Kölner Euro-Comeback

Erst große FC-Party, dann versuchter Blocksturm

Arsenals Alexis Sanchez (r) und der Kölner Torschütze Jhon Cordoba beim Zweikampf. Foto: Kirsty Wigglesworth
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Arsenals Alexis Sanchez (r) und der Kölner Torschütze Jhon Cordoba beim Zweikampf. Foto: Kirsty Wigglesworth
Sead Kolasinac (2.vl) bejubelt mit Per Mertesacker (l) sein Tor zum 1:1 gegen Köln. Foto: Kirsty Wigglesworth
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Sead Kolasinac (2.vl) bejubelt mit Per Mertesacker (l) sein Tor zum 1:1 gegen Köln. Foto: Kirsty Wigglesworth
Arsenals Olivier Giroud (2.v.l) ist mit dem Kopf vor dem Kölner Jhon Cordoba am Ball. Foto: Kirsty Wigglesworth
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Arsenals Olivier Giroud (2.v.l) ist mit dem Kopf vor dem Kölner Jhon Cordoba am Ball. Foto: Kirsty Wigglesworth
Der Kölner Jhon Cordoba feiert seinen Treffer zum 1:0 beim FC Arsenal. Foto: Nick Potts
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Der Kölner Jhon Cordoba feiert seinen Treffer zum 1:0 beim FC Arsenal. Foto: Nick Potts
Arsenals Alexis Sanchez (r) versucht den Kölner Kapitän Matthias Lehmann vom Ball zu trennen. Foto: Nick Potts
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Arsenals Alexis Sanchez (r) versucht den Kölner Kapitän Matthias Lehmann vom Ball zu trennen. Foto: Nick Potts
Zahlreiche Fans ohne Karten haben den 1. FC Köln nach London begleitet. Foto: Nick Potts
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Zahlreiche Fans ohne Karten haben den 1. FC Köln nach London begleitet. Foto: Nick Potts

Zahlreiche Kölner Fans feierten rund um das erste Europacup-Spiel des 1. FC seit 25 Jahren friedlich in London. Vor dem Stadion kam es dann zu Auseinandersetzungen, der Anstoß musste verschoben werden.

London (dpa) - Es begann als große, friedliche Party, doch dann nahm sie einen unrühmlichen Verlauf: Das erste Europacup-Spiel des 1. FC Köln nach 25 Jahren beim FC Arsenal musste nach einem versuchten Blocksturm einzelner Fans aus Sicherheitsgründen um eine Stunde verschoben werden.

Drei FC-Anhänger wurden vor der Partie im Emirates Stadium in London zunächst festgenommen. Ursprünglich sollte das Spiel um 21.05 Uhr angepfiffen werden. Nach der Verschiebung wurden gegen 21.00 Uhr die Kölner Fans in den Block gelassen. Arsenal teilte gegen 21.30 Uhr mit, dass die Situation weitgehend unter Kontrolle sei und an der geänderten Anstoßzeit festgehalten werden könne. Die Teams kamen auf den Platz, um sich warm zu machen. Am Ende verlor der FC trotz verdienter Halbzeitführung mit 1:3 (1:0).

Am Mittag hatten die bis zu 15 000 FC-Fans noch für stimmungsvolle Bilder gesorgt. Friedlich und lautstark singend waren sie in einem großen Fanmarsch zum Stadion gewandert. Obwohl der FC für das Spiel nur 2900 Tickets zugebilligt bekommen hatte, hatte sich rund die fünffache Anzahl an Fans auf den Weg in die britische Metropole gemacht. Einige von ihnen kamen sogar mit dem Fahrrad oder Motorrollern.

Am Mittag hatten die Kölner Fans ausgelassen in der Stadt gefeiert, unter anderem hatten sie einen dreistöckigen Pub in der Londoner Innenstadt komplett gemietet. Vor dem Stadion kam es dann aber zu Unruhen. Einige Kölner Fans hatten sich mit Tickets für den neutralen Zuschauer-Bereich eingedeckt. Diesen verweigerte Arsenal wie angekündigt den Einlass. Daraufhin war es zu Rangeleien zwischen einzelnen Anhängern und den Sicherheitskräften gekommen. 30 bis 50 Kölner Fans versuchten einen Blocksturm und wurden von den Beamten aufgehalten.

Offizieller Grund für die Verschiebung des Anstoßes um eine Stunde war nach Angaben eines Arsenal-Sprechers die Tatsache, dass sich rund um das Stadion zu viele Kölner Fans ohne Tickets befanden. Aus diesem Grund ließen die Sicherheitskräfte die Heimfans zunächst nicht in den Stadion-Umlauf. Arsenal erklärte, man sei darauf vorbereitet gewesen, dass viele Fans ohne Ticket nach London kommen. Das Problem: Die Tickets für andere Blöcke waren für deutsche Fans leicht erwerbbar, die Warnung, dass diese keinen Einlass garantierten, kam erst zwei Tage vor dem Spiel.

Die Europa-League-Teilnahme hatte bei den FC-Fans für große Euphorie gesorgt. Obwohl sich nur Mitglieder für Auswärtskarte bewerben konnten, gingen beim Verein alleine für das Arsenal-Spiel 20 465 Bewerbungen ein. Die drei Heimspiele gegen die Gunners, BATE Borissow aus Weißrussland und Partizan Belgrad aus Serbien sind mehrfach überbucht.

Informationen bei uefa.com

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