Das Ausland liebt die Bundesliga

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Der FC Bayern ist das Zugpferd der Bundesliga

Frankfurt/Main - Die Bundesliga boomt nun auch international, die DFL stößt nach deutlichem Rückstand in den vergangenen Jahren bei der Auslandsvermarktung in neue Dimensionen vor.

In der kommenden Rechteperiode von 2012 bis 2015 wird die DFL ihre Einnahmen aus der internationalen Vermarktung um 50 Prozent steigern und damit pro Jahr 72 Millionen Euro erlösen. In 208 Ländern ist die deutsche Elite-Klasse im Fernsehen mittlerweile zu verfolgen, in 200 Ländern gibt es Live-Bilder.

Die besten Sprüche der Hinrunde 2011/2012

"Wir haben ihm alle die Hände geschüttelt. Bremen ist doch ein sparsamer Verein.“ (Bremens Klub-Chef Klaus Allofs auf die Frage, ob Torjäger Claudio Pizarro ein Geschenk für seinen 150. Bundesliga-Treffer erhalten wird). © dpa
"Er sieht sehr gut aus. Da ist ein Kuss nicht so schlecht.“ (Sportdirektor Frank Arnesen vom Hamburger SV. Der neue HSV-Trainer Thorsten Fink war Arnesen nach dem Ausgleich gegen den VfL Wolfsburg stürmisch um den Hals gefallen). © dpa
"Ich habe vorher gesagt, wenn ich heute kein Tor mache, nehm ich mir ein Taxi und komme nie wieder zurück.“ (Abwehrspieler Khalid Boulahrouz vom VfB Stuttgart (re.), der beim 2:0 beim 1. FC Kaiserslautern erstmals seit sechseinhalb Jahren ein Bundesliga-Tor erzielte). © dpa
"Dietmar Hopp, du Sohn einer Hupe!“ (Spruchband der Dortmunder Fans in Richtung des Hoffenheimer Mäzens nach der Akustik-Affäre) © dapd
"Gegen mangelnde Fußballkompetenz hilft auch keine Hochfrequenz. „ (Spruchband der Augsburger Fans nach der Akustik-Affäre in Hoffenheim). © dapd
"Wenn einer schon flitzt, dann soll er auch etws bieten. Das hat er getan.“ (Bayern-Stürmer Mario Gomez über den nackten Flitzer, der in der Schlussphase des Spiels in Augsburg auf dem Rasen Flickflacks schlug). © dpa
"Die deutschen Journalisten nerven mich schon mit den Fragen, und jetzt kommen die italienischen auch noch.“ (Mario Gomez nach dem 4:0-Sieg des FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg auf die Frage eines italienischen Reporters, ob er Gerd Müllers Bundesliga-Torrekord knacken könne). © doa
"Ich dachte, wir reden über Fußball.“ (Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß vor dem Bundesliga-Auftaktspiel Dortmund gegen Hamburg, als das Thema Frauen-WM zur Sprache kam). © dpa
"Er hat seinen Job gemacht. Eine Million hat er jetzt abbezahlt. „ (Präsident Uli Hoeneß von Bayern München über Manuel Neuer, der dem Rekordmeister mit einer starken Parade den 2:1-Sieg beim FC Augsburg rettete). © dpa
"Einen Haftbefehl zu erlassen gegen einen jungen Mann, der am Boden ist, der völlig fertig ist! Mit der albernen Begründung einer Verdunklungsgefahr - der kann gar kein Deutsch. So etwas Unglaubliches habe ich schon lange nicht mehr gehört.“ (Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß über die U-Haft für Bayern-Profi Breno). © dpa
"Normalerweise sagt man ja, die Holländer haben einen Riecher für Käse - er hat einen für Tore. Er ist ein Phänomen.“ (Lewis Holtby nach dem 4:0 von Schalke 04 gegen Nürnberg über Torjäger Klaas-Jan Huntelaar). © dapd
"Wer den Charakter der Mannschaft infrage gestellt hat, der hat nicht alle Latten auf dem Zaun.“ (Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach der 5:0-Gala des deutschen Meisters gegen den 1. FC Köln mit Blick auf die Kritik nach dem 1:3 in der Champions League bei Piräus). © dpa
"Ribery ist ein einziger Muskel.“ (Christian Lell von Hertha BSC Berlin im ZDF-Sportstudio über seinen Münchner Gegenspieler Franck Ribery). © dpa
"Wie es jetzt weitergehen soll? Es geht immer weiter. Sollen wir jetzt den 1. FC Köln aus der Bundesliga abmelden?“ (Lukas Podolski nach dem 0:3 des 1. FC Köln bei Hertha BSC). © dpa
"Barca hat Messi, Bayern hat Schweini, wir haben Poldi“ (Kölns Torhüter Michael Rensing nach dem 2:2 beim VfB Stuttgart über den Wert von Nationalspieler Lukas Podolski, dem ein Doppelpack gelang). © dapd
„Es war ein sehr intensives Spiel. Aber ein Mann konnte in diesem intensiven Spiel nicht mitlaufen: Das war der Schiedsrichter. „ (Kölns Trainer St†le Solbakken bei Sky nach dem 2:3 bei Werder Bremen über Schiedsrichter Michael Weiner). © dapd
"Das war kein Spiel für Trainer mit Herzschrittmacher.“ (Kölns Chefcoach St†le Solbakken, der einen Herzschrittmacher trägt, nach dem 4:3-Erfolg beim Hamburger SV). © dpa
"Wenn Lukas gehen sollte, kann er sicher zu einem besseren Verein gehen als zu Schalke.“ (Trainer Stale Solbakken vom 1. FC Köln zum Interesse von Schalke 04 an Lukas Podolski). © dapd
"Ja, um 10, 12, 15 und 17 Uhr.“ (Trainer Stale Solbakken nach der 1:5-Niederlage des 1. FC Köln bei Schalke 04 auf die Frage, ob er am Sonntag trainieren lassen wird) © dapd
"Der Platz war so wie unsere zweite Halbzeit. Da flogen Stücke raus, die waren so groß wie Australien.“ (Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski nach dem 1:2 gegen Werder Bremen) © dapd
"Er ist halt sehr groß und nimmt viel Platz weg im Tor. Insofern hat er 'ne hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie ihn anschießen! (Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski über seinen Torwart Tom Starke, der einen Elfmeter vom Augsburger Sascha Mölders parierte). © dpa
"Mit unserer Leistung ist es wie mit den Lottozahlen - sie ist immer wieder neu.“ (Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski nach der Niederlage gegen Kaiserslautern). © dapd
"Ich habe eine Frau und zwei Kinder - das weiß ich noch.“ (Kapitän Christian Tiffert vom 1. FC Kaiserslautern nach dem 1:1 beim Hamburger SV zu seinem Befinden nach einem Check von HSV-Profi Slobodan Rajkovic). © dpa
"Ich habe keine Lust mehr, über das gute Spiel meiner Mannschaft zu reden. Seit neun Wochen geht das so. Wir sollten mal anfangen zu gewinnen und uns zu belohnen. (Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel nach dem 1:3 gegen Bremen). © dpa
„Wir haben uns eben entschieden, den Verein nicht aufzulösen, obwohl wir Unentschieden gespielt haben“ (Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem 1:1 im Spitzenspiel in Mönchengladbach). © dpa

„Die Zeichen stehen bei der Auslandsvermarktung besser denn je. Die Bundesliga-Erlöse aus der internationalen Vermarktung wachsen stärker als die der anderen Topligen. Wir legen jetzt den nächsten Gang ein und werden auch weiterhin Gas geben. Das Stück vom Kuchen soll für uns noch größer werden“, sagte DFL-Chef Christian Seifert am Montag in der Liga-Zentrale in Frankfurt/Main.

Aus den nationalen Medienrechten erhält die Bundesliga noch bis zum Ende der Saison 2012/2013 derzeit durchschnittlich 412 Millionen Euro per annum. Im Mai werden die nationalen Rechte ab der Spielzeit 2013/2014 neu vergeben. „Die Vergabe der nationalen Medienrechte wirft ihre Schatten voraus, das heißt aber nicht, dass wir andere Felder vernachlässigen. Wir wollen auch im Ausland weiter wachsen und uns so finanziell noch mehr Spielraum geben“, sagte Seifert, der ankündigte, dass die DFL in Singapur eine Asien-Pazifik-Repräsentanz aufbauen wird.

Im internationalen Vergleich liegt die Bundesliga bei den Auslandserlösen derzeit auf Rang vier hinter der Premier League (ca. 500 Millionen Euro), Spanien (über 180 Millionen Euro) und Italien (90). Mit 72 Millionen Euro im Jahr liegt die Bundesliga damit nicht mehr weit hinter der Serie A. Im Jahr 2005 erzielte Italien bereits 50 Millionen Euro, während die Bundesliga bei nur zwölf Millionen Euro per annum lag.

Um die Auslandsvermarktung weiter zu forcieren, wird die DFL über ihre Tochtergesellschaft Sports Enterprises in den kommenden Wochen auch ein Büro in Singapur beziehen. Die Asien-Pazifik-Repräsentanz soll unterstreichen, dass diese Region zu den absoluten Kernmärkten der Bundesliga zählt.

„Nachdem wir den Umsatz in Asien seit 2008 kontinuierlich steigern konnten, wollen wir diese Dynamik fortführen und weitere Marktanteile im harten Wettbewerb gewinnen. Das lässt sich am besten mit einer Repräsentanz vor Ort gewährleisten“, sagte Jörg Daubitzer, Geschäftsführer der DFL-Tochter Sports Enterprises.

Ein weiterer Baustein, um die internationalen Rechte-Verkäufe anzukurbeln, ist das neue Internetportal Bundesliga.com. Das neue Angebot soll allerdings nicht nur die Inhalte der deutschen Website darstellen, sondern vor allem ein individuell auf einzelne Märkte zugeschnittenes Programm bieten. „Mit Bundesliga.com wollen wir die Fans weltweit mit allen Informationen über ihre jeweiligen Stars versorgen“, sagte DFL-Geschäftsführer Tom Bender.

sid

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