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Auch ohne Sturm mit Rückenwind: Warum Borussia Dortmund und RB Leipzig heute das Weiterkommen gelingt

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Von: Maximilian Bülau

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Marco Reus.
Macht dem BVB Mut: Marco Reus. © Sascha Schuermann/afp

Sie haben sich nicht die besten Ausgangssituationen geschaffen.

Doch wenn Borussia Dortmund heute in der Fußball-Europa-League bei den Glasgow Rangers antritt (21 Uhr/RTL) und RB Leipzig bei Real Sociedad San Sebastian zu Gast ist (18.45 Uhr/RTL+), gibt es trotzdem einige Dinge, die ans Weiterkommen der beiden Bundesligisten glauben lassen. Wir haben sie in einer Mutmachliste für die deutschen Klubs zusammengestellt.

Selbstvertrauen gesammelt

Rückenwind

Vielleicht waren es die Ausläufer der Stürme Ylenia und Zeynep. Am vergangenen Sonntag blies der Wind auf jeden Fall immer in die richtige Richtung – zumindest aus Sicht des BVB und der Leipziger. Die Dortmunder entluden ihre ganze Wut nach der 2:4-Hinspiel-Heimniederlage gegen Glasgow in einem 6:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Leipzig hatte später am Abend zwar auch etwas Glück, dass Herthas Marc-Oliver Kempf beim Stand von 1:1 die Rote Karte sah. Doch anschließend war die Offensivmaschine nicht mehr zu stoppen. Endstand: 6:1. Und wir lehnen uns jetzt mal weit aus dem Fenster: Sollten Dortmund und Leipzig heute erneut sechs eigene Treffer gelingen, wäre das Weiterkommen ins Achtelfinale wohl sicher. Auf jeden Fall gehen die beiden Klubs auch ohne Winterstürme mit ordentlich Rückenwind in die Europapokal-Rückspiele.

Floskeln abgefeuert

Erinnerung

Dortmunds Sportdirektor Michale Zorc sagte vor dem Playoff-Rückspiel: „Wenn die Mannschaft Eier hat, dreht sie das.“ Was schon sehr an Oliver Kahn erinnerte. Julian Brandt äußerte sich ähnlich tiefgründig: „Wir müssen die scheiße auslöffeln“, erklärte der BVB-Offensivmann. Gut, ein solches Floskel-Feuerwerk macht grundsätzlich nicht unbedingt Mut. Aber andersrum: Bei Oliver Kahn haben solch abgedroschene Formulierungen dem Siegeswillen auch nicht geschadet. Man kann es ja mal versuchen. Leipzig ist nach dem 2:2 im Hinspiel gegen die Spanier nach einer guten Leistung vor dem zweiten Duell ganz ohne Floskeln ausgekommen. Der Auftritt vor einer Woche hat gezeigt: Gewinnen ist möglich – und das allein macht Mut.

Serie gestartet

(In)Konstanz

Wenn die Dortmunder in dieer Saison anfangen zu gewinnen, dann hält der Höhenflug meist auch etwas an. Häufig gab es wettbewerbsübergreifend mehrere Siege in Folge. Derzeit steht der BVB vielleicht wieder am Anfang einer solchen Siegeswelle. Und da wäre bei der ganzen Inkonstanz dieser Spielzeit nur konstant, wenn die Welle noch nicht bricht. Leipzig war dagegen nur im vergangenen Jahr verlässlich inkonstant. Seitdem Domenico Tedesco Trainer ist, hat RB nur zwei von zwölf Spielen verloren, eins davon gegen den FC Bayern, selbst Manchester City wurde besiegt. Und auswärts hat es zuletzt gegen Hertha ja schon gut geklappt.

Stürmer ersetzt

Offensives Mittelfeld

Erling Haaland wird dem BVB heute noch fehlen. Doch mit fünf Torbeteiligungen zeigte Marco Reus gegen Ex-Team Gladbach seinen ganzen Wert. Reus ist mit neun Toren als offensiver Mittelfeldspieler zweitbester Schütze beim BVB, lieferte zudem elf Vorlagen. Bei Leipzig führt mit Christopher Nkunku ein offensiver Mittelfeldspieler beide Statistiken an – 13 Tore, neun Vorlagen. Wer braucht schon Stürmer oder einen Sturm, wenn er diese beiden und Rückenwind hat? (Maximilian Bülau)

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