Bach zu FIFA: Probleme durch Neuwahl nicht beendet

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Thomas Bach fordert Reformen beim Fußball-Weltverband. Foto: Georg Hochmuth

Kuala Lumpur (dpa) - Für IOC-Präsident Thomas Bach ist ein notwendiger Reformprozess im Fußball-Weltverband FIFA nicht vom Verbleib von Präsident Joseph Blatter bis Februar 2016 abhängig. "Es geht nicht nur um die Personaldiskussion.

Es geht um mehr als um einzelne Personen", sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) im Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Wer glaubt, die Probleme der FIFA wären alleine mit der Neuwahl eines Präsidenten beendet, der irrt."

Es gehe bei der FIFA um mehr. "Es geht um strukturelle Änderungen, die herbeigeführt werden müssen", erklärte Bach. "Deshalb wird es sehr davon abhängen, ob und inwieweit die Exekutive der FIFA jetzt Maßnahmen ergreift und bereit ist, wirklich Reformen anzustoßen, damit diese dann möglichst im Februar schon umgesetzt werden können."

Blatter, der auf eine Reise zum am Freitag in Kuala Lumpur beginnenden IOC-Kongress verzichtet hat, hatte im Zuge der jüngsten Korruptionsaffäre kurz nach der Wiederwahl seinen Rücktritt angekündigt. Bis zur Wahl eines Nachfolgers am 26. Februar will er im Amt bleiben.

Eine Rücknahme der von Korruptionsvorwürfen begleiteten Vergabe der Fußball-WM für 2022 an Katar hält Bach für nicht opportun. "Nein, hier gibt es Untersuchungen und keine Beweise", sagte er.

Kurzprofil Bach auf IOC-Homepage

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