thomas Müller und Mario Gomez aber vergaben bis zur Pause für das deutsche Team – beide schossen aus aussichtsreichen Positionen über das Tor. Die Franzosen machten es besser: Oliver Giroud erzielte unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff das 1:0 – nach perfekter Vorarbeit von Anthony Martial.

Nach dem Wechsel verflachte die Partie zunächst wieder. Im Stadion wurde es auch deswegen ruhiger, weil sich die schrecklichen Nachrichten von den Ereignissen rund um das Stadion und in Paris gesamt herumgesprochen hatten. Da wurde das Geschehen auf dem Feld zweitrangig. Daher nur am Rande: Die deutsche Nationalelf hätte nach einem Foul an Mario Gomez einen Elfmeter bekommen müssen. Und Thomas Müller traf aus dem Nichts den Pfosten. Er hatte die größte Chance zum Ausgleich. Statt dessen machten auf dem holprigen Boden die Franzosen das 2:0 durch André-Pierre Gignac.

Ging die Taktik des Bundestrainers auf?

Bundestrainer Joachim Löw setzte in der Abwehr auf eine Dreierkette mit Mats Hummels, Jerome Boateng und Antonio Rüdiger. Die zuletzt als Außenverteidiger fungierenden Jonas Hector und Matthias Ginter hatten auf der linken und rechten Seite also mehr Freiheiten. Insgesamt ging der Plan ganz gut auf – bis kurz vor der Halbzeit. Da ließen sich Rüdiger und Ginter auf der rechten Abwehrseite vernaschen. Die Folge: das 0:1. In der zweiten Halbzeit kam der aus Bebra stammende Shkodran Mustafi ifür Boateng ins Spiel, zuvor hatte schon Emre Can den verletzten Jonas Hector ersetzt.

Wie stellte sich Mario Gomez nach seiner Rückkehr so an? 

Der Rückkehrer bemühte sich in seinem 61. Länderspiel und zeigte, dass er als Anspielstation im Zentrum durchaus wieder wertvoll für diese Mannschaft werden könnte. Allein, dem 30-Jährigen fehlte das Quäntchen Glück.

Was machte der Jungstar Leroy Sané?

Der 19-Jährige kam zumindest zu seinem ersten Länderspiel. Er deutete an, dass er mit seinem Antritt eine Bereicherung für den Weltmeister könnte.

Wie war die Übertragung in der ARD?

Ein großes Lob an die ARD und Kommentator Tom Bartels. Er fand die richtigen Worte und ließ erkennen, was an diesem Tag NICHT wichtig war: der Fußball.

Kommentare

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