Bayer-Profi droht Ärger

Führerschein-Ärger um Wendell

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Wendell droht Führerschein-Ärger.

Abwehrspieler Wendell von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen droht ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eventuell eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Missachten von Zeichen und Weisungen eines Polizeibeamten.

Dies bestätigten sowohl die Kölner Polizei auf SID-Anfrage als auch der Werksklub. „Wendell war naiv und hat einen Fehler gemacht“, sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler: „Er wollte seinem Bruder helfen. Dies war eine große Dummheit, für die er geradestehen wird.“ Nach Klubangaben werde Wendell sich bei den Ermittlungen vollumfänglich kooperativ verhalten und für sein Verhalten die volle Verantwortung übernehmen.

Der 22 Jahre alte Brasilianer ist der Polizei in der Nacht zum Freitag in der Kölner Innenstadt wegen unsicherer Fahrweise aufgefallen. „Der Fahrer fuhr unsicher und in leichten Schlangenlinien. Er sollte kontrolliert werden“, schilderte ein Ermittler. Doch Wendell habe weder auf die „Stop Polizei“-Zeichen reagiert, noch auf das Blaulicht im Rückspiegel. Er sei den Beamten zunächst davon gefahren und wollte dann in eine Garageneinfahrt fahren. Während sich das Tor automatisch geöffnet habe, seien die Beamten aus dem Streifenwagen gestiegen. Doch kaum hatten sie den Wagen erreicht, habe der Fahrer erneut Gas gegeben.

Wendell kurzzeitig in Handschellen

Schließlich gelang es den Beamten, den Fahrer zu stellen, legten ihm zunächst Handschellen an, die sie wieder lösten, nachdem Wendell sich beruhigt hatte. Als dieser seine Personalien zu Protokoll gab, stellte sich heraus, dass der Bayer-Profi nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.

Ein „Gefallen“ für ein Familienmitglied hat nach Bayer-Angaben Wendell in die Schwierigkeiten mit der Polizei gebracht. Wendells Bruder habe den Außenverteidiger telefonisch darum gebeten, ihn aus einem Lokal abzuholen, in dem dieser mit Freunden den Abend verbracht hatte. Wendell, der sich stets von seinem Bruder chauffieren lässt, da er selbst nicht im Besitz eines Führerscheins ist, ließ sich zu der Fahrt überreden und geriet prompt in eine Polizeikontrolle.

SID

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