3. Niederlage in Serie für 96

FC Augsburg beendet Mini-Krise: 3:1-Sieg in Hannover

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Augsburgs Torschütze Michael Gregoritsch (r) und Ja-Cheol Koo jublen nach dem 1:0 gegen Hannover. Foto: Swen Pförtner

Der FC Augsburg kann für ein weiteres Jahr in der Ersten Liga planen. Nach dem 3:1 in Hannover dürfen die Schwaben sogar wieder nach oben schielen. Hannover muss dagegen aufpassen.

Hannover (dpa) - Nach dem ersten Erfolg nach zuvor vier sieglosen Partien herrschte beim FC Augsburg große Erleichterung. "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Wir fahren sehr zufrieden und glücklich nach Augsburg zurück", sagte FCA-Coach Manual Baum nach dem verdienten 3:1 (2:1) bei Hannover 96.

Mit nun 35 Punkten und zehn Zählern Vorsprung auf Platz 16 können die Schwaben wohl endgültig für eine weitere Spielzeit im Fußball-Oberhaus planen.

Hannover muss nach der dritten Niederlage in Serie dagegen aufpassen, nicht noch weiter abzurutschen. 32 Punkte könnten trotz der Schwäche der Teams im Tabellenkeller am Ende vielleicht doch nicht reichen. "Uns fehlt ein stückweit die Leichtigkeit, die uns lange Zeit ausgezeichnet hat", sagte 96-Trainer André Breitenreiter.

Vor 36.500 Zuschauern erzielten der starke Michael Gregoritsch (26. Minute, 83.) und Gojko Kacar (45.+1) die Treffer für die Gäste. Salif Sané gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für Hannover (37.).

Auch gegen Augsburg war für die Gastgeber von Heimspielatmosphäre die meiste Zeit nicht viel zu spüren. Im Dauerzwist zwischen dem harten Kern der 96-Anhänger und Club-Boss Martin Kind setzen Hannovers Ultras ihre Stimmungsboykott weiter fort. Zwar blieben Beschimpfungen gegen Kind anders als vor zwei Wochen beim 0:1 gegen Mönchengladbach dieses Mal aus. Einige kritische Plakate gegen den 96-Präsidenten gab es aber dennoch. "Hochmut kommt vor dem Fall Martin!", war auf einem zu lesen.

An diesem Montag gibt es ein erstes Treffen zwischen Club und Fans, bei dem die verzwickte Situation erörtert werden soll. Noch wichtiger dürfte aber eine Podiumsdiskussion in naher Zukunft sein, an der auch die Ultras teilnehmen wollen. 96 hatte eine solche Veranstaltung zunächst abgesagt, will diese nun aber doch stattfinden lassen.

Am Samstag blieb es in der HDI-Arena insgesamt aber weitgehend ruhig, auch wenn die übrigen 96-Anhänger aktiver waren als zuletzt. "Fast das gesamte Stadion hat sich heute hinter die Mannschaft gestellt, das war eine sehr positive Stimmung", sagte Breitenreiter ein klein bisschen übertrieben.

Denn erst nach dem Ausgleichstreffer durch Sané wurde es erstmals etwas lauter. Der Abwehrchef jagte den Ball aus gut 25 Metern ins Tor der Gäste. Damit machte Sané die Augsburger Führung wett. Gregoritsch hatte die Gäste in der 26. Minute in Führung gebracht. Der Vorsprung war zu diesem Zeitpunkt verdient, weil das Team von Trainer Manuel Baum schon zuvor einige gute Chancen hatte.

Nach dem 1:1 kamen die 96er zwar etwas besser in die Partie. Dennoch gingen sie mit einem Rückstand in die Pause. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff stand Kacar plötzlich völlig frei und sorgte für das 2:1. "Das war zu einfach", bemängelte Breitenreiter.

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber zunächst auf den Ausgleich. Felix Klaus scheiterte an FCA-Keeper Marwin Hitz (54.), Iver Fossum zögerte völlig freistehend zu lange (57.). Doch in der Schlussphase kam von Hannover nicht mehr viel. Stattdessen machte Gregoritsch sieben Minuten vor dem Ende nach einem Konter alles klar.

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