Champions League

Bayern gegen "Leidenschaftsmonster" Atletico

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Um sich den Henkelpott zu holen, muss der FC Bayern auf dem Weg ins Finale Atletico Madrid ausschalten.

Nyon - 42 Jahre nach dem Final-Triumph von Brüssel trifft der FC Bayern wieder auf Atlético. Die Spanier gelten als unangenehmer Gegner, schließlich haben sie den Titelverteidiger ausgeschaltet.

Die „Leidenschaftsmonster“ von Atletico Madrid statt Zauberer Cristiano Ronaldo oder Pep Guardiolas künftigen Verein Manchester City: Auf Bayern München wartet im Halbfinale der Champions League und auf dem Weg zum begehrten Triple ein äußerst unbequemer Gegner. Das defensivstarke Team von Trainer Diego Simeone hatte im Viertelfinale sogar Titelverteidiger FC Barcelona ausgeschaltet, was den Bayern großen Respekt abnötigt.

„Barcelona ist die beste Mannschaft der letzten zehn Jahre. Das zeigt, wie stark Atletico ist und wie kompliziert es wird. Sie haben ein großes Herz und eine sehr gute Mentalität. Sie haben eine der besten Defensivreihen in Europa“, lobte Bayerns Coach Guardiola den Kontrahenten aus der Primera Division, der in Simeone „einen der besten Trainer der Welt“ habe. Er habe Atletico „auf ein neues Level geführt“.

Sammer erwartet "extreme und große Prüfung"

Sportvorstand Matthias Sammer sprach von einem „Leidenschaftsmonster“ und einer „extremen und großen Prüfung“. Dies sei „eine harte Nuss, aber wir wollen ja schließlich ins Finale“, meinte Weltmeister Thomas Müller vor dem fünften Halbfinale der Bayern in Serie und fügte mit Blick auf den historischen Triumph gegen Atletico 1974 hinzu: „Katsche Schwarzenbeck muss uns nach Madrid begleiten.“

Schwarzenbeck hatte vor 42 Jahren maßgeblichen Anteil am ersten Titelgewinn der Bayern im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb. Im ersten Finale gegen Atletico hatte er die Bayern beim 1:1 in der 120. Minute mit einem seiner seltenen Treffer gerettet. Im Wiederholungsspiel triumphierten die Bayern dann durch jeweils zwei Treffer von Gerd Müller und Uli Hoeneß mit 4:0.

Es waren die bislang einzigen Europacup-Duelle der Bayern gegen Atletico - die Erfolgs-Geschichte soll sich nun wiederholen. Am 28. Mai könnte es dann im San-Siro-Stadion von Mailand zum erstmaligen Traumfinale zwischen den Münchnern und Real Madrid kommen, das auf die Citizens trifft.

Guardiola lobt Stimmung bei Atletico

In den vergangenen beiden Jahren war Guardiola mit den Bayern, die am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Schalke in der Liga einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Titel machen wollen, gegen Real und Barcelona jeweils krachend in der Vorschlussrunde gescheitert. Diesmal soll nicht wieder ein Klub aus der Primera Divison zum Stolperstein der Bayern in der Königsklasse werden. Kleiner Vorteil für den deutschen Rekordmeister gegen „Atleti“: Der FC Bayern spielt zunächst am 27. April im Estadio Vicente Calderon, wo für Guardiola „die beste Stimmung Europas“ herrscht. Das Rückspiel findet am 3. Mai in der Münchner Allianz Arena statt.

Atletico hat im Franzosen Antoine Griezmann und in Fernando Torres zwar auch offensiv einiges zu bieten. Doch der Champions-League-Finalist von 2014 lebt vor allem von seiner bärenstarken Defensive um den kantigen Diego Godin. Mit nur 16 Gegentoren verfügt Atletico in der Liga über die beste Abwehr, aber auch nur fünf Gegentreffer in der Königsklasse sind im bisherigen Saisonverlauf Bestwert.

Insgesamt erreichten die Münchner im wichtigsten europäischen Wettbewerb bereits 18 Mal die Vorschlussrunde, davon zehnmal in der Champions League. Zehnmal zogen sie bislang dann auch ins Finale ein. Fünfmal gewannen die Münchner den Titel, unter anderem am 23. Mai 2001 5:4 i.E. gegen den FC Valencia - in Mailand. Und genau da wollen die Bayern 15 Jahre später wieder hin.

Termine Hinspiele

Dienstag, 26.04.2016

Manchester City - Real Madrid

20.45 Uhr

Mittwoch, 27.04.2016

Atlético Madrid - FC Bayern München

20.45 Uhr

Termine Rückspiele

Dienstag, 03.05.2016

FC Bayern München - Atlético Madrid

20.45 Uhr

Mittwoch, 04.05.2016

Real Madrid - Manchester City

20.45 Uhr

SID

Die Auslosung zum Nachlesen im Ticker.

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