Arbeitsreicher Start für Kasseler André Schubert bei Gladbach

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Optimismus ausstrahlen: Der Kasseler André Schubert bei seinerersten Pressekonferenz als Trainer von Borussia Mönchengladbach.

Gladbach/Kassel. Das Spiel seines Heimatvereins KSV Hessen Kassel hat er dann auch im TV nicht sehen können. Was kein Wunder ist.

Nach seiner Beförderung zum Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hatte André Schubert ganz andere Dinge zu tun. „Ich war um 23 Uhr zuhause, bin nachts um halb drei schlafen gegangen und war am nächsten Morgen um halb neun wieder im Büro“, sagt Schubert am Dienstag gegenüber der HNA. Der Arbeitstag hatte am Morgen mit dem Gespräch begonnen, in dem er von Sportdirektor Max Eberl von seiner Beförderung zum Interimstrainer erfuhr. Danach gab es nur noch: Arbeit, Arbeit, Arbeit.

Es ist ja auch ein harter Start, den der 44-jährige Fußballtrainer aus Kassel zu bewältigen hat, nachdem Vorgänger Lucien Favre am Sonntag völlig überraschend zurückgetreten war. Die Liga befindet sich in einer Englischen Woche. Mittwoch (20 Uhr) gibt Schubert im Heimspiel gegen den FC Augsburg sein Debüt an der Seitenlinie. Am Samstag geht es dann gleich im Kellerduell beim VfB Stuttgart weiter. Dann treffen die beiden Teams aufeinander, die nach fünf Spieltagen noch ohne Punktgewinn sind.

„Wir müssen uns gleich auf zwei Gegner vorbereiten“, erzählt Schubert. Vor allem aber: „Wir diskutieren viel über unsere eigenen Spieler, über die Probleme, die sie derzeit haben.“ Unbekannte sind die Profis für den Neuen an der Seitenlinie nicht. „Ich kenne sie alle, habe die erste Mannschaft mehrfach gesehen“, berichtet Schubert, der erst im Sommer die U23 in der Regionalliga West übernommen hatte. Nach neun Spieltagen steht er dort mit der Mannschaft auf Platz drei.

Tabellenregionen, von denen die Profis derzeit nur träumen. Einen Tag vor der Partie gegen Augsburg hatte Schubert, der frühere Spieler des KSV Baunatal und spätere Berater des KSV Hessen, am Dienstag am Bökelberg seinen ersten öffentlichen Auftritt. „Selbstbewusst, leidenschaftlich und mit viel Bock“– so beschreibt ihn die Presseagentur dpa. Und zitiert Schubert mit dem Satz: „Ich sehe das als große Herausforderung, mit der Mannschaft wieder in eine positive Richtung zu gehen.“ Gegenüber unserer Zeitung hatte Schubert betont: „Ich helfe ja nur aus.“ Allerdings könnte dieses Aushelfen dauern. In Gladbach war davon die Rede, dass die Trainersuche durchaus bis zur Winterpause dauern könnte.

Viel Zeit also für Schubert, sich selbst als langfristige Lösung zu empfehlen. Bei allem Stress der Anfangsphase hat der 44-Jährige, der in Baunatal lebt, trotzdem Zeit für kurze Anrufe oder SMS-Austausch mit der Heimat: „Ich nehme jeden Glückwunsch gern an. Bei dem Programm und in dieser Situation gut zu gebrauchen“, sagt er.

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