Bayer nach 3:0 gegen Eintracht auf Königsklassen-Kurs

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Leverkusen setzte sich am Ende klar mit 3:0 gegen Frankfurt durch. Foto: Monika Skolimowska

Leverkusen (dpa) - Bayer Leverkusen bleibt mit dem 3:0 (0:0) gegen die immer stärker abstiegsgefährdete Frankfurter Eintracht auf direktem Kurs Richtung Fußball-Königsklasse.

"Joker" Kevin Kampl bei seinem ersten Ballkontakt in der 70. Minute, Julian Brandt fünf Minuten später und Karim Bellarabi (90.) sorgten für den fünften Bundesliga-Sieg der Werks-Elf in Serie ohne Gegentreffer und die Einstellung des Vereinsrekords. Mit 51 Punkten ist Bayer vier Spieltage vor dem Saisonende jetzt Tabellendritter. Für die Eintracht wird es bei weiter 27 Zählern und nun schon vier Punkten Differenz auf Relegationsplatz 16 immer schwerer.

"Wir fahren nicht nach Leverkusen, um die Arme hochzuheben und uns zu ergeben", hatte Eintracht-Trainer Niko Kovac vor der Partie des 30. Spieltags angekündigt. Und sein Team ließ Taten folgen. Die Eintracht, die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga, zeigte vor den 30 210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena viel Laufarbeit und bot dem Königsklassen-Anwärter wenig Möglichkeiten. Die beste hatte noch Julian Brandt, dessen Kopfball (40.) nach einem Freistoß von Hakan Calhanoglu allerdings keine große Gefahr für Eintracht-Schlussmann Lukas Hradecky darstellte.

Elf Minuten nach dem Seitenwechsel hätte die Eintracht in Führung gehen. Doch der eingewechselte Sonny Kittel zirkelte seinen Volleyschuss nur um Zentimeter am Pfosten des Bayer-Tores vorbei. Und die Hessen ließen nicht nach: Bayer-Keeper Bernd Leno musste gegen Stefan Aigner in höchster Not klären (60.).

Dann kam nach langer Verletzungspause Kampl für Torjäger Javier Hernández auf das Feld. Mit einem herrlichen Volley gelang dem ehemaligen Dortmunder gleich bei seinem ersten Ballkontakt das 1:0. Die Eintracht jedoch gab nicht auf und hatte durch Szabolcs Huszti und David Angel Abraham zwei gute Ausgleichschancen. Doch Brandt und Bellarabi machten mit dem 2:0 und 3:0 dann für Leverkusen alles klar.

Bayer-Chefcoach Roger Schmidt war defensiv zu einer veränderten Variante gezwungen. Weil die Brasilianer Wendell und André Ramalho gesperrt waren, rückten im 62. Erstligaduell beider Clubs Nationalspieler Christoph Kramer als Innenverteidiger und Nachwuchsmann Benjamin Henrichs auf links in die Vierer-Abwehrkette. Der Chilene Charles Aranguiz gab einen Tag vor seinem 27. Geburtstag nach langem Verletzungsausfall sein Startelfdebüt für Bayer.

Niko Kovac, der einst wie sein Bruder und Assistent Robert für Leverkusen aktiv war, musste erneut auf Torjäger Alexander Meier sowie auf die gleichfalls verletzten Profis Stefan Reinartz und Carlos Zambrano verzichten. Routinier Marco Russ kehrte dagegen nach überwundenen Oberschenkelproblemen in die erste Elf zurück und sorgte für mehr Stabilität im Abwehrverbund. Die Niederlage vermochte er aber auch nicht zu verhindern.

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