Fati jüngster Torschütze 

Auffälligkeiten der Königsklasse: Bürki und Barca retten BVB, Ancelotti trotz Sieg entlassen 

Roman Bürki 
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Roman Bürki 

Es war ein erfolgreicher Fußball-Dienstag aus deutscher Sicht in der Champions League. Borussia Dortmund zitterte sich ins Achtelfinale und RB Leipzig sicherte sich den Gruppensieg.

Was sonst noch passierte, zusammengefasst in den Auffälligkeiten.

Kaum zu glauben, was sich in Dortmund abspielte. Jadon Sancho hatte den BVB früh in Führung gebracht, Barcelonas B-Elf lag in Mailand 1:0 vorn. Doch der Bundesligist legte nicht nach, Slavia Prag gab dagegen alles.

Dortmund kassierte den Ausgleich und durfte sich vorher und nachher bei Torhüter Roman Bürki bedanken, dass dieses 1:1 nicht früher fiel und der BVB anschließend nicht in Rückstand geriet. Inter hatte ausgeglichen, die Westfalen wären so nur in der Europa League.

Immer wieder parierte Bürki großartig. Julian Brandt brachte Dortmund wieder in Führung. Und der eingewechselte Ansu Fati tat dasselbe für Barca – er ist mit 17 Jahren und 194 Tagen nun der jüngste Torschütze der Königsklasse. So erreichte der BVB doch noch die K.o.-Runde. Dank Bürki und Barca.

So kann es gehen – eben noch hatte der SSC Neapel durch einen 4:0-Erfolg gegen Genk das Achtelfinale erreicht, Arkadiusz Milik dabei einen lupenreinen Hattrick erzielt. Nur Stunden später wurde Neapels Trainer Carlo Ancelotti entlassen. In der Serie A steht der SSC abgeschlagen auf dem siebten Platz. In den vergangenen sieben Spielen gab es keinen Sieg. Da half Ancelotti auch das 4:0 nicht mehr.

Bitter verlief der Abend auch für Genks Torhüter Maarten Vandevoordt. Im Alter von 17 Jahren und 287 Tagen gab er als jüngster Torwart der Geschichte sein Königsklassen-Debüt. Beim 0:1 patzte er, den Strafstoß vor dem 0:3 verursachte er. Anders als Ancelotti darf Vandevoordt aber bleiben.

Das Achtelfinale bereits in der Tasche hatte RB Leipzig. Dennoch boten die Sachsen keine B-Elf auf und gingen durch zwei Elfmeter, Emil Forsberg und Timo Werner trafen, 2:0 in Führung. Lyon schaffte in Hälfte zwei noch den Ausgleich – und der war ziemlich wichtig. 

So stehen die Franzosen im Achtelfinale. Bei einer Niederlage wäre ihnen – weil Benfica Lissabon im Parallelspiel 3:0 gegen St. Petersburg gewann – nicht einmal die Europa League geblieben. Diese bittere Pille mussten nun die Russen schlucken, die vor Lyons Ausgleich ins Achtelfinale eingezogen wären, nun aber nur auf Platz vier landeten.

Ähnlich bitter lief es für Ajax Amsterdam. Als Gruppenerster in den abschließenden Spieltag gestartet, rutschte der Halbfinalist der vergangenen Saison durch das 0:1 gegen Valencia noch auf Platz drei ab.

 Titelverteidiger Liverpool hat durch einen 2:0-Erfolg gegen Salzburg das Achtelfinale erreicht. Vor dem Spiel hatte Trainer Jürgen Klopp einen Dolmetscher angefahren, der seinen Spieler Jordan Henderson nicht richtig übersetzt hatte. Er tat das auf eine arrogante Art und Weise. Hinterher sagte er: „Sorry, ich war ein Idiot.“ Das hat Größe.

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