DFB-Pokal

Schnellcheck: Bayer trifft auch in Unterzahl, Leverkusen dreht Partie gegen Frankfurt und siegt 4:1

(von links) Jonathan Tah, Nadiem Amiri, Edmond Tapsoba, Moussa Diaby und Kerem Demirbay.
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Jubeltraube: Leverkusens (von links) Jonathan Tah, Nadiem Amiri, Edmond Tapsoba, Moussa Diaby und Kerem Demirbay.

Sie mussten nachsitzen. Sitzen geblieben ist dann aber nur einer: Eintracht Frankfurt.

Im Nachholspiel der zweiten Runde im DFB-Pokal sicherte sich Bayer Leverkusen den Einzug ins Achtelfinale. Wie es dazu kam, verrät der Schnellcheck.

Gab es nach dem sehenswerten 2:1 für Frankfurt in der Liga auch im Pokal ansehnlichen Fußball?

Kann man so sagen. Schon die Anfangsphase hatte es in sich. Schöne Spielzüge, spektakuläre Chancen. Drei, vier Tore hätten bereits in den ersten fünfzehn Minuten fallen können. Es fiel aber nur eins. Für die Eintracht. In der 6. Minute stand Amin Younes nach einem schönen Angriff über die rechte Seite frei – und ließ Lukas Hradecky keine Chance. Younes hatte auch in der Liga gegen Bayer getroffen. Sein einziger Treffer in dieser Spielzeit. Bis gestern. In der Liga war allerdings Leverkusen früh in Führung gegangen.

Ging es ähnlich spektakulär weiter?

Es blieb unterhaltsam. Und es passierten weitere Dinge, die denen des Aufeinandertreffens der beiden Klubs am 2. Januar ähnelten. Damals glichen die Frankfurter den frühen Rückstand aus. Dieses Mal schlugen die Leverkusener zurück. Weil Erik Durm der Ball nach einer Flanke an die Hand sprang. Weil Schiedsrichter Christian Dingert auf Elfmeter entschied. Und weil Lucas Alario diesen verwandelte (27.). 1:1.

Folgten weitere Parallelen zum Ligaduell?

Als hätten wir es geahnt. Die zweite Halbzeit war gerade vier Minuten alt, da brachte Kerem Demirbay einen Freistoß in den Strafraum, Edmond Tapsoba hatte sich weggestohlen – und köpfte zum 2:1 für Leverkusen ein. Es sah so aus, als würde er dabei im Abseits stehen. Aber die Fahne blieb unten. Und den Videobeweis gab es gestern nicht. Spiel gedreht. Und nun erzählen wir ihnen noch das: Tapsoba war es zehn Tage zuvor gewesen, der im Ligaspiel per Eigentor das 2:1 für Frankfurt erzielt hatte.

Dabei musste es dann doch bleiben, oder?

Am 2. Januar passiert nach dem 2:1 für Frankfurt nichts mehr. Gestern machte einer der völligen Duplizität der Ereignisse einen Strich durch die Rechnung: Moussa Diaby. Nach einem Fehlpass von Aymen Barkok startete Nadiem Amiri durch, ließ sich nicht zu Fall bringen und bediente Diaby im Strafraum. Der schob zum 3:1 ein (67.). Kurze Zeit später musste sein Mannschaftskollege Jonathan Tah wegen einer Notbremse vom Feld. Doch die Eintracht konnte die Überzahl in den letzten Minuten nicht nutzen. Im Gegenteil. Diaby nutzte einen Konter in Unterzahl sogar noch zum 4:1.

Fernab vom Spiel – gab es sonst noch Spektakuläres?

Würden wir sonst fragen? Bei der Eintracht steht eine Personalie kurz vor dem Abschluss. Am Wochenende verlieren die Hessen mit David Abraham ihren Kapitän. Der Argentinier kehrt in seine Heimat zurück. Ein anderer Publikumsliebling wird dagegen zurückkehren: Stürmer Luka Jovic soll auf Leihbasis von Real Madrid zu den Hessen kommen. Er war 2019 nach einer überragenden Saison in Frankfurt zu den Spaniern gewechselt.

Wie war die Übertragung im TV?

Fand bei Sky statt, wo Marcus Lindemann kommentierte. Der hatte sichtlich Spaß am guten Spiel. Und blickte beim Elfmeter in das „argentinische Stürmergesicht“ von Lucas Alario. Der ließ dem deutschen Torhütergesicht von Kevin Trapp dann keine Chance. Direkt danach musste das deutsch-libanesische Mittelfeldspielergesicht von Amin Younes übrigens ausgewechselt werden. Er hatte sich am Fuß verletzt. (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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